Böhlen und seine Gäste feierten den jungen Künstler

Böhlen (Ilmkreis). "Kleines Orgelkonzert" im Rahmenprogramm der Thüringer Sommerakademie brachte auch Improvisationen zu Gehör.

Der zukünftige "Domorganist von Büllerbü" (Billerbeck), Lukas Maschke, wurde beim kleinen Orgelkonzert im Rahmen der Thüringer Sommerakademie in der Kirche Sankt Anna von den Böhlenern und Gästen gefeiert. Foto: Karl-Heinz Veit

Der zukünftige "Domorganist von Büllerbü" (Billerbeck), Lukas Maschke, wurde beim kleinen Orgelkonzert im Rahmen der Thüringer Sommerakademie in der Kirche Sankt Anna von den Böhlenern und Gästen gefeiert. Foto: Karl-Heinz Veit

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Der designierte "Domorganist von Büllerbü" (Billerbeck), Lukas Maschke, wurde beim kleinen Orgelkonzert in der Kirche Sankt Anna von den Böhlenern und Gästen gefeiert

Dem "Kleinen Orgelkonzert" im Rahmenprogramm der Thüringischen Sommerakademie fieberten die Böhlener und Kunstkursteilnehmer schon lange entgegen. Der Grund froher Erwartung war der junge Organist Lukas Maschke. Als Student erlebten ihn die Konzertgäste bereits dreimal.

Nun, am frühen Dienstagabend, musizierte Lukas Maschke nach seinem vor wenigen Wochen mit Bravour bestandenem Organistenkonzertexamen an der Weimarer Musikhochschule "Franz Liszt" als designierter Domorganist von Billerbeck bei Münster. Ab Oktober wird er dort seinen Dienst antreten, wie er im kurzen Gespräch vor dem Konzert erzählte.

Der Künstler hatte auch J. S. Bach im Repertoire

Im Notengepäck hatte Lukas Maschke diesmal Johann Sebastian Bach mit "Toccata, Adagio und Fuge in C, BWV 564", den Choral " Allein Gott in der Höh' sei Ehr canto fermo in Soprano" und "Concerto in G", BWV 592.

Ohne Noten bot er auf dem Programmzettel seine Improvisation "Ein Sommertag in Böhlen", Hommage an die Sommerakademie, an. Und genau darauf warteten die Konzertgäste.

Ein gehöriges Überraschungsmoment wohnte jedoch auch den beiden Bachstücken inne. Die Erläuterungen von Lukas Maschke auf dem Programmzettel lesend, verfolgten die Zuhörer das unbeschwerte Spiel des jungen Organisten.

"Die Toccata beginnt typisch norddeutsch im ,stylus phantasticus' - gar freye von allem Zwanck ausgenommene Art zu componiren mit schnellen und quirligen Skalenläufen im Manual, gefolgt von einem virtuosen, ausgedehnten Solo im Pedal, stand im Programm. Es war eine Freude mitzuerleben, wie Maschke dem musikalischen Gedankenreichtum Bachs folgte und in Wohlklang umsetzte.

Das "Concerto in G", so schreibt Maschke, "ist tatsächlich eine Bearbeitung eines verloren gegangenen Konzertes für Solovioline, Streicher und Generalbass von Johann Ernst von Sachsen-Weimar." Diese schöne Musik ließe sich nach der Interpretationsweise von Lukas Maschke durchaus in den Kategorien Swing/ Jazz verorten.

Das letzte Konzertviertel gehörte dem Improvisationskünstler Lukas Maschke. Für die Zuhörer war es eine Art Rätselaufgabe, die Grundmotive der Improvisation über "Ein Sommertag in Böhlen" herauszuhören und zu erkennen.

Wunsch zur Wiederkehr im nächsten Jahr

Mit Edvard Griegs "Morgenstimmung" begann die Sommerreise, führte in heißer Mittagsglut über "Summertime" zum Wanderlieder-Medley, um nach dem "Kleinen Orgelkonzert, wobei viele "frembde Thone eingemischet, was alle confudieret", und endete beim "Fest im Fabrikhof". Diese "Böhlener Suite" brachte Lukas Mascke Bravo- Rufe ein und den Wunsch, dass er im nächsten Jahr aus "Büllerbü" kommend, in der Kirche Sankt Anna musizieren möge.

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