Alles zum Coronavirus und den Folgen für Thüringen vom 15. bis 20. August 2020

In diesem Archivtext lesen Sie alle Entwicklungen zum Coronavirus, die sich vom 15. bis 20. August 2020 in den Thüringer Städten, Landkreisen und Gemeinden ereignet haben.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich umgehend einem Test unterziehen.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich umgehend einem Test unterziehen.

Foto: Bodo Schackow / dpa

20. August

18.51 Uhr: 113 aktive Corona-Infektionen in Thüringen

In Thüringen sind heute laut MDR Thüringen 113 Menschen aktiv mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Das sind zwei weniger als am Mittwoch, aber noch 37 mehr als vor zwei Wochen. Neue Infektionen gibt es unter anderem im Kyffhäuserkreis und in Greiz. Seit Mittwochabend haben die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte neun neue Infektionen gemeldet. Damit wurden seit Ausbruch der Pandemie 3540 Fälle in Thüringen registriert. Zwei Landkreise gelten derzeit als Corona-frei.

18.26 Uhr: Eine Neuinfektion in Weimar gemeldet

In Weimar ist eine weitere Corona-Erkrankung per positivem Testergebnis bestätigt worden. Damit erhöht sich die Zahl der nachweislich infizierten Menschen in der Stadt seit Ausbruch der Pandemie auf jetzt 98. Mit Stand 20. August 12.30 Uhr gab es weiterhin fünf bekannte Akutkranke, weil ein Infizierter wieder als genesen gilt. Ungeachtet des neuen Falls konnten weitere 43 Weimarer die Quarantäne verlassen, die noch für 33 Kontaktpersonen gilt.

16.44 Uhr: Drei aktive Corona-Fälle im Kyffhäuserkreis

Die Anzahl der aktiven Corona-Fälle hat sich im Kyffhäuserkreis von eins auf drei erhöht. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilt, sind zwei positive Testergebnisse dazugekommen. Die Personen, die mit den positiv Getesteten Kontakt hatten, ermittelt das Gesundheitsamt zur Zeit. Bisher befinden sich nach wie vor drei Personen in Quarantäne, die mit dem einen positiv Getesteten Kontakt hatten. Die aufsummierte Anzahl aller positiv auf das Coronavirus getesteten Bewohner des Kreises beträgt mit den zwei neuen Fällen nun 58. Davon gelten Stand Donnerstag 55 Personen als genesen. Der Kyffhäuserkreis hat etwa 75.000 Einwohner.

16.42 Uhr: Kindermedienfestival "Goldener Spatz" bietet Filme im Stream an

Das Kindermedienfestival "Goldener Spatz" hat angekündigt, Filme der diesjährigen Ausgabe aufgrund der Corona-Pandemie auch im Internet zu zeigen. Dafür arbeite das Festival mit der deutschen Streaming-Plattform Pantaflix zusammen, teilten die Festivalmacher am Donnerstag mit. Über die "Goldener Spatz"-Website sollen die Filme dann abrufbar sein, sagte eine Sprecherin. Tickets soll es für einzelne Filme geben, aber auch für ganze Pakete.

16.32 Uhr: Ermittlungen gegen Landrat wegen Posaunenspiel an Ostern eingestellt

Das wegen eines Posaunenkonzerts eingeleitete . Aufgrund einer Gesetzesänderung sei die Zusammenkunft bei dem Konzert am Ostersonntag inzwischen nicht mehr strafbar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera am Donnerstag.

16.30 Uhr: Bundeswehr auf mehr Unterstützung bei Corona-Tests eingestellt

Die Bundeswehr ist auf eine größere Unterstützung bei Corona-Tests von Reiserückkehrern vorbereitet. Derzeit seien etwa 300 Männer und Frauen im Einsatz, um die zivilen Behörden auf Flughäfen oder an Autobahnraststätten zu unterstützen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, der den Unterstützungseinsatz koordiniert und führt, am Donnerstag in einer Telefonschalte mit Journalisten. Schelleis ist der Inspekteur der sogenannten Streitkräftebasis und damit Nationaler Territorialer Befehlshaber der Bundeswehr. Binnen 48 Stunden könnten weitere 750 Soldaten für diese Hilfe eingesetzt werden, sagte er. Von Freitag an würden in Köln 49 Soldaten die Arbeit des Gesundheitsamtes unterstützen. Aktuell hätten vier Bundesländer - Schleswig-Holstein, Sachsen, Thüringen und Niedersachsen - keinen Unterstützungsbedarf bei der Testung von Reiserückkehrern gemeldet.

16.27 Uhr: Verband kritisiert Ende von Besuchsbeschränkungen für Pflegeheime

Nach der Ankündigung der Landesregierung, zum Augustende die Besuchsbeschränkungen für Pflegeheime aufzuheben, fürchtet der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) Probleme. "Wenn künftig in jedem Landkreis und jeder Kommune - je nach Infektionsgeschehen vor Ort - andere Bestimmungen gelten sollen, wird die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Infektionsschutzmaßnahmen weiter sinken", teilte Margit Benkenstein, bpa-Vorsitzende in Thüringen, am Donnerstag mit.

15.10 Uhr: Stadt Jena mauert bei den Corona-Fallzahlen

Erst auf Nachfrage räumte die Stadtverwaltung Jena ein, dass am Mittwoch zwei weitere Corona-Erkrankungen dem Fachdienst Gesundheit gemeldet worden waren. Wie Stadtsprecher Kristian Philler sagt, habe sich der Krisenstab gegen eine Pressemitteilung entschieden. Hier erfahren Sie mehr.

14.30 Uhr: Die aktuelle Lage im Weimarer Land

Seit nunmehr sieben Tagen ist die Zahl derer, die an Covid-19 erkrankt sind, nicht angestiegen. Das meldete das Landratsamt Apolda am Donnerstag, 14.23 Uhr. Konkret heißt das in Zahlen ausgedrückt, dass aktuell im Kreis sechs Personen als aktiv krank gemeldet sind. Zudem befinden sich derzeit 68 Reiserückkehrer aus sogenannten Risikogebieten in häuslicher Quarantäne. Dies sind sechs mehr als am Dienstag dieser Woche. Ganz freiwillig haben sich zudem 37 Reiserückkehrer aus Nichtrisikogebieten bisher beim Gesundheitsamt in Apolda testen lassen. Von denen erhielten insgesamt 30 Personen bereits einen negativen Befund und sind somit nicht mit dem Virus infiziert. Bei sieben Personen stand das Ergebnis allerdings noch nicht fest.

13.45 Uhr: Lehrerverband fordert mehr Hilfe für Schulen in Corona-Krise

Der Thüringer Lehrerverband hat mehr Unterstützung für Schulen zur Bewältigung der Corona-Krise angemahnt. Er sei sich sicher, dass die Schulen die neuen Aufgaben, die im Regelbetrieb in der Corona-Pandemie auf sie zukämen, meistern werden, sagte der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbands Rolf Busch. Es gebe keinen Grund in einen Panik-Modus zu verfallen. „Aber ich bleibe dabei: Ich erwarte eine bessere Unterstützung“, sagte Busch. Zu konkreten Vorschlägen, die teils bundesweit diskutiert werden - etwa eine Maskenpflicht - wollte sich Busch nicht äußern. Er stellte aber in Frage, wie in Thüringen zum Start des neuen Schuljahres für ausreichend Schutz von Schülern, Lehrern und Eltern gesorgt werden kann. Ihm sei kein anderer Arbeitsplatz bekannt, wo man Zeit mit 20 bis 30 Menschen auf begrenztem Raum verbringe „und wo Abstandsgebot und Mund-Nasen-Schutz bei der Arbeit nicht mehr vorgeschrieben sind“, sagte Busch. Jede Kassiererin sitze wenigstens hinter einer Plexiglasscheibe. In Thüringen beginnt das neue Schuljahr am 31. August. Erstmals seit den landesweiten Schulschließungen im Zuge der Corona-Pandemie im März sollen alle Schulen wieder in den Regelbetrieb übergehen und alle Schüler täglich an den Schulen unterrichtet werden.

