Jost Brendemühl zeigt in der Galerie am Kornmarkt seine Arbeiten

Dem Zufall einfach ein bisschen nachhelfen: Jost Brendemühl gelingt das, zumindest beim Malen in seiner ganz speziellen Tuschtechnik. Seine zarten Engel sind auf diese Weise entstanden. Bilder, die so willkürlich wirken und es doch nicht sind.

"Schwebende Augen" heißt das Bild, für dessen Entstehung Jost Brendemühl Tusche und einen Schwapp Whisky verwendete. Foto: Roland Obst

"Schwebende Augen" heißt das Bild, für dessen Entstehung Jost Brendemühl Tusche und einen Schwapp Whisky verwendete. Foto: Roland Obst

Foto: zgt

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Nordhausen. "Mittlerweile kann ich schon manche Dinge beeinflussen", erklärt der 57-jährige Stempedaer seine Arbeit mit der wasserfesten Tusche. Ein Teil seiner so entstandenen Arbeiten sind seit gestern in der Galerie der Kreissparkasse zu sehen. Rund 50 Acrylbilder, Tuschund Federarbeiten sowie Farbexperimente stellt der freiberufliche Künstler in seiner mittlerweile zehnten Exposition aus. Es ist eine Auswahl an Arbeiten der vergangenen Jahre. "Viele Bilder bearbeite ich nach einiger Zeit noch einmal", erzählt Brendemühl. Kleine Änderungen, dann setzt er einen Strich oder Tupfer mehr.

"Doch das Empfinden, dass das Bild fertig ist, das gibt es nicht", erklärt er seine Intention. Dem Betrachter bleiben diese Details verborgen. So auch der Umstand, unter dem das Bild "Schwebende Augen" entstanden ist. "Das Bild ist mit Tusche und einem Schluck schottischen Whisky gemalt", erzählt Brendemühl. Zufällig war der Gebrannte nach einem Lachanfall auf das Papier geraten und wurde sofort von Brendemühl weiterverarbeitet. Ein ganz persönliches Schicksal hat Jost Brendemühl in einer Farbstudie – seinen jüngsten Werke – verarbeitet. Rot, Blau und Grün – drei Bilder, die sein Leben, das vor wenigen Wochen durch einen Herzinfarkt in Gefahr geriet, in der Zeit danach symbolisieren.

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