Waldrandroute: Baustart für neuen Radweg durch Thüringen

Ilm-Kreis  Bis 2018 werden von Saalfeld bis Eisenach 125 Kilometer Radstrecke entstehen. Neue Verbindungen für Alltagsfahrer.

Radverantwortlicher Eckhardt Bauerschmidt, Landrätin Petra Enders und Pennewitz‘ Bürgermeister Frank Escher beim Spatenstich. Foto: Arne Martius

Foto: zgt

In Pennewitz wurde gestern der Startschuss für einen neuen Radweg durch Thüringen gegeben. Die Waldrandroute zwischen Saalfeld und Eisenach ist als familienfreundliche Alternative zu den parallel verlaufenden Radwegen über den Rennsteig im Süden und der Städtekette im Norden angelegt.

Der künftige Radweg verläuft auf 125 Kilometern durch die Landkreise Saalfeld-Rudolstadt, Gotha, den Wartburgkreis und den Ilm-Kreis. Die Strecke verbindet später einmal die Orte Pennewitz, Jesuborn, Gehren, Langewiesen, Ilmenau, Elgersburg, Geraberg, Geschwenda und Frankenhain miteinander.

Das Vorhaben kostet rund drei Millionen Euro und wird zu 90 Prozent über die Thüringer Aufbaubank gefördert sowie in einigen Abschnitten über den ländlichen Wegebau. Die Thüringer Waldrandroute soll 2018 eingeweiht werden. Um mit dem Radweg auch touristisch punkten zu können, wird noch an einem Vermarktungskonzept gearbeitet, kündigte Heike Neugebauer von der Thüringer Landgesellschaft an.

Landrätin Petra Enders (Die Linke) bezeichnete den Baubeginn gestern als "Meilenstein". Das Konzept zu diesem Radweg gibt es seit 2008, doch der Bau wurde immer wieder verschoben. Für Verzögerungen sorgten unter anderem Unklarheiten über die Höhe der Förderung.

Dass ausgerechnet in Pennewitz der Spatenstich vollzogen wurde, ist für die Kreischefin ei­ne glückliche Fügung: Wie kaum eine andere Kommune standen Bürgermeister und Gemeinderat von Anfang an hinter dem Projekt, sagte Enders und bedankte sich namentlich bei dem jüngst verabschiedeten Bürgermeister Ulrich Schubert.

Amtsinhaber Frank Escher (beide parteilos) freute sich darüber, dass mit dem neuen Radweg auch die Pennewitzen einen Anschluss an Königsee und Gehren erhalten. "Das wertet unseren Ort auf", war Escher überzeugt. Aus Sicht von Petra Enders besitze das Fahrrad sowohl in der Freizeit als auch im Alltag "eine immer größer werdende Bedeutung". Das Vorhandensein von Fahrradwegen trage daher auch zunehmend zur Standortattraktivität einer Region bei, schätzte sie ein.

Entsprechend hoch fiel auch die Beteiligung von Einwohnern bei der Erarbeitung des Radverkehrskonzepts im Ilm-Kreis aus: 600 Hinweise haben Katharina Cherubim und Eckhard Bauerschmidt erhalten, die im Landratsamt für die Planung verantwortlich sind. Voraussichtlich Ende des Jahres soll die Konzeption vom Kreistag verabschiedet werden, die für die nächsten 15 Jahre Grundlage für den Bau von Radwegen ist.

Schon jetzt sei der Ilm-Kreis mit 111 Kilometern Radwegen gut ausgestattet, fand Petra Enders. 2018 kommen durch die Waldrandroute noch 32 dazu.

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