11.05 Uhr: 47 Menschen binnen einer Woche neu mit dem Coronavirus infiziert

In den vergangen sieben Tagen haben sich in Thüringen 47 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervor. Binnen 24 Stunden infizierten sich bis Donnerstag, 0 Uhr, 14 Menschen im Freistaat. Bislang sind in Thüringen 186 Menschen mit oder an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. In den vergangenen sieben Tagen wurden rechnerisch 2,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erfasst. Vor allem in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen liegt dieser Wert deutlich höher und im zweistelligen Bereich.

10.30 Uhr: „Unsere Busse sind keine Virenschleudern“

Die Reisebusunternehmer leiden massiv unter den Auswirkungen der Corona-Krise. Sie warten seit Monaten auf staatliche Hilfen. Nachdem Reisebusse von März bis Anfang Juni komplett stillgestanden haben, ist die Nachfrage nach Busreisen immer noch gering. Dabei sei die Ansteckungsgefahr extrem niedrig, erklärt Bettina Weingart von Weingart Reisen in Menteroda. Die Lüftungsanlagen oben und unten am Bus tauschen die Luft alle zwei Minuten komplett aus: „Oben kommt frische Luft rein und unten wird die verbrauchte Luft abgesaugt“, erklärt Weingart. „Unsere Busse können gar keine Virenschleudern sein.“

10.05 Uhr: Thüringer Lehrern genügt ein Attest vom Hausarzt für Befreiung vom Präsenzunterricht

Anderthalb Wochen vor Schuljahresstart ist unklar, wie viele Lehrer in Thüringen ein Attest zur Befreiung vom Präsenzunterricht haben. Stichproben und bisherige Erfahrungen würden zwar auf eine hohe Zahl von Lehrkräften mit gesundheitlichen Risiken weisen, doch der überwiegende Teil von ihnen habe freiwillig Präsenzunterricht erteilt. Anders als zum Beispiel in Schleswig-Holstein, wo der Großteil der rund 2000 vorgelegten Bescheinigungen von Lehrern von Betriebsärzten verworfen wurden, genüge in Thüringen ein Attest vom Hausarzt.

9.30 Uhr: Eine Neuinfektion im Landkreis Gotha

Im Landkreis Gotha wird wieder eine an Corona erkrankte Person mehr gezählt. Am Mittwoch waren es fünf Erkrankte, am Donnerstag bestätigt die Landkreisverwaltung sechs Fälle. Eine Person ist stationär im Krankenhaus aufgenommen. Die Zahl der positiv auf das Virus Sars-Cov2 getesteten Personen beträgt im Landkreis seit Beginn der Corona-Krise 332. Verstorben sind 30 Patienten und als genesen gelten 296 Betroffene.

9.20 Uhr: Corona-Krise: Veranstalter aus Erfurt, Weimar und Jena gründen Allianz

„Wie waren die Ersten, die schließen mussten und sind die Letzten, die wieder öffnen dürfen.“ Mit diesem Satz umreißt Thomas Günther das Dilemma. Seine Veranstaltungsbranche – Technikfirmen, Messebauer, Caterer, Agenturen, Security, Locations, Diskotheken, Clubs, Tanzschulen – hat es hart getroffen in der Corona-Krise. Der Geschäftsführer des Erfurter Kaisersaales hat es seit Ausbruch der Pandemie hautnah miterleben müssen. Die Veranstaltungsbranche fände gern Gehör mit ihren Sorgen und Nöten. Aber sie hat keinen Verband, in dem man sich findet und von dem man sich vertreten lassen kann. Das soll sich ändern. Sechs Erfurter Unternehmen – Kaisersaal, Messe, Ram Regio, die Arena im Steigerwaldstadion, OrgOffice und Motiv Eventtechnik – sowie einige aus Jena und Weimar haben sich zusammengeschlossen zur Allianz der Thüringer Veranstaltungswirtschaft.

9.15 Uhr: Pflegeheime im Ilm-Kreis sind coronafrei

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind 85 Prozent aller Covid-19-Opfer in Deutschland 70 Jahre oder älter. Deshalb stehen Alten- und Pflegeheime ganz besonders im Fokus, wenn es um den Schutz vor der Pandemie geht. Auch in Deutschland gab es mehrere Ausbrüche mit einer hohen Zahl an Opfern in Alten- und Pflegeheimen – die im Ilm-Kreis sind zum Glück bislang davon verschont geblieben. Damit das so bleibt, hat der Schutz aller Bewohner weiterhin oberste Priorität.

8.51 Uhr: Verkäufer müssen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen

In einem Geraer Baumarkt trägt kaum einer der Verkäufer einen Mund-Nasen-Schutz. Die Kunden müssen allerdings einen tragen. Ein Leser fragt sich, warum das so ist. Wir haben im Baumarkt und bei der Geraer Stadtverwaltung nachgefragt.

8.25 Uhr: Thüringen nutzt Corona-Testkapazitäten nur zur Hälfte

Thüringen nutzt derzeit nur die Hälfte seiner Corona-Testkapazitäten. Das geht aus einer Erhebung des Gesundheitsministeriums für unsere Zeitung hervor. Demnach wurden im Juli wöchentlich knapp 18.000 Tests durchgeführt. Die gemeldeten Testkapazitäten betragen rund 5400 Tests am Tag bzw. 35.000 Tests pro Woche.

8.20 Uhr: Feierlichkeiten zum Goethe-Geburtstag in Weimar

Die Feierlichkeiten zum Goethe-Geburtstag am 28. August fallen wegen der Coronakrise keineswegs aus. Es wird nur anders gefeiert als in den Vorjahren. So richtet die Klassik Stiftung Weimar den Festtag als Flaniergeburtstag mit vielen kleinen Intervention in der Stadt aus.

8.10 Uhr: Corona-Infizierter aus Erfurter Krankenhaus entlassen

Die Person aus Erfurt, die sich mit einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus befand, wurde entlassen. Bis Donnerstagvormittag wurden nach Angaben der Stadtverwaltung in Erfurt insgesamt 165 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Damit hat sich die Zahl seit Mittwoch nicht verändert. Von 165 Corona-Infizierten gelten 150 als genesen, fünf mehr als am Mittwoch. Zwei Personen mit Corona-Infektion sind im Frühjahr verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 13 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

7 Uhr: Corona-Konjunkturprogramm: 25 Millionen Euro für neue Straßenbahnen

Der Entwurf des Thüringer Corona-Konjunkturprogramms sieht rund 60 Investitionsmaßnahmen vor, darunter auch 25 Millionen Euro für neue Straßenbahnen. Die Landesregierung hatte sich Mitte Juli auf das Paket mit einem Umfang von 300 Millionen Euro geeinigt. Danach begannen jedoch Reibereien über die Aufteilung der Gelder.

