Thüringer IG Metall: Beschäftigte in Not brauchen Härtefallhilfen

Erfurt.  Die Gewerkschaft IG Metall will mit den Arbeitgebern reden. Sie fordert Härtefallregelungen, um die finanziellen Folgen der Corona-Krise zu mildern.

Wer wegen der Corona-Pandemie in Geldnot geraten ist, dem muss geholfen werden, fordert die IG Metall.

Wer wegen der Corona-Pandemie in Geldnot geraten ist, dem muss geholfen werden, fordert die IG Metall.

Foto: Candy Welz / TA

Härtefallregelungen für Beschäftigte in finanzieller Not - das ist ein Thema, über welches die Gewerkschaft IG Metall mit dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen in den kommenden Tagen reden will. Man appelliere an die Arbeitgeber, die aus Sozialversicherungsbeiträgen finanzierten Entlastungen bei Kurzarbeit und die mit dem Tarifabschluss im März dieses Jahres vereinbarten finanziellen Mittel zur Beschäftigungssicherung zu bündeln, so die Gewerkschaft. „Wir sollten darüber beraten, die Folgen der Corona-Krise abzumildern“, schlägt Jörg Köhlinger vor, Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, zu dem Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen gehören. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Schreiben an Arbeitgeberverbände geschickt

Er sieht vier Themenfelder mit besonderer Bedeutung. Neben den erwähnten Härtefallregelungen gehören dazu laut Köhlinger betriebliche Lösungen zur Kinderbetreuung, berufliche Bildungsmaßnahmen zur Fachkräftesicherung und die Sicherung der Erstausbildung in den Betrieben unter Corona-Bedingungen.

Man habe ein entsprechendes Schreiben an die Arbeitgeberverbände in den vier Bundesländern des Bezirkes gerichtet. Man werde jetzt auch auf die einzelnen Arbeitgeber in den Betrieben zugehen, um über diese Themen ins Gespräch zu kommen, kündigte Köhlinger an.

Auch die Unternehmer profitieren

Er verwies darauf, dass die IG Metall erfolgreich für ein erhöhtes Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise gestritten habe und das in mehr als der Hälfte der gut 400 tarifgebundenen Betriebe im Bezirk Mitte habe regeln können. Von der gesetzlichen Regelung, die bis Ende des Jahres gelte, profitierten nicht nur die Beschäftigten sondern auch die Arbeitgeber, deren finanzielle Belastungen entsprechend deutlich sänken, sagt Köhlinger.

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