Ausstellungsjahr 2013 im Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg

Die Ausstellung "Postindustrieller Dschungel und Agrarwüsten - Szenen aus Thüringen" bildete im Januar den erfolgreichen Start in das Ausstellungsjahr im Kunsthaus Meyenburg, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Nordhausen.

Nordhausen. Sieben Künstler der Bauhaus-Universität Weimar unter Leitung von Sibylle Müller und Prof. Dr. Achim Preiß, Inhaber des Lehrstuhls für Architekturgeschichte der Fakultät Gestaltung an der Bauhaus-Universität, präsentieren hier ihre Kunstwerke bis zum 3. März.

"Aber auch mit den nächsten Ausstellungen, haben wir dieses Jahr ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das hoffentlich viele Besucher ins Kunsthaus locken wird", machte jetzt Kunsthausleiterin Susanne Hinsching schon mal neugierig.

Die nächste Ausstellung wird am 9. März gemeinsam mit der Nordhäuser Museumsnacht die Ausstellung "Zwiesprache" mit Werken von Ernst Barlach und Alexander Dettmar eröffnet. "In einem Brückenschlag über drei Generationen hinweg treffen in diesem außergewöhnlichen Ausstellungsprojekt die ruhigen menschenleeren und auf wenige Farben und Formen reduzierten Stadtansichten Dettmars, auf die stark konzentrierten und in sich ruhenden Menschenbilder Ernst Barlachs. Beide Werkgruppen schwingen so fein miteinander, dass der Betrachter den Eindruck gewinnt, als ob sich die beiden Künstler gekannt hätten. Die Plastiken des expressionistischen Künstlers Barlach scheinen mit den zeitgenössischen Bildern Dettmars förmlich zu einer Einheit zu verwachsen", kündigt Hinsching die zweite Ausstellung des Jahres an.

Danach sind ab dem 17. Mai - anlässlich des 60. Geburtstages von Lutz-Martin Figulla - Metall- und Emaille-Arbeiten des Wolkramshäuser Metallkünstlers und des "Ateliers auf Ludwigshall" zu sehen. Die große Sommerausstellung widmet sich als Werkschau dem bekanntesten deutschen Grafiker und Zeichner Horst Janssen, der in seinen Arbeiten und seiner satirischen Bildsprache sowohl künstlerisch-technische Experimentierfreudigkeit pflegte, als auch deutlich traditionelle grafische Elemente einbezog.

Am 22. September wird dann zum 8. Mal der Nordhäuser Grafikpreis der Ilsetraut Gock-Grabe Stiftung vergeben, der sich mittlerweile zu einem renommierten Kunstpreis entwickelt hat, dem einzigen Grafikpreis in Thüringen. Die Arbeiten zeigen stets einen Querschnitt durch alle grafischen Techniken und Genres, so dass man bei der Ausstellung einen guten Einblick in die zeitgenössische Grafikentwicklung gewinnen kann. Den Jahresabschluss bildet eine Ausstellung des Künstlerpaares Elvira und Ekkehard Franz aus Quedlinburg mit Malerei und Holzobjekten.

Seit der Umgestaltung zum Kunsthaus im Herbst 2002 wurden 61 Ausstellungen präsentiert, mit künstlerischen Highlights, wie den Werkschauen zu Picasso, Dalì und Hundertwasser, deren Leihgaben aus namhaften Museen und Stiftungen aus ganz Deutschland und Österreich kamen, zahlreiche thematische Ausstellungen z.B. "Von Angesicht zu Angesicht", Politische Kunst" oder "Abstraktion trifft Realismus", die zum größten Teil mit Werken aus der Sammlung der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung gestaltet wurden oder die vielen Ausstellungen von und mit Künstlern aus unserer Region, wie Gerd Mackensen, Klaus-Dieter Kerwitz, Heinz Scharr oder Lothar Rechtacek, die gezeigt haben, wie viel gute Kunst in und um Nordhausen in der Gegenwart geschaffen wird.

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