Bis zu 90 Prozent in Heimarbeit - Immer mehr Landesbedienstete gehen nicht mehr ins Büro

Erfurt.  "Wir brauchen weniger Menschen, die im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind. Wir brauchen mehr Home Office", erklärte unlängst Bodo Ramelow. Doch wie ist es um die Landesbediensteten bestellt?

"Wer kann, sollte ins Home Office", fordert u.a. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

"Wer kann, sollte ins Home Office", fordert u.a. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Foto: Lisa Ducret/dpa (Symbolfoto)

Große Teile der Thüringer Landesregierung und der Beschäftigten arbeiten inzwischen von zu Hause aus. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung unter den Ressorts.

Allerdings ist die Spannbreite groß. Die wenigsten Mitarbeiter im Home Office gibt es laut den offiziellen Angaben im Finanzministerium - und die meisten im Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium. Hier liegt die mögliche Quote bei bis zu 90 Prozent.

Im Finanz- und im Innenministerium können etwa die Hälfte der Bediensteten zu Hause arbeiten. In den nachgeordneten Behörden, also etwa den Landesämtern, sind die technischen Voraussetzungen im Durchschnitt oft schlechter.

Auch die Kabinettsmitglieder erledigen ihre Aufgaben häufig nicht mehr an ihrem Dienstsitz. Sitzungen finden fast nur noch per Videokonferenz statt. "Wir alle müssen unsere Kontakte und Mobilität einschränken, um das Virus einzudämmen", sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne).

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