6.30 Uhr: Weimarer CineStar-Kinos nehmen Betrieb auf

Mehr als fünf Monate nach dem Lockdown öffnen nächste Woche die beiden Weimarer CineStar wieder. Jetzt kommt „Tenet“ am 26. August in die Kinos. Als einer von 14 noch geschlossenen CineStar-Standorten läuft der Betrieb in der Schützengasse mit dem Science-Fiction-Thriller wieder an. Natürlich mit Corona-Einschränkungen. Wichtigste Veränderung: Bis zu ihrem Platz müssen alle Gäste eine Mund-Nase-Abdeckung tragen und vor den Kinosälen ihre Kontaktdaten notieren und in eine Box werfen. In der Schützengasse sind getrennte Wege für diejenigen markiert, die online Tickets gekauft haben, und jene, die vor Ort am Snack-Tresen welche kaufen oder sich mit Popcorn & Co. eindecken wollen. Die Mitarbeiter dahinter schützt eine Plexiglas-Scheibe.

19. August

17.23 Uhr: Vermehrt Verstöße gegen Maskenpflicht im Eichsfeld registriert

Seit mehr als einer Woche wurden im Landkreis Eichsfeld keine Corona-Neuinfektionen festgestellt. Das teilte Judith Rahrig, Leiterin des Eichsfelder Gesundheitsamtes, am Mittwoch mit. Die Mitarbeiter des Amtes werden laut Rahrig derzeit durch Anfragen und Meldungen von Reisrückkehrern gefordert. In diesem Monat erreichten das Amt schon 520 Anfragen zu geltenden Bestimmungen für Reiserückkehrer und insbesondere, wohin man sich wegen eines Corona-Tests wenden kann. Von den Rückkehrern kamen 90 Personen aus Risikogebieten. Des Weiteren informierte Rahrig über Hinweise aus den kommunalen Ordnungsämtern, dass vermehrt Verstöße gegen die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung festgestellt werden.

16.44 Uhr: Kurzfilmfestival "Kurzsuechtig" wird nach Corona-Absage nachgeholt

Nach der coronabedingten Absage im Frühjahr wird das Kurzfilmfestival "Kurzsuechtig" von diesem Mittwoch an in Leipzig nachgeholt. In fünf Wettbewerbskategorien werden nach Angaben der Veranstalter 31 Filme gezeigt. Sie stammen von Filmschaffenden aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und wurden aus mehr als 100 eingereichten Beiträgen ausgesucht. Das Festival hätte eigentlich schon im April stattfinden sollen, wurde aber wegen der Pandemie auf den 19. bis 23. August verlegt.

16.37 Uhr: Saisonstart unter Corona-Bedingungen - Theater Rudolstadt plant um

Zum Start in die neue Spielzeit dürfen Thüringens Theater wieder in geschlossenen Räumen spielen, doch wegen der Abstands- und Hygieneregeln planen die Rudolstädter Theatermacher massiv um. Fest steht bereits, dass der Manfred-Krug-Liederabend "Du bist heute wie neu" im September vom kleineren Schminkkasten auf die große Bühne verlegt und das Corona-Stück "Ellenbogen, Ellenbogen" am Premierentag zweimal hintereinander gespielt wird, wie Sprecherin Friederike Lüdde der Deutschen Presse-Agentur sagte. Denn wegen der nötigen Abstände im Zuschauerraum könnten nur deutlich weniger als die sonst üblichen 260 Besucher eingelassen werden. Vorerst würden jeweils nur 55 Karten im Vorverkauf angeboten, so Lüdde.

16.32 Uhr: SPD-Fraktion sieht Lockerungen der Anti-Corona-Regeln kritisch

Die Thüringer SPD-Landtagsfraktion hat die neuen Lockerungen von Anti-Corona-Regeln kritisiert. "Dass bei steigenden Zahlen von Neuinfektionen mit Covid-19 in Thüringen die Landesregierung die Corona-Regeln in vielen Bereichen lockert, kann ich nur bedingt nachvollziehen", sagte der SPD-Abgeordnete Thomas Hartung am Mittwoch.

16.17 Uhr: Clubbetreiber kämpfen mit Corona-Krise: „Was jetzt kaputt geht, bekommt man so nicht wieder zurück“

Die neue Corona-Verordnung des Landes sieht für viele Bereiche weitere Lockerungen vor. Zu den wenigen Ausnahmen gehören Diskotheken und Clubs – sie müssen weiter geschlossen bleiben. Dabei steht vielen Betreibern das Wasser schon bis zum Hals. Sie hoffen auf mehr Unterstützung seitens der Politik, deren Einordnung der Szene als Schlag ins Gesicht empfunden worden sei.

15.11 Uhr: Thüringer Verband will Karneval noch nicht abschreiben

Der Präsident des Verbandes der Thüringer Karnevalsvereine, Michael Danz, will die kommende Karnevalssaison noch nicht aufgeben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte wegen der Corona-Pandemie in Frage gestellt, ob im Winter Karneval stattfinden kann. „Wir stellen uns gegen solche pauschalen Absagen“, sagte Danz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei eine „Ohrfeige für alle, die sich bereits jetzt intensive Gedanken machen, wie es funktionieren kann“. Viele Vereine arbeiteten bereits an Konzepten. Auch sein Verband überlege, wie Infektionsschutzregeln etwa hinter der Bühne und auf den Umzugswagen eingehalten werden könnten, betonte Danz. „Wenn man es verbietet, feiern die Menschen am Ende vielleicht trotzdem - dann aber unorganisiert“, warnte er. Zudem seien die Vereine auf die Veranstaltungen angewiesen, um finanziell über die Runden zu kommen. Ein Verbot träfe seiner Ansicht nach aber auch Gastwirte. „Wir wissen, dass der Karneval nicht so stattfinden kann wie die vergangenen Jahre. Aber es sind durchaus Alternativen denkbar“, sagte Danz. Er könne sich unter anderem ein Ausschankverbot von Schnaps vorstellen sowie klare Zuschauer-Wege, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden.

14.25 Uhr: Gaststättenverband unzufrieden mit politischen Diskussionen zu Corona

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Thüringen hat von Bundes- und Landespolitikern klare Aussagen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise gefordert. Dass zum Beispiel Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Frage gestellt hat, ob die nächste Karnevalssaison stattfinden könne, habe zu einem Klima der Angst in der Branche beigetragen, sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Dirk Ellinger, am Mittwoch in Erfurt. Auch die Diskussion darum, ob die Weihnachtsmärkte im Land in diesem Jahr wieder öffnen dürften, sei viel zu früh geführt worden.

Seiner Meinung nach tragen solche Diskussionen dazu bei, dass in einer Studie des Dehoga die Thüringer Teilnehmer mit einem Umsatzrückgang für das Gesamtjahr von durchschnittlich 50 Prozent rechneten, sagte Ellinger. Sollte sich die Befürchtung bewahrheiten, werde die Branche 600 Millionen Euro Umsatz verlieren. Zum Vergleich 2019 betrug der Branchenumsatz im Freistaat etwa 1,2 Milliarden Euro.

14 Uhr: Patientenschützer fordern Corona-Pflichttests in der Pflege

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert Corona-Pflichttests in der Pflege. Während Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verbindliche Tests für Reiserückkehrer anordne, fehlten „bis heute verpflichtende Präventiv-Tests für Pflegebedürftige, Angehörige und Altenpflegekräfte“, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Die Altenpflege müsse vor einer zweiten Infektionswelle geschützt werden. Brysch warf dem Gesundheitsminister vor, bisher kaum Initiative zu zeigen, Pflegebedürftige dort zu schützen, wo sie lebten. „Allein über 818.000 Menschen leben in Pflegeheimen. Sie alle wieder zu isolieren, darf gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert werden.“

13.14 Uhr: Corona-Krise: Uniklinik Jena rechnet mit großen Kostensteigerungen

„Die Jenaer Klinik wird in Zukunft anders aussehen!“ So viel steht für Brunhilde Seidel-Kwem, die Vorstandssprecherin des Jenaer Klinikums, ein halbes Jahr nach dem Beginn der Corona-Pandemie fest. Mit geballter medizinischer und kaufmännischer Kraft wurde am Dienstag Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee erläutert, warum sich das Land auf große Kostensteigerungen in Thüringens einzigem Universitätsklinikum einstellen muss.

