Schafskäserei in Dosdorf erweitert die Direktvermarktung

Dosdorf (Ilm-Kreis). Für drei Projekte im ländlichen Raum übergab die Regionale Aktionsgruppe Gotha – Ilm-Kreis – Erfurt Förderschecks.

Der Landhof „Am Ziegenried“ in Dosdorf – hier Siegmar Arnold und Peter Schulz (re.) – sowie Kerstin Thamm aus Rippersroda erhielten gestern eine finanzielle Unterstützung für ihre Projekte im ländlichen Raum. Foto: Hans-Peter Stadermann

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Gute Nachricht für alle Feinschmecker: In diesem Jahr wird die Schafskäserei in Dosdorf erstmals ganzjährig frische Produkte anbieten können. Der Landhof „Am Ziegenried“ hat seinen Bestand auf 200 Milchschafe verdoppelt und will die Direktvermarktung zügig weiter ausbauen. Auch zahlreiche Geschäfte und einige Handelsketten haben die regionalen Produkte inzwischen gelistet.

„Wir sind vom Zuspruch überwältigt“, sagte gestern Siegmar Arnold bei der Übergabe eine Förderbescheides an drei ausgewählte Projekte durch die Regionale Aktionsgruppe (RAG) Gotha – Ilm-Kreis – Erfurt. Dieser stehen in diesem Jahr 680 000 Euro für Projekte im ländlichen Raum zur Verfügung. 23 Vorhaben sollen damit unterstützt werden. Je vier betreffen kommunale Projekt im Kreis Gotha und im Ilm-Kreis. In 15 Fällen werden Privatpersonen, Vereine und Unternehmen bezuschusst, so informierte Helmut Marx, der stellvertretenden RAG-Vorsitzende. Voraussetzung war 2015 die erfolgreiche Erarbeitung einer Regionalen Entwicklungsstrategie, so dass die beiden Landkreise sowie einige südwestliche Ortsteile von Erfurt als LEADER-Region für die EU-Förderperiode bis 2020 Berücksichtigung fanden.

Insgesamt 60 Bewerber reichten ihre Vorhaben ein, die Anfang des Jahres von der RAG bewertet wurden. Einige habe man in Zusammenarbeit mit der Thüringer Landgesellschaft auch in andere „Fördertöpfe“ umlenken können, hieß es.

Die Landhof „Am Ziegenried“ GmbH, deren Gesellschafter die Agroland e.G Thörey-Rehestädt sowie der Unternehmer Peter Schulz aus Gräfenroda sind, erhält aus dem RAG-Budget 40 000 Euro. Diese sollen in einen Anbau an die Scheune investiert werden. Es entsteht unter anderem ein neuer Verkaufsraum, ein Fleischzerlegeraum mit Kühlbereich sowie moderne Sanitäranlagen.

Beliebtes Ausflugsziel am Gera-Radweg

Das alles wird dringend gebraucht, denn der direkt am Gerad-Radweg liegende Landhof mit Spielplatz und Streichelgehege ist zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Für diesen Ansturm will man sich besser wappnen, die finanzielle Unterstützung ist sehr willkommen.

Was auf dem Landhof bereit geschaffen wurden, wie die Schafe leben und wie die Produkte verarbeitet werden, das konnten sich Gäste der gestrigen Veranstaltung anschließend anschauen und von dem leckeren Käse kosten.

In Rippersroda soll in den nächsten Jahren aus einem alten 4-Seitenhof ein Ferienhof entstehen, für den Kerstin Thamm gestern einen Förderscheck über rund 102 800 Euro erhielt. Nebengebäude des Anwesens stehen leer und warten auf eine Nutzung. Rippersroda hat eine schöne Umgebung, weshalb Familie Thamm zwei Ferienwohnungen einrichten möchte. Deren Bau und Ausstattung wird ebenso unterstützt wie die Anschaffungen für Eselwanderungen wie Weidehütte und Anhänger. Es sei ein Traum von ihr, selbst Esel zu halten, betonte Kerstin Thamm. Eine Wanderung mit den Vierbeinern im Harz habe sie begeistert. Auf diese Weise könnte man auch Familien mit Kindern die Schönheit Thüringens nahebringen.

Da aller guten Dinge drei sind, erhielt die Stadt Tambach-Dietharz gestern für die Verlängerung des in Georgenthal beginnenden und bereits gut besuchten Saurier-Erlebnispfades eine Förderung von 12 600 Euro.

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