Ansicht der Dornburger Schlösser aus dem Jahr 1600 entdeckt

Dornburg-Camburg.  Ein Zufallsfund zeigt die älteste bisher bekannte Ansicht der Dornburger Schlösser.

Diese bisher älteste Darstellung der Dornburger Schlösser wurde im Fundus der Kunstsammlungen der Veste Coburg jetzt entdeckt.

Diese bisher älteste Darstellung der Dornburger Schlösser wurde im Fundus der Kunstsammlungen der Veste Coburg jetzt entdeckt.

Foto: Angelika Schimmel

Eigentlich suchte Historiker Christian Hill für eine Ausstellung nach alten Fotos und Drucken von den Dornburger Schlossgärten. Im Stadtmuseum Jena fand er dabei auch eine Glasplattenfotografie aus dem Jahr 1908. Sie zeigte eine bisher unbekannte Ansicht der Dornburger Schlösser.

Als Verweis war Veste Coburg angegeben. Eine Rechercheanfrage bei den Kunstsammlungen, schon nach einer Woche beantwortet, bescherte den Dornburgern eine kleine Sensation. "Die Kollegen in Coburg haben nach den nur mageren Hinweisen in ihrem Depot wirklich einen Schatz gefunden, ein etwa postkartengroßes coloriertes Blatt mit einer Ansicht von Dornburg und seinen Schlössern hoch oben auf dem Saalefelsen", sagte Hill.

Dabei handele es sich wahrscheinlich um ein Blatt aus einem Stammbuch. Datiert wird die kleine Zeichnung auf 1600. "Damit ist es die älteste uns bisher bekannte Ansicht der Dornburger Schlösser. Zudem zeigt es die Anlage von einer unbekannten Seite, vom Tautenburger Forst aus gesehen".

Ein Merian-Kupferstich von 1650, der den "Dornberg" mit dem Alten Schloss von Norden abbildet, war bisher die älteste Darstellung. "Im Gegensatz zu diesem Stich zeigt die Zeichnung von 1600 interessante Details, etwa drei Giebel am Alten Schloss, die später für ein weiteres Geschoss entfernt wurden. Sichtbar ist auch die alte Stadtmauer mit mehreren Toren", erklärte Hill.