13.05 Uhr: Unstrut-Hainich-Kreis bereitet sich auf mögliche zweite Corona-Welle vor

Der Unstrut-Hainich-Kreis bereitet sich auf einen Anstieg von Covid-19-Infektionen und die Ausweitung von Abstrich-Tests vor. Um bei einer zweiten Welle das Aufkommen bewältigen und die Qualität der Tests gewährleisten zu können, arbeitet der Landkreis künftig mit dem Kreisverband Mühlhausen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zusammen. Je nach Entwicklung der Infektionsgeschehens sollen die Mitarbeiter des DRK den Fachdienst Gesundheit unterstützen und Abstriche stationär im Barbaraheim oder bei einem eventuellen Ausbruch auch in Einrichtungen und Betrieben oder mobil durchführen.

13 Uhr: Drei Neuinfektionen im Ilm-Kreis

Mit Stand vom 19. August 2020 sind dem Gesundheitsamt 157 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt. Es gab in den vergangenen 24 Stunden drei Neuinfektionen. 146 Fälle gelten als genesen, sechs sind verstorben. Es befinden sich 5 Fälle und die dazu gehörigen Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden zwei Verdachtsfälle isoliert behandelt, davon keiner intensivmedizinisch. Zwei der Neuinfektionen wurden am gestrigen Nachmittag (18.08.20) festgestellt. Dabei handelt es sich um eine Frau und eines ihrer Kinder, der Test des zweiten Kindes fiel negativ aus. Das Gesundheitsamt hat die Kontaktpersonen ermittelt. Die Quarantänen wurden gestern ausgesprochen und die Abstrichuntersuchungen laufen. Der 3. Fall einer Neuinfektion wurde am heutigen Vormittag bekannt. Es handelt sich um eine Reiserückkehrerin aus dem Urlaub. Auch hier wurde die Quarantäne ausgesprochen und die Kontaktpersonen ermittelt.

12.40 Uhr: Land unterstützt Start-ups in Not mit 20-Millionen-Euro-Fonds

Mit einem 20 Millionen Euro schweren "Zukunftsfonds" will die Thüringer Landesregierung Start-ups unterstützen, die wegen der Corona-Krise in Not geraten sind. Über den Fonds biete das Land für Unternehmen jeder Größe Beteiligungen in Höhe von maximal fünf Millionen Euro sowie Darlehen bis maximal zwei Millionen Euro, teilte das Thüringer Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Der Fonds sei bereits Anfang August gestartet und soll bis Mitte 2028 laufen. Die Investitionsphase dauere bis Ende 2021. Erträge aus den Beteiligungen sollen wieder in den Fonds einfließen, hieß es.

12.35 Uhr: Schleizer Pflegeheime hoffen auf Ausbleiben der zweiten Corona-Welle

Seitdem Mitte März die coronabedingten Besuchsbeschränkungen in den Pflegeheimen Einzug hielten, konnten viele Bewohner ihre Angehörigen nicht mehr sehen und erst recht nicht umarmen. Wie bereiten sich die Betreiber von Senioreneinrichtungen im Saale-Orla-Kreis auf eine mögliche zweite Corona-Welle vor, die nach der Urlaubszeit über Deutschland schwappen könnte?

12.30 Uhr: Insgesamt drei neue Corona-Infektionen in Erfurt bestätigt

Mit Stand vom Mittwochmorgen wurden in Erfurt insgesamt 165 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Damit hat sich die Zahl seit gestern um drei erhöht. Die Neuinfektionen wurden bei Reiserückkehrern festgestellt. Eine infizierte Person befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung. Von 165 Corona-Infizierten gelten 145 als genesen, zwei mehr als gestern. Zwei Personen mit Corona-Infektion sind im Frühjahr verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 18 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

11.15 Uhr: Trotz Corona: Thüringer Einzelhandel steigert Umsatz Halbjahr

Trotz der Corona-Pandemie und des wochenlangen Lockdowns hat der Thüringer Einzelhandel seinen Umsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Nach vorläufigen Zahlen lagen die Umsätze in den ersten sechs Monaten um 2,3 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2019, wie das Thüringer Landesamt für Statistik am Mittwoch mitteilte. Besonders stark war der Anstieg beim Einzelhandel, der nicht in Verkaufsräumen und nicht an Ständen oder auf Märkten stattfindet. Dazu zählen etwa der Brennstoff- und der Onlinehandel. Unternehmen dieser Kategorie steigerten ihre Umsätze den Daten zufolge um 14 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019. Zwar stieg auch die Gesamtzahl der Beschäftigten im Einzelhandel, allerdings gab es weniger Vollzeitbeschäftigte, während in der Branche mehr Menschen (+3,2 Prozent) in Teilzeit arbeiteten. Nach Angaben der Statistiker sind rund zwei Drittel der Arbeitnehmer im Einzelhandel in Teilzeit beschäftigt.

11 Uhr: Zwei positive Befunde am Wochenende am Erfurter Flughafen

Bei den Corona-Tests am Flughafen Erfurt-Weimar sind seit Inbetriebnahme der Teststelle am vergangenen Samstag zwei Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus festgestellt worden. Jedoch ließen sich nicht alle Reisenden testen.

9 Uhr: Neue Ansteckung im Kreis Nordhausen

Im Landkreis Nordhausen ist eine neue Corona-Infektion registriert worden, teilt das Landratsamt mit. Dabei handelt es sich um eine Folgeinfektion, die im Zusammenhang mit den in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Infektionen steht. Das Gesundheitsamt des Landkreises hat wie gewohnt die Kontaktpersonen ermittelt und die Quarantäne veranlasst. Damit sind jetzt seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 72 Corona-Infektionen bei Bewohnern des Kreises Nordhausen bestätigt worden.

8 Uhr: Konjunktur bei Videosprechstunden in Arztpraxen wegen Corona

Videosprechstunden waren in Thüringer Arztpraxen trotz Erlaubnis zur Fernbehandlung bislang eher selten. In der Corona-Pandemie hat die Furcht vor Ansteckung in der Praxis zu einem Aufschwung geführt. Es bleibt nach Einschätzung von Fachleuten aber noch Luft nach oben.

7.10 Uhr: Industrieverband verlangt Ausweitung der Kapazitäten für Corona-Tests

Die deutsche Industrie hat die Bundesregierung und die Länder wegen ihrer Strategie bei den Corona-Tests heftig kritisiert. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch) eine Erhöhung der Testkapazitäten. „Damit in den kommenden Monaten wirtschaftliche Aktivität möglich bleibt, muss insgesamt viel großflächiger und einheitlicher getestet werden“, sagte Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Die Bundesregierung hinke ihrem eigenen Anspruch, die Kapazitäten auf 4,5 Millionen Tests pro Woche zu steigern, „meilenweit hinterher“. Die Verbandsvertreterin warnte vor schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen. „Es darf nicht sein, dass Betrieben der Produktionsstopp droht, weil sich ihre Beschäftigten in Quarantäne begeben müssen aufgrund mangelnder Testkapazitäten, langwieriger Befundübermittlung per Fax und Telefon sowie lückenhafter Absprachen mit überlasteten Hausärzten und Gesundheitsbehörden“, so Plöger. Bund und Länder müssten ihre gemeinsame Handlungsfähigkeit beweisen. „Die Stabilisierung der wirtschaftlichen Aktivität ist in Gefahr.“Die BDI-Vertreterin warnte vor steigenden Infektionszahlen und kritisierte ein aus ihrer Sicht „noch immer nicht flächendeckend vorhandenes Testangebot“ für Reiserückkehrer.

