Weiteres Thüringer Solarunternehmen meldet Insolvenz an

Erfurt. Mit der Erfurter Asola Automotive Solar GmbH hat ein weiteres Unternehmen der Solarbranche Insolvenzantrag gestellt. Nach Bosch-Solar ist das ein weiterer großer Einschnitt in der Solarbranche in Thüringen.

Bosch-Solar hatte erst Anfang des Jahres angekündigt das Werk in Arnstadt zu schließen. Foto: Michael Reichel

Bosch-Solar hatte erst Anfang des Jahres angekündigt das Werk in Arnstadt zu schließen. Foto: Michael Reichel

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Gründe seien die Insolvenz des Schwesterunternehmens Asola Solarpower (Erfurt) zu Jahresbeginn und der Wegfall eines großen Kunden, teilte der vorläufige Verwalter Volker Reinhardt am Freitag mit.

Das Unternehmen stelle mit vier Mitarbeitern Solarmodule unter anderem für Autodächer her. Reinhardt sprach in der Mitteilung von "guten Aussichten", den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und die vorhandenen Aufträge abzuarbeiten. Es würden nun Investoren für dieses Geschäftsfeld gesucht, das nicht zum Massenmarkt gehöre.

Indirekter Mehrheitsgesellschafter ist wie bei Asola Solarpower der Firmengründer Reinhard Wecker. 24,9 Prozent an der Muttergesellschaft hält seit 2007 das US-Unternehmen Quantum Technologies. Asola Solarpower hatte im Januar Insolvenz beantragt. Ihr Umsatz war binnen zwei Jahren von 73 Millionen Euro auf 20 Millionen im Jahr 2012 abgesackt. Die Mitarbeiterzahl sank in dieser Zeit von 200 auf 45.