Thüringer Industrie profitiert vom Export

Erfurt. Die Thüringer Industrie startete kraftvoll in das Jahr. Aus neuesten Zahlen des Landesamtes für Statistik geht hervor: In den ersten beiden Monaten 2014 stieg der Umsatz der Firmen aus der Industriebranche um rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Schlüssel für das Wachstum sind steigende Exporte vor allem in den EU-Raum.  Foto: Alexander Volkmann

Schlüssel für das Wachstum sind steigende Exporte vor allem in den EU-Raum. Foto: Alexander Volkmann

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Gut verkauften sich vor allem Kunststoffe, Opel-Autos aus Eisenach, Zulieferteile für die Autobranche und Metallerzeugnisse. In diesen Bereichen wurde in den ersten beiden Monaten ein Umsatz-Zuwachs jeweils im zweistelligen Millionenbereich erzielt.

Natürlich gab es auch Branchen und Betriebe mit negativen Trends. So mussten die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln ebenso geringere Umsätze verkraften wie der klassische Maschinenbau oder die Bran-che "Herstellung von chemischen Erzeugnissen". Unter dem Strich allerdings zeigte sich die Thüringer Industrie als Kern der Wirtschaft als robust und trotz aller politischen Krisensignale weiterhin als dynamisch.

IHK Erfurt erwartet zwei Prozent Wachstum

Schlüssel hierfür sind steigende Exporte vor allem in den EU-Raum. Insgesamt konnten die Thüringer Auslandslieferungen um 6,6 Prozent zulegen. In die Statistik fließen nur Industriebetriebe mit mindestens 50 Beschäftigten ein - 854 Unternehmen. Ihre Mitarbeiterzahl lag Anfang des Jahres bei 138 300 und damit um 1600 mehr als vor einem Jahr.

Thüringer Arbeitgeber sehen darin weitere Signale für Neueinstellungen. "Diese erfreuliche Entwicklung ist deutliches Anzeichen dafür, dass die Konjunktur im ersten Quartal stark gewachsen ist. Das hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt", sagt Stephan Fauth, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Wirtschaft Thüringen (VWT).

Mit dem Blick voraus gibt sich auch die Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) optimistisch. Sie erwartet ein Wachstum von rund 2,0 Prozent. "Die Unternehmen sind erfolgreich gestartet", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Wachstumsimpulse kämen von der Inlandsnachfrage wie von den Exporten.

Voraussetzung für eine weitere positive Entwicklung seien die richtigen Rahmenbedingungen. Die Politik dürfe nicht vergessen, wie gefährlich hausgemachte Risiken für den Aufschwung werden können.

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