6 Uhr: Spahn kann sich Karneval im kommenden Winter nicht vorstellen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich wegen der Corona-Pandemie skeptisch geäußert, ob im kommenden Winter Karneval stattfinden kann. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in einer Telefonschaltkonferenz des Gesundheitsausschusses: „Ich war selbst Kinderprinz und komme aus einer Karnevalshochburg. Ich weiß also, wie wichtig Karneval für viele Millionen Deutsche ist. Aber: Ich kann mir Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie schlicht nicht vorstellen. Das ist bitter, aber so ist es.“

Die Zeitung beruft sich auf Angaben aus Teilnehmerkreisen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war Spahn von Mitgliedern des Ausschusses nach seinen Äußerungen zu Familienfeiern und Festen gefragt worden und was dies mit Blick auf den Karneval bedeuten würde. Spahn hatte angeregt, wegen des Ansteckungsrisikos noch einmal über die erlaubte Größen von privaten Festen zu sprechen.

5.30 Uhr: Marburger Bund will einheitliche Gäste-Obergrenze für Feiern

Der Ärzteverband Marburger Bund fordert im Kampf gegen das Coronavirus bundesweit einheitliche Vorgaben für Feste und Feierlichkeiten. „Um Ansteckungsrisiken auch im Herbst und Winter zu verringern, sollten sich die Länder bald auf einheitliche Regeln für private und öffentliche Feiern aller Art verständigen“, sagte die Vorsitzende Susanne Johna.

Wichtig seien etwa Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften. „Je größer die Zahl der Feiernden gerade in geschlossenen Räumen ist, desto wahrscheinlicher ist ein Mensch dabei, der die anderen ansteckt“, warnte Johna. Wenn die Infektionszahlen wieder stark stiegen, seien 150 Gäste bei einer Familienfeier oder einer Party in Innenräumen zu viel.

Gerade die Jüngeren müssten daran erinnert werden, Ansteckungsrisiken zu vermeiden. Viele seien sorglos, weil sie auf die hohe Quote der Genesenden in Deutschland schauten. „Doch sie vergessen dabei, dass darunter auch Menschen erfasst werden, die an schweren Langzeitschäden leiden, zum Beispiel an chronischer Erschöpfung oder Herzmuskelentzündungen. Sie haben Covid-19 überlebt, sind aber nicht gesund“, warnte die Medizinerin. „Es gibt Schätzungen, dass der Anteil der an Covid-19 erkrankten Patienten mit Folgeschäden im oberen einstelligen Bereich liegt.“

18.August

19.20 Uhr: Stadt Weimar meldet drei neue Covid-19-Fälle

Drei neue Covid-19-Fälle hat das Gesundheitsamt der Stadt am Montag gemeldet. Sie traten in einer Familie auf, in der es bereits vorher Infektionen gab. Weil nach dem Wochenende zudem eine Person als genesen eingestuft wurde, gibt es in Weimar derzeit fünf akut Kranke.

18.01 Uhr: Corona-Krise führt zu mehr Anrufen wegen Ruhestörung in Erfurt

In der Landeshauptstadt haben sich Stadtverwaltung und Polizei zusammengetan, um am Wochenende ab dem späten Abend für mehr Ruhe an öffentlichen Plätzen zu sorgen. Polizisten und Mitarbeiter des Bürgeramtes seien seit dem 7. August von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag gemeinsam unterwegs, um gerade an beliebten öffentlichen Orten problematische Lärmpegel zu deckeln. Zwar seien städtische Beamte schon in der Vergangenheit gemeinsam unterwegs gewesen, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Dabei gehe es etwa um zu laute Musik aus Boxen, aber auch um lautstarke Gespräche.

18 Uhr: Staatliche Theater in Thüringen können wieder öffnen

Nach mehr als fünf Monaten dürfen staatlich geförderte Theater in Thüringen ab Ende August unter Auflagen wieder öffnen. Das sieht eine neue Corona-Grundverordnung vor, die am Dienstag von Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) unterzeichnet wurde, wie das Erfurter Gesundheitsministerium mitteilte. Die Verordnung tritt am 30. August in Kraft.

17.59 Uhr: Gaststättenverband stellt Branchenumfrage in Corona-Krise vor

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Thüringen will am Mittwoch eine Umfrage unter Unternehmen der Branche zu deren Lage in der Corona-Pandemie vorstellen. Diese zeige vor allem, dass zum Beispiel Restaurants und Cafés zwar bei gutem Wetter augenscheinlich wieder gut besucht seien, sagte eine Sprecherin des Verbandes. Allerdings müssten viele Unternehmen der Branche in Folge der Coronakrise noch immer mit hohen Umsatzeinbußen umgehen. Bislang lägen die Umsätze in der Branche etwa 35 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

17.59 Uhr: Keine Besuchsbeschränkungen mehr in Thüringer Pflegeheimen

Bewohner von Pflegeheimen dürfen in Thüringen ab Ende August bei niedrigen Corona-Fallzahlen wieder uneingeschränkt Besuch empfangen. Dies gilt laut einer neuen Grundverordnung, solange die Corona-Infektionen auf Kreisebene unter einem Schwellenwert bleiben, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte.

17.57 Uhr: Thüringen lockert Regeln für größere Familienfeiern

Größere Familienfeiern in geschlossenen Räumen müssen nach einer ab Ende August geltenden Grundverordnung in Thüringen erst ab 50 und nicht wie bisher ab 30 Personen gemeldet werden. Die entsprechende neue Corona-Grundverordnung wurde am Dienstag von Thüringens Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) unterzeichnet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im Freien liegt die Grenze für eine Anzeigepflicht bei 100 Teilnehmern. Bundesweit - und auch in Thüringen - waren zuletzt die Zahlen von Neuinfektionen wieder gestiegen.

16.51 Uhr: Auch Taxi- und Mietwagengewerbe leidet unter Corona

Durch die Corona-Krise hat auch das Taxi- und Mietwagengewerbe in Thüringen stark zu leiden. Nach Angaben der Branchenverbände haben die Geschäfte enorm nachgelassen, teilt MDR Thüringen mit. Der Landesverband der Taxi- und Mietwagenunternehmen spricht von etwa 40 Prozent Minus, der Verband des Verkehrsgewerbes teilweise sogar von circa 80 Prozent. Hauptgründe seien abgesagte Veranstaltungen, zwischenzeitlich geschlossene Kneipen und weggebrochene Schülertransporte. In Thüringen gibt es knapp 700 zumeist kleinere Taxi- und Mietwagenfirmen.

16.47 Uhr: Zahl der positiven Corona-Tests am Flughafen unbekannt

Nach zahlreichen Corona-Tests von Reiserückkehrern am Flughafen Erfurt-Weimar ist die Zahl der positiv Getesteten nicht bekannt. Das Gesundheitsministerium verwies auf die Gesamtstatistik für den Freistaat. Wie eine Sprecherin MDR Thüringen sagte, kommen die Ergebnisse dort nicht einzeln an. Wie viele von den 139 Tests vom Wochenende positiv sind, könne aus Datenschutzgründen nicht gesondert erfasst und weitergegeben werden. Die Ergebnisse werden den Getesteten demnach innerhalb von 24 bis 48 Stunden mitgeteilt und im Fall eines positiven Tests dem zuständigen Gesundheitsamt. Das Landesverwaltungsamt konnte ebenfalls keine Angaben zu den Tests am Flughafen machen.

