Ausgewählte Projekte der Bauhaus-Uni mit Artikelserie im Internet

Das Sommersemester nähert sich seinem Höhepunkt. Zur Summaery 2011, der Jahresschau der Bauhaus-Uni, zeigen die Studierenden vom 14. bis 17. Juli 2011 in Ausstellungen, Installationen, Modellen, Performances und Filmen, womit sie sich in diesem Jahr beschäftigt haben. In einer Internetserie begleitet die Uni vier Projekte - von der Idee bis zur Ausstellung auf dem Campus.

Im Studiengang Produkt-Design an der Fakultät Gestaltung entstehen "leichte Entwürfe", die schwierig sind. Foto: Bauhaus-Universität

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Weimar. Summaery.Pavillons: Zum ersten Mal ist die Fakultät Architektur in diesem Jahr verantwortlich für den Rahmen der Summaery 2011. Als besonderes Highlight entstehen unter der Federführung des Dekans Prof. Bernd Rudolf und seiner Professur Bauformenlehre die "Summaery.Pavillons in Campus.Gärten". Mehr als 20 Studenten des 2. Semesters bauen acht Pavillons, die als Orte der Präsentation, Information und Kommunikation alle Besucher willkommen heißen. Vom Hauptgebäude bis zur Berkaer Straße verarbeiten die Studierenden auf dem Campus unterschiedliche Materialien. Studierende und Lehrende der anderen Fakultäten werden nächste Woche die Pavillons mit ihren Arbeiten beleben.

Beispielhaft für alle sieben Entwurfsgruppen begleitet die Artikelserie "summaery in progress" die Studierenden Tim, Eva-Maria, Lisa, Mara, Teresa und Vera. Seit mehreren Wochen arbeiten sie an ihrem "Pavillon.Zentral" direkt vor dem Hauptgebäude. Stundenlang haben sie ihr Projekt am Rechner entwickelt, anhand zahlreicher Arbeitsmodelle die Standfestigkeit optimiert. Nun errichten sie Schritt für Schritt den "Pavillon.Zentral". In prominenter Lage wird er das Leitsystem der Summaery 2011 aufnehmen, Bühne sein, Platz für eine Bar bieten, eine Ausstellung zeigen und jede Menge Aufenthaltsqualitäten haben.

Der Illu(strationsauto)mat, kurz Illumat, ist eine mannsgroße mobile Wunschbox. Auf "Zuruf" fertigt sie für jedermann ein kleines persönliches Bild zu einem Wunschthema an. Im Illumaten sitzen mehrere Grafiker, doch das bleibt den Besuchern verborgen. Der Illumat, ein Projekt von Bauhaus-Absolventen, ist inzwischen so beliebt, dass nach einigen Jahren "on Tour" sein altes Gehäuse nicht mehr ausreicht. Die Uni sorgt für ein neues. Vor dieser Aufgabe stehen zwölf Masterstudenten der Architektur und des Bauingenieurwesens mit ihren Betreuern aus Tragwerkslehre, Massivbau II und Entwerfen und Tragwerkskonstruktion. Nach der Entwurfsphase zu Beginn des Semesters fiel die knappe Entscheidung für das Kubus-Modell, dessen Umsetzung aus laminierten Kunststoffträgern komplizierter als gedacht ist. Wie konstruiert man eine Hülle, die zugleich leicht und stabil sein muss? Wie kann der Illumat schnell auf- und wieder abgebaut werden, Regen und Wind standhalten? Wie verbirgt man das Grafikerteam hinter einer Außenhaut und ermöglicht trotzdem den Dialog mit den Gästen? Die letzte Woche steht im Zeichen des Aufbaus: Am 14. Juli soll der neue Illumat erste Wunschzeichnungen ausgeben.

Der Preis der Medienkunst/Mediengestaltung: Professoren nominieren fünf bis zehn Arbeiten des Studienjahres. Aus diesen Arbeiten wählt eine unabhängige Jury die besten und prämiert sie. In diesem Jahr organisieren Medien-Studenten des 3. Semesters Ausstellung und Preisverleihung. Aline, Philine, Alva, Tina, Frauke und Regina haben das Tonnengewölbe des Stadtschlosses als Ausstellungsort gewählt. Das Gentzsche Treppenhaus haben die Studentinnen für die Preisverleihung am 15. Juli "mitgebucht". Nun muss Technik besorgt, diese versichert und transportiert werden. Gespräche mit Künstlern, Sponsoren und Juroren über den Ablauf der Verleihung wollen geführt sein. Immerhin steht das Catering fest, und soeben kamen die ersten Entwürfe für das Veranstaltungsplakat.

"Leichte Entwürfe" betreut Professor Heiko Bartels im Studiengang Produkt-Design an der Fakultät Gestaltung: einRaum, ein Schrank oder ein Tischgestell soll es sein. Stellvertretend für die 20 weiteren Projektteilnehmer zeigt "summaery 2011 in progress", wie Helena Teichrib und Roy Müller an ihren Entwürfen arbeiten. Produkt-Design-Student Roy Müller hat sich für den Tisch entschieden. Er soll leicht und stabil sein, ein Gestell für diverse Platten haben. Es ist zerlegbar und in akzeptablen Maßen versandfähig. Zudem müssen die Entwürfe ökonomisch herstellbar und marktfähig sein.

Helena Teichrib hat sich für einen Schrank entschieden. An einem rechteckigen Rahmen bringt sie Textiltaschen an, die Stauraum für T-Shirts, Socken etc. bieten. Besondere Herausforderung: Der Schrank darf nicht mehr als sieben Kilogramm auf die Waage bringen und muss mindestens einen Wintermantel aufnehmen.

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