Schäfer: Fotovoltaikanlage ist eine Rastenberger Erfolgsgeschichte

Rastenberg. Die Übernahme der Rastenberger Fotovoltaikanlage durch die Kommune war das Aufregerthema des Vorjahres. Jetzt legte die Stadtverwaltung mit dem Haushalt für 2015 auch ein erstes komplettes Jahresergebnis für die Neuerwerbung vor.

Das Warnschild am Zaun der Fotovoltaikanlage weist auf Hochspannung hin. Foto: Peter Hansen

Das Warnschild am Zaun der Fotovoltaikanlage weist auf Hochspannung hin. Foto: Peter Hansen

Foto: zgt

Blieb das im Stadtrat noch unkommentiert, so meldete sich inzwischen mit Siegfried Habeck (SPD) der schärfste Kritiker des Übergangs der Anlage an die Stadt doch noch zu Wort (unsere Zeitung berichtete). Er wiederholte, dass er fixe 5000 Euro Pachteinnahme dem risikovolleren Gewinn aus dem Eigentum und Betreiben der Fotovoltaikanlage vorgezogen hätte.

Bürgermeister Uwe Schäfer (FDP) kann das nicht nachvollziehen. "Es muss auch einmal gut sein", sagt er. "Wer die Zahlen lesen kann - und es auch will - der erkennt, dass es für Rastenberg der richtige Schritt war, die Anlage zu kaufen. Welche Stadt unserer Größenordnung kann schon von sich behaupten, selbst etwas getan zu haben, um die Einnahmenseite zu stärken." Rastenberg habe nicht nur gewartet und gebarmt, sondern selbst Gelder akquiriert. "Das ist doch positiv!"

Er lasse sich die über 17.000 in 2014 erwirtschafteten Euro Gewinn nicht mies rechnen. Zumal die von Habeck angeführten, angeblich den Gewinn "auf zwischen 0 und 5000 Euro" zu senken drohenden Faktoren seien nämlich sehr wohl bereits in die Ergebnisrechnung eingeflossen. "In der Schule ist es so, dass wer eine Sachaufgabe nicht richtig gelesen oder verstanden hat, nicht zum korrekten Ergebnis kommt - und eine Fünf bekommt", sagt Schäfer.

Steffen Hädrich, engagierter Verfechter der Kommunalisierung der Neu-Energie-Anlage und von Beruf Steuerberater, pflichtet dem Bürgermeister bei: "Die Kritik von Herrn Habeck ist sachlich und fachlich falsch." Einzig die Arbeitsstunden, die zur Grünpflege auf dem Areal der Fotovoltaikanlage anfielen, seien nicht in der Auflistung enthalten.

"Wir haben aber in diesem ersten Jahr überprüfen lassen, was die günstigste Variante für die Stadt ist. Das ist eindeutig, wenn es unser Bauhof - mit allerdings dafür und für andere Arbeiten im Stadtgebiet neu angeschaffter Technik - selbst macht. Eventuell sogar, wie mehrfach praktiziert, unter Mitarbeit von Leuten im Freiwilligen ökologischen Jahr", sagt Schäfer. Darum seien auch in den Haushalt 2015 die bekannten 15.000 Euro für den Erwerb entsprechender Fahrzeuge und Gerätschaften eingestellt worden.

2014 sei ein gutes Sonnenjahr gewesen. Um auf der sicheren Seite zu sein, habe die Stadt deshalb für 2015 mit "nur" 15.000 Euro Gewinn geplant. "Ich hoffe aber, dass es mehr wird - und Ruhe einkehrt", sagt Schäfer.

Zu den Kommentaren