Symbolischer Fördermittel-Scheck in Schmiedefeld übergeben

"Da fehlt die Unterschrift", entfuhr es Bürgermeister Marcus Clauder, als der Chef des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung den symbolischen Scheck über 208 407, 60 Euro überreichen wollte. Mathias Geßner nahm es mit Humor und zückte den Stift, damit alles seine Ordnung habe.

Mit sichtlicher Freude setzte Mathias Geßner, Chef des Gothaer Amtes für Landentwicklung, seine Unterschrift auf den Scheck. Foto: Gerd Schmidl

Foto: zgt

Schmiedefeld. Schließlich war die Finanzierung des Umbaus und der Neugestaltung des Schmiedefelder Sportgeländes eine schwere Geburt gewesen. Wie auch gestern Mittag noch einmal von allen Rednern deutlich gemacht wurde - direkt auf der Baustelle. Auch wenn auf dem die künftige GutsMuths-Allee überspannenden Bogen "Start" zu lesen war, der ist längst vollzogen. Selbstredend unter der Prämisse eines bestätigten "förderunschädlichen Maßnahmebeginns". Motto: Nur nicht die schwer erkämpften Zuschüsse durch Formfehler gefährden.

Marcus Clauder rekapitulierte als Bürgermeister und Zielortchef des Rennsteiglaufes die Ursprünge des Projektes. Vor vier, fünf Jahren wurde der Gedanke geboren, den Zieleinlauf zeitgemäß und attraktiver zu gestalten. Denn trotz des besonderen Flairs - Schmiedefeld spielt hier quasi mit Berlin, Hamburg oder München in der Bundesliga. Der Rennsteiglauf zählt zu den Top Ten der deutschen Laufveranstaltungen, als einziger "Landschaftslauf" unter lauter City-Marathons.

Das eher rustikale Flair wollte man zwar nicht ablegen, etwas gediegener sollte es schon zugehen. Allerdings sollte es keine Investition ausschließlich für den Rennsteiglauf werden. Eine auf Tourismus und Breitensport gerichtete Ganzjahresnutzung, war und ist das erklärte Ziel. Inline-Skater sollen ihre Bahnen ziehen, die Nachwuchssportler des Leistungszentrums Nordische Kombination hier trainieren können.

Die Anläufe waren zunächst vergeblich. Erst im Vorjahr der Silberstreif. Der Kreis stellte Mittel aus dem Konjunkturpaket bereit, weitere sollten über die Regionale Aktionsgruppe zur Entwicklung des ländlichen Raumes fließen. Dort hatte das Schmiedefelder Vorhaben höchste Priorität, bestätigte deren Vorsitzender Ilmkreis-Vizelandrat Rainer Zobel gestern noch einmal. Die Nummer zwei unter 36 Projekten. Doch kurz vor dem Start im Juli die Absage, es fehlte an Geld.

Doch in geradezu verblüffender Eile wurde ein anderer Weg gefunden und am 28. Juli traf der Förderbescheid per Fax ein. Die GutsMuths-Allee sollte als Einzelprojekt der Dorferneuerung gefördert werden.

Jetzt, zwei Wochen später, sind die Arbeiten in vollem Gange. Auch zur Freude von Mathias Geßner. Der hatte wie alle an der Blitzaktion Beteiligten eine Medaille des Rennsteig-Supermarathons erhalten. Was er durchaus passend empfand, denn ein Supermarathon sei das Projekt und nur die ersten Kilometer bewältigt. Er appellierte deshalb an Kondition und Durchhaltevermögen. Schließlich sollen bis 15. Oktober die Arbeiten abgeschlossen und die Abrechnung der Mittel erfolgt sein. Was auf einen langen Schlussspurt schließen lässt.

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