Topfgucker: Tränenreicher Genuss

Ingo Glase über das passende Essen zum Zwiebelmarkt.

Taucherbrille aufsetzen, das schärfste Messer verwenden, die Knolle vorher in den Kühlschrank legen und unter fließendem Wasser schälen - die Liste der Tipps zum tränenlosen Schneiden der Zwiebel ist lang. Und vermutlich ziemlich sinnlos.

Aber am Wochenende, beim Weimarer Zwiebelmarkt, gibt es sicher neue - und „garantiert wirkungsvolle“ Tipps von den Experten. Dann macht auch das Arbeiten mit der fiesen, aber gesunden Zwiebel wieder Spaß. Schließlich ist sie nicht nur unverzichtbarer Baustein vieler Rezepte, sondern auch gesund, unterstützt Diabetiker und senkt das Krebsrisiko, hilft gegen Insektenstiche, Narben, Husten oder Ohrenschmerzen.

Nicht nur beim Anbraten und Anschwitzen großer und kleiner Leckerbissen leistet sie geschmacklich gute Dienste, auch für die Hauptrolle ist sie gut geeignet, nicht nur in der nach ihr benannten Zwiebelsuppe und dem Zwiebelkuchen, sondern beispielsweise auch als gebackene Gemüsezwiebel, gefüllt mit einem Schafskäse-Hackfleisch-Mix oder Mangold-Ricotta oder im Brot-Zwiebel-Salat: Geröstete Brotwürfel und blanchierte Ringe von roten Zwiebeln mit Essig, Olivenöl, Senf, Kapern, Salz, Pfeffer und Petersilie (oder andere Kräuter) vermengen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Das schmeckt so gut, da kommen einem die Tränen. Auch mit Taucherbrille.

  • Weitere Zwiebel-Ideen in „Einfache Vielfalt - Rezepte und Geschichten“ aus dem AT-Verlag, 256 Seiten, 42 Euro.

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