16.31 Uhr: Theater Altenburg-Gera richtet neue Saison auf Corona-Spielplan aus

Das Theater Altenburg-Gera wird sich im September nur mit einem speziellen Corona-Spielplan beim Publikum zurückmelden. Die Theaterleitung habe entschieden, dass der im Juni vorgestellte reguläre Spielplan vorerst nicht realisiert werden könne, sagte Sprecher Toni Rack am Dienstag. Grund sind die weiter geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Stattdessen werde nun auf "Plan C" umgestellt, der in der kommenden Woche im Detail präsentiert werden soll. Er werde zunächst bis Dezember gelten. Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. September, die neue Spielzeit 2020/21 wird am 12. September in Gera mit einer Gala eingeläutet.

16.22 Uhr: Gesundheitsministerium warnt vor Unachtsamkeit bei privaten Feiern

Das Thüringer Gesundheitsministerium hat zur Einhaltung der Anti-Corona-Regeln bei privaten Feiern und Festen aufgerufen. "Bleiben Sie auch weiter achtsam und handeln Sie verantwortungsvoll Ihren Mitmenschen gegenüber. Seien Sie auch im privaten Bereich wachsam und halten Sie sich an die Regeln", erklärte Staatssekretärin Ines Feierabend am Dienstag in Erfurt. Sie erinnerte daran, dass private Feiern in Thüringen ab einer bestimmten Teilnehmerzahl bei den Gesundheitsbehörden angezeigt werden müssen. Bei Feiern im Freien liegt die Grenze bei 75 Menschen, in geschlossenen Räumen bei 30 Menschen.

14.55 Uhr: Kein neuer Corona-Fall im Kyffhäuserkreis

Unverändert entspannt ist die Corona-Lage im Kyffhäuserkreis. Wie schon seit einigen Tagen gibt es nur einen aktiven Corona-Fall in der Region. Weiterhin müssen sich drei Personen in häuslicher Quarantäne aufhalten. Die Gesamtzahl aller mit Corona Infizierten beträgt aktuell 56. Davon gelten 55 Personen als genesen, so die Kreisverwaltung am Dienstagnachmittag.

13.40 Uhr: Drei Corona-Infektionen im Wartburgkreis

In der kreisfreien Stadt Eisenach gibt es mit Stand vom 18. August, 13 Uhr, keinen aktuellen Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Im Wartburgkreis sind weiter drei Menschen an Covid-19 erkrankt, zwei in Gerstungen und einer in Geisa. Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr dieses Jahres sind insgesamt 139 Menschen in der Wartburgregion an Covid-19 erkrankt, davon 35 in der kreisfreien Stadt Eisenach und 104 im Wartburgkreis.

13.30 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen im Landkreis Gotha

Die Gesamtzahl der bislang positiv auf das Coronavirus getesteten Personen ist im Landkreis Gotha von Montag zu Dienstag um drei auf 331 gestiegen. Aktuell gelten 295 Menschen als genesen. Sechs sind Stand Dienstagvormittag erkrankt, einer weniger als am Tag zuvor. Einer davon wird stationär behandelt. 30 Menschen sind im Landkreis Gotha bisher an oder mit Covid-19 gestorben.

12.50 Uhr: Zwei neue Corona-Infektionen in Erfurt bestätigt

Stand Dienstagmorgen wurden in Erfurt insgesamt 162 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Damit hat sich die Zahl, die seit Freitag stabil war, um zwei erhöht. Die Neuinfektionen wurden bei Reiserückkehrern festgestellt. Eine infizierte Person befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung. Von 162 Corona-Infizierten gelten seit heute 143 als genesen. Zwei Personen mit Corona-Infektion sind im Frühjahr verstorben. Damit gibt es in Erfurt aktuell 17 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus.

12.15 Uhr: 50 Prozent Umsatzeinbußen in Thüringer Hotels und Pensionen

Thüringer Hotels, Gasthöfe und Pensionen haben landesweit zwischen Januar und Juni im Durchschnitt etwa die Hälfte ihres Umsatzes eingebüßt. Laut Landesamt für Statistik beträgt der Umsatzrückgang für das erste Halbjahr 48,7 Prozent. Knapp zehn Prozent der Beschäftigten wurden entlassen. Knapp zwei Drittel von ihnen waren Teilzeitkräfte.

12 Uhr: Corona-Proteste führen nicht zum Erstarken von Bürgerwehren

Die in Thüringen offiziell den Behörden bekannten Bürgerwehren sind nach Einschätzung des Landesverfassungsschutzes nur noch im Internet aktiv. Daran haben auch die jüngsten Corona-Proteste nichts geändert. Dass zuletzt immer wieder Menschen auf die Straße gegangen waren, um gegen Corona-Beschränkungen zu protestieren, habe nicht dazu geführt, dass die Bürgerwehren den digitalen Raum wieder verlassen hätten, sagte eine Sprecherin des Verfassungsschutzes der Deutschen Presse-Agentur. Hier lesen Sie mehr.

11.50 Uhr: Dritte Neuinfektion im Saale-Holzland-Kreis

Dem Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreises wurde gemeldet. Nach Angaben des Landratsamtes handelt sich wiederum um eine junge Frau, die als Reiserückkehrerin aus einem Nicht-Risikogebiet in den Landkreis zurückgekommen ist. Das Gesundheitsamt ermittelt aktuell die Kontaktpersonen.

11.20 Uhr: Keine Neuinfektionen im Ilm-Kreis

Mit Stand vom 18. August 2020 sind dem Gesundheitsamt weiterhin 154 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt. Es gab in den letzten 24 Stunden keine Neuinfektionen. 146 Fälle gelten als genesen, sechs sind verstorben. Es befinden sich zwei Fälle und die dazu gehörigen Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden vier Verdachtsfälle isoliert behandelt, davon keiner intensivmedizinisch.

11 Uhr: Vermehrt Kontrollen der Maskenpflicht im Landkreis Gotha

Aufgrund vermehrter Beschwerden und Hinweisen aus der Bevölkerung intensiviert der Landkreis Gotha ab sofort seine Kontrollen der Maskenpflicht in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs. Das kündigt die Pressestelle des Landratsamtes an. Nach aktueller Verordnung ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bussen und Bahnen obligatorisch.

8 Uhr: Sieben aktive, keine neuen Corona-Fälle in Gera

Mit dem Stand Dienstag, 8 Uhr, verzeichnete man insgesamt 271 positiv getestete Personen. Das bedeutet zugleich vom Montag zum Dienstag in der Stadt Gera. Insgesamt 242 Personen und damit eine mehr als am Vortag sind wieder genesen.

17. August

20.40 Uhr: Landratsamt untersagt Party in Swingerclub bei Ohrdruf

Eine geplante Saunaclub-Party in Ohrdruf musste vom Landratsamt Gotha abgesagt werden. Zu der frivolen Tanzparty mit insgesamt sechs DJs wurde vom Veranstalter mit mehreren hundert Gästen gerechnet. Hier lesen Sie den ganzen Artikel.

19 Uhr: Drei neue Covid-19-Fälle in Weimar

Drei neue Covid-19-Fälle hat das Gesundheitsamt der Stadt am Montag gemeldet. Sie traten in einer Familie auf, in der es bereits vorher Infektionen gab. Weil nach dem Wochenende zudem eine Person als genesen eingestuft wurde, gibt es in Weimar derzeit fünf akut Kranke.

