Gothaer Verein "Art der Stadt" bekommt Fördermittel für Kältedämmung

Gotha. Frei werdende Fördermittel ermöglichen dem "Art der Stadt" in Gotha das Dämmen. Kino im Kulturhaus soll übernommen werden.

Der Probenraum des Vereins "Art der Stadt" Gotha wird endlich gedämmt. Foto: Bernd Seydel

Der Probenraum des Vereins "Art der Stadt" Gotha wird endlich gedämmt. Foto: Bernd Seydel

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Der Verein "Art der Stadt" Gotha hat ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk bekommen: Fördermittel aus dem ehemaligen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Thüringen, die für ein anderes Projekt nicht abgerufen wurden, konnten kurz vor Jahresende nach Gotha umgelenkt werden.

"Und es ist uns kurzfristig außerdem gelungen, dass der Sparkassen-Giroverband Hessen-Thüringen den zehnprozentigen Eigenanteil übernimmt", berichtet Bernd Seydel, Pressesprecher des Vereins "Art der Stadt". "Ohne deren schnelle Zusage hätten wir diesen ersten Bauabschnitt nicht beginnen können", erklärt Ulrike Fettin, Vorsitzende des Vereins.

Heizung hat es nicht geschafft zu erwärmen

Das Gesamtbudget in Höhe von 60.000 Euro wird bereits verbaut - der Probensaal des Theaters der Stadt hinter dem Theatercafé am Kulturhaus Gotha erhält eine neue Dämmung. Das sei dringend notwendig. Denn die ursprünglich geplante Innendämmung dieses Raumes sei nie realisiert worden. "In den Wänden gab es Ritzen und Spalten, die Fenster waren undicht. Die nicht wirklich effektiv arbeitende Heizung konnte den Raum nicht erwärmen. Im Probenraum war es windgeschützt, aber im Winter genauso kalt wie draußen. Im Sommer herrschte dann unerträgliche Hitze", schildert Bernd Seydel die missliche Situation.

Nun musste alles ganz schnell gehen, "denn das Geld muss dieses Jahr noch genutzt werden. Unserem Verein wohlgesonnene Menschen haben uns dabei unterstützt", ist Bernd Seydel froh. So sei die jetzt begonnene Baumaßnahme unter Leitung des Planungsbüros rp Gotha auch durch die schnelle Zuarbeit des Bauamts der Stadt ermöglicht worden.

So lange es das Wetter zulässt, werden nun die Außenmauern hochgezogen. Danach wird das Dach von außen gedämmt und werden die Fenster ersetzt. "Zum Glück finden alle Bauarbeiten außen statt", sagt Martin Werner, der für den Verein die Bauarbeiten begleitet. Dadurch könne der Probebetrieb innen weitergehen, auch wenn die Schauspieler dabei noch dicke Winterkleidung tragen.

Das wird auch noch bis zur nächsten Aufführung des Kinderstücks "Monstantin" so bleiben, das am nächsten Donnerstag um 11 Uhr und um 16 Uhr im Kulturhaus gespielt wird. "Es ist die letzte Theateraufführung dieses Jahr", sagt Bernd Seydel. Allerdings treten Mitglieder des Vereins am Wochenende noch beim Orangerie-Weihnachtsmarkt auf.

Ins neue Jahr blickt der "Art der Stadt" optimistisch. "Wir hoffen, dass wir bald den Mietvertrag unter Dach und Fach bringen und das Kino im Kulturhaus als weitere Proben- und Aufführungsstätte übernehmen können", so Seydel. Dort geht es dann mit dem (Um-)Bauen weiter. "Wir rechnen uns Chancen aus, dafür ebenfalls Fördermittel nutzen zu können. Wir werden aber auch wieder viele Eigenleistungen erbringen", kündigt der Pressesprecher an. "Das machen wir gern."

Der neu gedämmte Probenraum werde ebenfalls weiter gebraucht. "Es ist unser größter Raum. Dort können wir Stücke einstudieren, die auf der großen Bühne spielen sollen. Das muss man im Vorfeld schon mal in den richtigen Dimensionen probiert haben", erklärt Bernd Seydel. Und Schwitzen im Sommer und Frieren im Winter braucht dort nun auch niemand mehr.