Thüringens Wirtschaftsminister fordert Betriebsrat bei Zalando

Erfurt/Berlin. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) hat die Arbeitsbedingungen im Erfurter Logistikzentrum des Online-Modehändlers Zalando kritisiert.

Der Thüringer Wirtschaftsminister, Matthias Machnig (SPD), war im Dezember des letzten Jahres bei der offiziellen Inbetriebnahme des Logistikzentrums von Zalando in Erfurt vor Ort. Foto: Marco Kneise

Der Thüringer Wirtschaftsminister, Matthias Machnig (SPD), war im Dezember des letzten Jahres bei der offiziellen Inbetriebnahme des Logistikzentrums von Zalando in Erfurt vor Ort. Foto: Marco Kneise

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"Es muss Verbesserungen bei der Arbeitsdichte und Kontrolle der Mitarbeiter geben", sagte Machnig dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Der Minister forderte mehr Mitbestimmung für die Mitarbeiter, etwa durch die Wahl eines Betriebsrates.


Ein Sprecher des Berliner Unternehmens sagte dazu am Sonntag auf Anfrage: "Ein Betriebsrat wird von der Belegschaft gewählt und nicht von der Geschäftsleitung." Es gebe zudem Formen der Mitbestimmung im 2012 eröffneten größten Logistikzentrum von Zalando am Erfurter Standort. So gebe es für die Beschäftigten Sprechstunden und Runde Tische mit Führungskräften sowie Sozialpädagogen als Ansprechpartner bei Kritik. Die Bezahlung entspreche Tarifverträgen der Branche.


Zuletzt hatten Erfurter Mitarbeiter vor gut zwei Wochen im "Spiegel" die Arbeitsbedingungen an dem Standort kritisiert. Der 2008 gegründete Händler wuchs in den vergangenen Jahren rasant, schrieb aber noch Verluste.

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