15.40 Uhr: Keine Neuinfektion im Kyffhäuserkreis

Die Zahl der bestätigten Covid19-Infektionen bleibt im Kyffhäuserkreis bei 56. Im ehemaligen Altkreis Sonderhausen wird derzeit eine Kontaktperson und im Altkreis Artern werden zwei Kontaktpersonen betreut. Diese sind Reiserückkehrer. Es gibt keine Veränderungen bei den Infizierten und Kontaktpersonen seit dem 14. August.

15.02 Uhr: Landkreis Eichsfeld seit einer Woche ohne Corona-Fall

Der Landkreis Eichsfeld ist jetzt wieder seit einer Woche von einem neuen Corona-Fall verschont geblieben. Es bleibt bei bislang einer aktuellen Infektion, heißt es auf Nachfrage aus dem Landratsamt. Und in diesem einen Fall befänden sich sechs Kontaktpersonen in Quarantäne. Die sogenannte Corona-Hotline des Landkreises werde weiter aufrecht erhalten. Das Gesundheitsamt bittet, dass trotz der derzeit geringen Fallzahlen die Maskenpflicht und den empfohlenen Abstands- und Hygieneregeln weiterhin Folge geleistet wird. „Sollten Menschen kürzlich von einer Auslandsreise zurückgekehrt sein, so möchten sie sich bitte an die für sie geltenden Hinweise halten.“ Auf der Website des Landratsamtes seien diese Bestimmungen für Reiserückkehrer bereits hinterlegt.

14.30 Uhr: Uniklinik in Jena hat erste Thüringer Post-Covid19-Ambulanz

Wer eine Covid19-Erkrankung übersteht, kämpft oft mit schweren Folgeerscheinungen. Um diese Langzeitfolgen von Covid19-Erkrankten besser behandeln zu können, hat die Uniklinik in Jena eine sogenannte Post-Corona-Ambulanz eingerichtet. Wer dort alles behandelt und wie man dort einen Termin bekommt, erfahren Sie hier.

13 Uhr: Lehrer und Erzieher können sich ab heute testen lassen

Zwei Wochen vor dem Start ins neue Schuljahr können sich Thüringens Lehrer und Erzieher seit Montag freiwillig auf eine Corona-Infektion testen lassen. Die Kosten dafür trägt das Land. Dazu müssen die Beschäftigten von Schulen und Kindergärten selbst einen Termin beim Arzt oder einer Abstrichstelle vereinbaren, wie aus Informationen des Bildungsministeriums auf dessen Internetseite hervorgeht. Die Rede ist von rund 44.000 Beschäftigten, für die ein solcher Test in Frage kommt.

11.50 Uhr: Keine Neuinfektionen übers Wochenende im Ilm-Kreis

Mit Stand vom 17. August 2020 sind dem Gesundheitsamt weiterhin 154 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion im Ilm-Kreis bekannt. Es gab über das Wochenende keine Neuinfektionen. 144 Fälle gelten als genesen, sechs sind verstorben. Es befinden sich vier Fälle und die dazu gehörigen Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden fünf Verdachtsfälle isoliert behandelt, davon keiner intensivmedizinisch.

7.10 Uhr: Corona-Fragen blockieren Servicenummer 116 117

Mit steigenden Infektionszahlen häufen sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung allgemeine Anfragen rund ums Coronavirus. Sie appelliert in diesem Zusammenhang erneut dringend an die Thüringer nicht die 116 117 anzurufen, sondern stattdessen dies zu tun.

7 Uhr: Untersuchungen zum Schulstart verzögern sich wegen Corona

Wegen der Corona-Pandemie und wieder steigender Infektionszahlen sind die Gesundheitsämter in Thüringen derart eingespannt, dass sie nicht alle Erstklässler vor der Einschulung untersuchen können. Auch die Vorsorgeuntersuchungen der 4. und 8. Klassen sind betroffen. Hier lesen Sie mehr.

16. August

18 Uhr: Fehlstart für Corona-Abstrichstelle am Erfurter Flughafen

Lange Gesichter gab es am Sonntagvormittag am Erfurter Flughafen. Das am Samstag eröffnete Corona-Testlabor für Urlaubsrückkehrer war bereits mit mehreren Mitarbeitern des ASB Erfurt besetzt, damit sich die Passagiere des aus dem bulgarischen Corona-Risikogebiet Warna angekündigten Ferienfliegers gleich testen lassen können. Doch erst verzögerte sich die Landung um eine knappe Stunde, dann kam die nächste schlechte Nachricht.

16 Uhr: Seltenere Haarschnitte: Friseure beklagen Umsatzeinbußen

Als die Friseure in Deutschland nach wochenlanger Zwangspause im Mai wieder öffneten, war der Ansturm der Kunden groß. Nun aber hat sich die Lage beruhigt - und viele Verbraucher halten sich in der Corona-Krise mit Besuchen in Salons zurück. Den mehr als 80.000 Salons in Deutschland machen zudem die strengen Hygienevorschriften zu schaffen. Wegen Abstandsregeln seien arbeitsteilige Abläufe unter Kollegen nicht möglich. So ließen sich deutlich weniger Kunden versorgen als zuvor. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten auch Friseursalons in Deutschland ihre Türen schließen. Nach sechs Wochen Shutdown durften sie unter strengen Hygieneregeln Anfang Mai wieder öffnen und erlebten einen Ansturm von Kunden, die sehnlich auf einen Haarschnitt gewartet hatten. Ganz aufholen ließen sich die Einbußen aber nicht mehr.

15.20 Uhr: Mallorca unter Schock

Es ist ein Schock für Mallorca und für ganz Spanien: Mit der offiziellen Reisewarnung Berlins für die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen und für das gesamte spanische Festland verschwindet für Spaniens Tourismus die letzte Hoffnung, das Urlaubsjahr 2020 noch retten zu können. Schon Stunden nach Verschärfung der deutschen Reisehinweise hagelte es bei den spanischen Hoteliers Buchungsabsagen aus Deutschland.

14.55 Uhr: Nach Bayerns Testpanne: Von 46 positiv Getesteten fehlt noch jede Spur

Nach der Test-Panne trägt Bayern weiter unter Hochdruck die genauen Zahlen zusammen. Am Sonntag gab es noch immer keine Klarheit bei der Benachrichtigung von getesteten Reiserückkehrern. Von 46 fehlte auch am Sonntag noch jede Spur. Die Panne hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, weil die Gefahr besteht, dass positiv Getestete ohne Wissen über ihre Infektion zahlreiche weitere Menschen angesteckt haben könnten. Die positiv Getesteten kamen nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nicht ausschließlich aus Risikogebieten und waren insofern auch nicht zwingend zu einer zweiwöchigen Quarantäne nach ihrer Einreise nach Deutschland verpflichtet.

11.30 Uhr: Scholz will Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld verlängern

Wegen der Corona-Krise möchte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) die Auszahlung des Kurzarbeitergelds ausweiten. „Ich will die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern“, sagte der Vizekanzler der „Bild am Sonntag“. Die Pandemie werde in den nächsten Wochen ja nicht plötzlich verschwinden. Grundsätzlich gilt derzeit eine Befristung für Kurzarbeitergeld auf maximal zwölf Monate. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer aber bereits jetzt auf bis zu 21 Monate verlängert werden. Bereits im Juni hatten sich die Wirtschaftsminister der Länder dafür ausgesprochen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern. Die Zahl der Kurzarbeiter lag im Mai bei 6,7 Millionen.

