Strike Bike hat Insolvenz angemeldet

Insolvenzverwalter Rolf Rombach führt derzeit die Geschicke von Strike Bike. Ende voriger Woche sei die Insolvenz angemeldet worden, bestätigte der Erfurter Jurist gestern unserer Zeitung.

Wie es bei der Firma Strik Bike weitergeht, prüft derzeit der Insolvenzverwalter. Foto: Roland Obst

Wie es bei der Firma Strik Bike weitergeht, prüft derzeit der Insolvenzverwalter. Foto: Roland Obst

Foto: zgt

Nordhausen. Als vorläufiger Insolvenzverwalter werde er nun prüfen, "ob ein Insolvenzgrund vorliegt und ob genug Masse da ist, um ein Insolvenzverfahren zu eröffnen". Zuletzt hatte Strike Bike mit den Geschäftsführern André Kegel und Sven Aderhold als Vollzeitkräfte und zwei geringfügig Beschäftigten gearbeitet. Seitens der Firmenleitung war gestern Nachmittag niemand erreichbar.

Noch Ende August sah sich die Nordhäuser Firma auf stabilen Füßen und peilte für dieses Jahr ein ähnliches Geschäftsergebnis wie 2009 an. Damals waren rund 2500 Räder der eigenen Marken Strike Bike und Volksrad produziert worden. Zugleich war klar, dass neue Geschäftsfelder aufgetan werden müssen, um auch mittelfristig weiter bestehen zu können.

Die Hoffnung lag auf Elektrofahrrädern – einem Marktsegment, das derzeit enorme Zuwächse verzeichnet. "Wir hoffen, mit der Lohnfertigung von etwa 300 E-Bikes im Monat eine Grundauslastung der Firma zu erreichen", sagte Kegel damals unserer Zeitung. Strike Bike kämpft seit 2007 ums langfristige Überleben. Einst war die kleine Firma aus Bike Systems hervorgegangen, das der amerikanische Finanzinvestor Lone Star schließen wollte – keine zwei Jahre nach der Übernahme.