Rennsteigbahn lässt vor Radwegbau Schienen und Schwellen bergen

Gerd Schmidl
Noch kein altes Eisen - die Schwellen müssen Platz für den künftigen Radweg machen, sollen aber bei der Rennsteigbahn noch Dienst tun. Foto: Ralf Ehrlich

Noch kein altes Eisen - die Schwellen müssen Platz für den künftigen Radweg machen, sollen aber bei der Rennsteigbahn noch Dienst tun. Foto: Ralf Ehrlich

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Nachdem alle Beteiligten grünes Licht und das nötige Geld gegeben haben, kann das jahrelang betriebene Projekt Radweg Ilmenau - Großbreitenbach nebst Abzweig nach Neustadt und damit zum Rennsteig endlich starten. Der erste Bauabschnitt, der in der Ilmenauer Gemarkung ist bereits in Arbeit. Was zunächst die Beräumung des ehemaligen Gleiskörpers bedeutet.

Ilmenau. Nicht alles ist nach Stilllegung der Strecke abgebaut worden. Da ist ganz wörtlich noch einiges zu holen und nicht nur Schrott, obwohl selbst der noch sein Geld wert ist. Was Manfred Thiele, einer der Geschäftsführer der Rennsteigbahn auch so sieht. Schließlich koste der Rückbau.

Doch sein Unternehmen hatte noch gewichtigere Gründe, sich um besagte Beräumung zu bewerben. Im Bereich der alten Ilmenauer Lackfabrik dämmerten noch Schienen und Stahlschwellen vor sich hin. Die werden nun geborgen und eingelagert. "Vorrat ist kein Unrat", so Thieles Motto. Schließlich müssen irgendwann auch auf der Strecke der Rennsteigbahn mal Schienen oder Schwellen gewechselt werden und die man da vom Bahndamm hole, seien vergleichsweise noch neu. Sprich, die meisten müssen nicht einmal aufgearbeitet werden.

Wobei diese Teile noch eher handlich zu nennen sind. Die Rennsteigbahn lässt auch die Ilmbrücke an der Eishalle demontieren. Die werde in Stützerbach zwischengelagert. Unter die Rubrik "besonders wertvoll" fallen noch gebrauchsfähige Weichen. Ein weiteres potenzielles "Materiallager" ist laut Thiele der Langewiesener Bahnhof.

Bis August werde beräumt und eingelagert. Darin hat die Rennsteigbahn Erfahrung. Granit und Stützen für Bahnsteigüberdachung vom Erfurter Hauptbahnhof türmen sich am Bahnhof Rennsteig. Nur so?

Es gebe schon Ideen. Sollte es nichts mit einem Rennsteighaus am gleichnamigen Bahnhof werden, wovon er ausgehe, dann greife Plan B, so Thiele und - schweigt erst einmal.