"Signal der Stabilität für Zulieferbranche" – Reaktionen aus Thüringen zu Beschlüssen des Autogipfels

Erfurt.  Die Verlängerung der Förderung ist ein positives Signal für die Automobilbranche. Das sind die Reaktionen aus Thüringen auf die Beschlüsse des Berliner Autogipfels.

Automotive-Vorstand Mathias Hasecke (links) und Automotive-Geschäftsführer Rico Chmelik.

Automotive-Vorstand Mathias Hasecke (links) und Automotive-Geschäftsführer Rico Chmelik.

Foto: Bernd Jentsch

Die Beschlüsse des Berliner Autogipfels stoßen in Thüringen auf Zustimmung. „Die Verlängerung der Förderung ist ein positives Signal für die Automobilindustrie“, zeigt sich der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Wirtschaft Thüringen, Stephan Fauth, auf Anfrage überzeugt. Insbesondere die Kaufprämie für den Plug-In-Hybrid setze positive Signale auch für die Thüringer Zulieferindustrie, da es durch die Verbindung von Elektromotor und konventionellem Antriebsstrang keine Wertschöpfungsverluste gebe. „Das schafft der Branche etwas mehr Planungssicherheit und Stabilität für den notwendigen und kostenintensiven Strukturwandel“, sagt Fauth.

„Die Unternehmen haben Zeit gewonnen und Luft zum Atmen“, zeigt sich der Geschäftsführer vom Verband Automotive Thüringen, Rico Chmelik, erleichtert. Natürlich seien die Zulieferbetriebe gefordert und müssten sich dem Strukturwandel stellen, allerdings hätten sie durch die verlängerten Kaufprämien bis 2025 mehr Sicherheit. „Insbesondere die Plug-In-Fahrzeuge sind ja inzwischen sehr gefragt“, so Chmelik. Das habe positive Folgen für die Thüringer Zulieferindustrie. „Die Firmen spüren dies unmittelbar als Auswirkung auf die Teilenachfrage und deren Abruf durch die Autobauer“, so Chmelik.

Er sieht in den Beschlüssen des Autogipfels vor allem ein Signal der Stabilität für die gesamte Branche. Damit könnten die Firmenchefs besser für die Zukunft planen.

Auch die Gewerkschaft IG Metall, deren Vorsitzender Jörg Hofmann zu den Akteuren beim Autogipfel gehörte, begrüßt die Beschlüsse. Es seien wichtige Weichen für eine beschäftigungspolitische Flankierung der Transformation durch proaktive Regional- und Qualifizierungspolitik gestellt worden.

Die Gewerkschaft kündigt an, ihre regionalen Geschäftsstellen schnell mit Detailinformationen zu Förderrichtlinien und Vorschlägen zur Entwicklung von strukturpolitischen Initiativen zu versorgen.