Thüringen für die Vermarktung des Areals der ehemaligen Görmar-Kaserne

Mühlhausen. Thüringens Wirtschaftsminister Uwe Höhn (SPD) hat die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) am Donnerstag beauftragt, konkrete Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilien über eine Übernahme der Liegenschaft aufzunehmen.

16/01/2014- Mühlhausen: Der Wirtschaftsminister Uwe Höhn (SPD) hat der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) gestern den Startschuss für Kaufverhandlungen mit dem Bund über die Bundeswehr-Liegenschaft in Mühlhausen gegeben. Während eines Rundgangs durch die Görmar-Kaserne verschaffte sich der Minister einen Eindruck über den Zustand der Gebäudesubstanz. (TA-Foto: Daniel Volkmann)

16/01/2014- Mühlhausen: Der Wirtschaftsminister Uwe Höhn (SPD) hat der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) gestern den Startschuss für Kaufverhandlungen mit dem Bund über die Bundeswehr-Liegenschaft in Mühlhausen gegeben. Während eines Rundgangs durch die Görmar-Kaserne verschaffte sich der Minister einen Eindruck über den Zustand der Gebäudesubstanz. (TA-Foto: Daniel Volkmann)

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Während eines Rundgangs durch die Görmar-Kaserne mit LEG-Chef Andreas Krey, Mühlhausens Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) und der Standortleitung verschaffte sich der neue Wirtschaftsminister einen Überblick über den Zustand der Gebäudesubstanz. "Respekt", lautete ein erster Eindrucks Höhns, der im Übrigen am 1. November 1982 als Reservist zum ersten Mal in der Görmar-Kaserne gewesen sei. In diese sind von der Bundeswehr seit der Wende etwa 52 Millionen Euro investiert worden.

"Ich freue mich sehr über das deutliche Signal des Ministers. Von Landesebene hoffen wir auch auf baldige politische Entscheidungen, die Verkehrsanbindung als wesentliche Voraussetzung für die Vermarktung zu begreifen und grünes Licht für den Bau der Umgehungsstraße zu geben", erklärte Oberbürgermeister Johannes Bruns .

Die Stadt Mühlhausen und das Wirtschaftsministerium würden eine überwiegend wirtschaftliche Nutzung des rund 35 Hektar großen Areals favorisieren, hieß es von Stephan Krauß, dem Ministeriumssprecher. So solle hier ein Industrie- und Gewerbegebiet erschlossen werden, auf dem Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes angesiedelt werden können.

Gewerbeansiedlung und Behördenstandort

Damit soll eine Perspektive geschaffen werden, um dem Wegfall von rund 800 militärischen und 50 bis 100 zivilen Arbeitsplätzen entgegenzuwirken, der mit dem Abzug der jetzt noch etwa 500 Soldaten im Zuge der Bundesreform verbunden ist. Denkbar ist aus Sicht des Ministers aber auch, dass ein Teil der infrastrukturell bereits gut erschlossenen Liegenschaft – insbesondere die vorhandenen Gebäude – von Kreis- oder Landesbehörden genutzt werden kann. Der Landkreis habe bereits Interesse an einer Übernahme der vorhandenen Sporthalle und des Sportplatzes für den Schulsport angekündigt.

Die LEG, die bereits Erfahrungen mit der Umwandlung ehemals militärisch genutzter Liegenschaften der Westgruppe der sowjetischen Armee (WGT) besitzt, habe laut Ministerium im Jahr 2013 eine Machbarkeitsstudie für den Standort der Görmar-Kaserne vorgelegt. Demnach soll nach Freigabe durch den Bund und Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen durch die Stadt mit der Erschließung und gleichzeitig mit der Vermarktung und dem Verkauf der Flächen im südlichen Teil des Areals begonnen werden.

Der Abbruch von ausgewählten Gebäuden und die Erschließung der nördlichen Teilflächen könnte dann ab 2017 erfolgen. Die Umwandlung der Liegenschaft zu einem attraktiven zivilen Gewerbe- und Industriestandort soll dann bis Anfang kommenden Jahrzehnts abgeschlossen werden. Der Stadtrat will am 6. Februar einen Aufstellungsbeschluss zur Beplanung des Areals fassen und das Vorkaufsrecht der Stadt an die LEG abtreten, so Bruns.

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