10 Uhr: Vier weitere Corona-Fälle in den vergangenen 24 Stunden

In Thüringen sind mit Stand Sonntagvormittag vier neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden hinzugekommen. Seit Beginn der Pandemie im März haben sich somit 3504 Menschen im Freistaat nachweislich mit dem Virus infiziert. Wegen des Wochenendes kann es aber zu Meldeverzögerungen kommen. 186 mit dem Virus infizierte Menschen starben.

15. August

17.45 Uhr: Thüringer-Wald-Firmenlauf abgesagt

Der beliebte Thüringer-Wald-Firmenlauf ist abgesagt worden. Angesichts der Entscheidung von Bund und Ländern, bis mindestens 31. Oktober keine Großveranstaltungen zu genehmigen, sei das Ereignis nicht durchführbar. Der Lauf findet seit 2009 jährlich statt und verzeichnete 2019 einen Teilnehmerrekord: 4777 Läufer und Nordic Walker aus 347 Unternehmen hatten sich angemeldet.

15 Uhr: Baerbock fordert Corona-Tests für alle Lehrer und Erzieher nach Urlaub

Alle Lehrer und Erzieher sollten aus Sicht von Grünen-Chefin Annalena Baerbock nach dem Urlaub auf Corona getestet werden. „Testangebote gibt es ja mittlerweile in vielen Bundesländern - allerdings freiwillig und stichprobenartig“, sagte Baerbock. „Die ersten Ausfälle von Schulen und Kitas nach den Sommerferien zeigen aus meiner Sicht, dass jede Lehrerin und jeder Erzieher, die aus dem Urlaub kommen, erstmal getestet werden sollten.“ Während Kinder und Jugendliche zum Pandemieschutz nach Jahrgängen getrennt würden, wechselten an vielen Schulen die Lehrer von Klasse zu Klasse. Kinder seien die Corona-Verlierer, warnt die Grünen-Chefin. Im Interview sagt sie, was an den Schulen besser laufen muss.

14.18 Uhr: IG Metall schlägt Vier-Tage-Woche zur Rettung von Jobs vor

Zur Rettung Tausender in der Corona-Krise gefährdeter Jobs in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall die Viertagewoche.

13.05 Uhr: Kontrolle der Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen der Erfurter Bahn

Nicht alle Bahnkunden halten sich an die Hygienevorgaben. Die Erfurter Bahn reagiert jetzt so, um Fahrgäste und Mitarbeiter zu schützen.

12.10 Uhr: Jenaer Rechtsamts-Chef findet: „Verfolgungsdruck müsste höher sein“

Die Stadtverwaltung hat bislang 134 Verfahren eingeleitet zu Verstößen gegen das Infektionsschutzkonzept. Martin Pfeiffer, Leiter des Fachbereichs Recht und Personal der Stadt, empfindet diese Zahl „als relativ wenig“. Angesichts der im Stadtbild sichtbaren Verstöße etwa gegen die Mund-Nase-Schutz-Pflicht sei jene Verfahrenszahl verschwindend gering, sagte Pfeiffer. „Der Verfolgungsdruck müsste höher sein.“ Er wisse andererseits, dass die kontrollierenden Kollegen vom Ordnungsamt „häufig in unflätiger Weise“ beschimpft würden. Zudem wäre es aus Pfeiffers Sicht schön, gäbe es mehr Amtshilfe durch die Polizei.

10.55 Uhr: Thüringer Fußball-Verband beschließt Quotientenregelung

Der Thüringer Fußball-Verband bringt nun doch die Quotientenregelung bei der Wertung der durch die Corona-Pandemie abgebrochenen Saison 2019/2020 im Erwachsenenbereich zur Anwendung. Das beschloss der Vorstand am Freitagabend. Zuvor war die auf dem Außerordentlichen Verbandstag beschlossene Annullierung der Saison gerichtlich für nicht regelkonform erklärt worden. Nach dem Beschluss gibt es wie in 19 weiteren Landesverbänden nun doch Aufsteiger, Absteiger jedoch nicht. Das neue Spieljahr soll in Thüringen ab September beginnen. Zudem fasste der TFV-Vorstand einen Beschluss zur Änderung der Spielordnung. Sollte eine Saison künftig abgebrochen werden müssen, wird bei mehr als 50 Prozent absolvierter Spiele die Quotientenregelung bei der Entscheidung über Auf- und Abstieg angewendet. Sind weniger als 50 Prozent der Begegnungen gespielt, wird die Saison annulliert.

10.33 Uhr: Corona-Teststation am Erfurter Flughafen eröffnet

Passagiere aus Nicht-Risikogebieten können sich ab sofort am Flughafen Erfurt freiwillig testen lassen, 13 von 39 Rückkehrern von der griechischen Insel Rhodos nahmen das Angebot am Samstagmorgen an Der Test-Bescheid soll per SMS mitgeteilt maximal nach 48 Stunden zugestellt werden. Pannen wie in Bayern sollen ausgeschlossen sein.

10.01 Uhr: Vom Mundschutz in Region Schmölln zunehmend die Nase voll

Trotz der Corona-Gefahr und wieder deutlich gestiegener Zahl der Infizierten treten Urlauber Reisen in Risikogebiete an. Doch auch zu Hause werden immer mehr Leute nachlässig: Beim Einkaufen oder im Bus wird zunehmend aufs Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verzichtet. Andere tragen die Maske zwar, doch lassen sie die Nase frei, obwohl ja sowohl Mund als auch Nase von Stoff bedeckt sein sollen. Eine Umfrage im Altenburger Land. Auch in einer Saalfelder Kita wird berichtet, wie der Mundschutz ,

9.21 Uhr: Erfurter Tafel erfährt neue Solidarität in Zeiten von Corona

Viele Tafeln mussten während des Lockdowns schließen. Die, die weitermachten, erlebten eine Welle der Hilfsbereitschaft – so auch die in der Erfurter Auenstraße.

9.01 Uhr: Thüringer Zahnärzte kritisieren WHO-Empfehlung

Die UN-Organisation warnt: Zahnbehandlungen sollen zurückgestellt werden, um die Ausbreitung von Corona zu verhindern. .

8.44 Uhr: Stille vor erstem Ton: Weimarer Studenten über Zukunft in Corona-Zeiten

Corona legt auch den Musikbetrieb an die kurze Leine. Drei Studenten der Musikhochschule Weimar erzählen, was das für ihre Zukunft bedeutet.

8.28 Uhr: Ärztekammer fordert Gleichstellung – Gesundheitsdienst soll gestärkt werden

Die Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sollen denen in Kliniken und Kassen vertraglich gleichgestellt werden. Das fordert die Landesärztekammer.

8 Uhr: Wegfall von Hilfen belastet pflegende Angehörige in Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht von Pflegefachleuten die Belastungen für Familien, die pflegebedürftige Angehörige zu Hause betreuen, verschärft. „Ein großes Problem war das plötzliche Wegbrechen der kompletten ehrenamtlichen Angebote“, so Jenas Seniorenbeauftragte Franziska Wächter. Das gelte etwa für Seniorenvereine und Besuchsdienste, die mit Pflegebedürftigen spazieren gehen und so die Familien zeitweise entlasten. Gravierend sei zudem die Schließung von Einrichtungen zur Tagespflege gewesen, in denen Pflegebedürftige stundenweise betreut werden können. In Thüringen leben nach amtlicher Statistik mindestens 115.000 (Stand 2017) Pflegebedürftige. Bei mehr als der Hälfte ist die Betreuung ausschließlich Sache der Angehörigen.