Bachs Weihnachtsoratorium am 4. Advent in Gera

Gera.  Der musikalische Höhepunkt des Kirchenjahres wird in Gera gefeiert. Mit „Jauchzet frohlocket“, sind die Zuhörer eingeladen.

Chorsänger im Altarraum der Johanniskirche Gera. Das Weihnachtsoratorium in dem weihnachtlichen Gotteshaus am 4. Advent ist für viele Geraer die Einstimmung in die schönste Zeit des Jahres.

Chorsänger im Altarraum der Johanniskirche Gera. Das Weihnachtsoratorium in dem weihnachtlichen Gotteshaus am 4. Advent ist für viele Geraer die Einstimmung in die schönste Zeit des Jahres.

Foto: Wolfgang Hesse

In Gera ist es Tradition, dass kurz vor dem Fest, Bachs wohl bekanntestes Werk, das Weihnachtsoratorium in der Johanniskirche aufgeführt wird. Das Oratorium gilt als die am häufigsten aufgeführte Weihnachtsmusik und ist vielerorts der Höhepunkt des musikalischen Kirchenjahres.

Mit dem Eingangschor der ersten Kantate „Jauchzet frohlocket“ geht bei vielen Menschen das Herz auf. Nachdem in den letzten Jahren einzelne Kantaten mit Chorwerken anderer Komponisten, die ebenfalls das Thema der Geburt des Christuskindes zum Inhalt haben, kombiniert wurden, stehen diesmal die Kantaten 1, 5 und 6 aus Bachs Weihnachtsoratorium auf dem Konzertplan.

Während die erste Kantate von der Geburt des Christuskindes berichtet, geht es in der fünften und sechsten Kantate um die Anbetung durch die heiligen drei Könige. Hier wittert auch König Herodes Konkurrenz vom neugeborenen König der Juden und lässt alle Neugeborenen in Bethlehem umbringen.

Der Heinrich-Schütz-Chor Gera, der klassische Konzertchor an St. Johannis, und Gäste – insgesamt 65 Sänger – interpretieren die Chöre und Choräle. „Nach dem Dettinger Te Deum 2017 und der Markuspassion im April 2019 arbeiten wir ein drittes Mal mit dem Orchester Capella Jenensis zusammen“, berichtet Martin Hesse, der Kantor der Stadtkirchengemeinde Gera. „Die Musiker spielen auf Instrumenten, die nach historischen Vorbildern aus der Zeit des Komponisten Bach, der Barockzeit, gebaut wurden“. Drei ventillose Naturtrompeten kommen zum Einsatz. „Die Musiker greifen hierbei nicht die richtigen Töne, sondern steuern sie über eine unterschiedliche Lippenspannung an.“ In der Continuo-Gruppe ist eine Laute zu hören, die den Part des Evangelisten noch intensiver unterstützt. „Es dürfte die erste Weihnachtsoratoriums-Aufführung dieser Art in Gera sein“, so Martin Hesse. Die Solisten sind Donata Burckhardt (Sopran), Cornelia Rosenthal Alt), Oliver Kaden (Tenor) und Johannes G. Schmidt (Bass). Die Gesamtleitung hat Kantor Martin Hesse.

Sonntag, 22. Dezember, 17 Uhr, Johanniskirche, Clara-Zetkin-Straße, 07545 Gera. Karten unter anderem in der Gera-Information. Die Abendkasse öffnet 16.15 Uhr.

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