Protest gegen Militärtechnik-Geschäft von Jenoptik - Geschäftsprognose bestätigt

Weimar/Jena  Ein gutes Dutzend Vertreter von Abrüstungsinitiativen haben vor der Aktionärsversammlung in Weimar gegen das Militärtechnikgeschäft des Technologiekonzerns Jenoptik protestiert.

Vor Beginn der Hauptversammlung der Jenoptik AG stehen Demonstranten mit Plakaten mit der Aufschrift "Welt ohne Waffen" am Mittwoch an der Weimarhalle in Weimar. Foto: Martin Schutt

Vor Beginn der Hauptversammlung der Jenoptik AG stehen Demonstranten mit Plakaten mit der Aufschrift "Welt ohne Waffen" am Mittwoch an der Weimarhalle in Weimar. Foto: Martin Schutt

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Zur Aktionärsversammlung des Jenaer TecDax-Unternehmens am Mittwoch in Weimar machten sie gegen die Produktion von Teilen und Systemen für Waffen mit Plakaten wie „Welt ohne Waffen“ oder „Stoppt den Waffenhandel“ Front.

Der Umsatz in diesem Bereich sei auch wegen eines Großauftrags zur Ausrüstung des Raketen-Abwehrsystems Patriot überdurchschnittlich um 23,8 Prozent gestiegen. Mertin bekräftigte die Geschäftsprognose für den Konzern in diesem Jahr mit einem angepeilten Umsatzanstieg auf 680 bis 700 Millionen Euro. Auch der Ertrag solle moderat steigen.

Einzelne Aktionäre stellten während der Hauptversammlung Fragen zum Geschäftsbereich Verteidigung und Zivile Systeme. Er steuerte nach Angaben von Jenoptik-Vorstandschef Michael Mertin im vergangenen Jahr 211,4 Millionen Euro und damit fast ein Drittel zum Konzernumsatz von 668,8 Millionen Euro bei.

Mit einer Schweigeminute gedachten Aktionäre, Vorstand und Aufsichtsrat des langjährigen Jenoptik-Vorstands- und Aufsichtsratschefs Lothar Späth, der im März gestorben ist.