Ausstellung über Friedrich Lux in Ruhla eröffnet

Wertvolle Originale können erstmalig wieder betrachtet werden. Seit Sonntag zeigt das Ruhlaer Tabakpfeifenmuseum und Museum für Stadtgeschichte fast vergessene Exponate des einst so berühmten Komponisten Friedrich Lux in einer Sonderausstellung.

Landrat Reinhardt Krebs (l.) und Bürgermeister Mario Henning enthüllen das von Jörn Prause restaurierte Gemälde von Friedrich Lux. Foto: Susanne Reinhardt

Landrat Reinhardt Krebs (l.) und Bürgermeister Mario Henning enthüllen das von Jörn Prause restaurierte Gemälde von Friedrich Lux. Foto: Susanne Reinhardt

Foto: zgt

Ruhla. So viele Menschen auf einen Schlag mag das ehrwürdige Gebäude in der Oberen Lindenstraße schon lange nicht mehr gesehen haben. Anlass war die Eröffnung der Sonderausstellung und die Übergabe eines restaurierten Portraits des Künstlers an die Hausherren des Museums. Das sind der Bürgermeister und der Verein Arche Nova, der das Museum seit vier Jahren betreut.

Libor Fiser spielte auf seiner Gitarre. Landrat Reinhard Krebs (CDU) zeigte sich überrascht und erfreut über die große Anteilnahme aus der Bevölkerung, die sich auf zahlreiche Kulturinteressierte aus der Region ausgedehnt habe.

Denn die Ruhlaer, insbesondere der Lux-Festspielverein, hat sich Großes vorgenommen - nämlich eine Identität zurückzugewinnen, die verloren gegangen schien und damit ein verantwortungsvolles Erbe anzutreten. Friedrich Lux schrieb nicht nur die Oper "Der Schmied von Ruhla", sondern auch andere berühmte musikalische Werke, die in ganz Deutschland und Europa aufgeführt worden sind.

Dr. Gerald Slotosch vom Lux-Verein hatte Neues zu verkünden. So habe man die Hälfte der Orchestermitglieder, die die wiederentdeckte Oper von Lux aufführen wollen, bereits zusammen. Unter anderem hätten Mitglieder der Landeskapelle Eisenach ihre Mitarbeit zugesichert. Auch aus Mainz, wo die Uraufführung vor mehr als 100 Jahren stattgefunden hat, kamen bereits Zusagen.