Katja Petri hat Thüringer Wurzeln

Katja Petri, die am Donnerstagabend ein weiteres Mal bei "Unser Star für Baku" antritt, wuchs in Thüringen auf. Unserer Zeitung erzählte sie, wie es sich anfühlt, plötzlich mit Fernsehgrößen eine Bühne zu teilen.

Mit einer eigenen Version des Lieds "Marry You" überzeugte Katja Petri die Zuschauer der Eurovisions-Casting-Show "Unser Star für Baku", sie in die zweite Runde zu lassen. Heute Abend will die junge Frau, die lange im Wartburgkreis lebte, erneut antreten.  Foto: Hermann Knippertz

Mit einer eigenen Version des Lieds "Marry You" überzeugte Katja Petri die Zuschauer der Eurovisions-Casting-Show "Unser Star für Baku", sie in die zweite Runde zu lassen. Heute Abend will die junge Frau, die lange im Wartburgkreis lebte, erneut antreten. Foto: Hermann Knippertz

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Bad Salzungen. Aufgeweckt und mit einem unübersehbaren Augenblitzen schaut die junge Frau in die Fernsehkamera. Über ihr Gesicht huscht ein lausbubenhaftes Lächeln, bevor sie den Mund öffnet und zu den ersten Tönen von "Marry You" ansetzt - begleitet nur von Gitarrenzupfen. Ihre kupferrote Kurzhaarfrisur und das übergeworfene Jackett lassen sie wie das sprichwörtliche "Mädchen von nebenan" wirken.

Mit dieser eigenwilligen Mischung aus unschuldigem Charme, dem abgeklärten Spiel mit der Kamera und nicht zuletzt ihrer Stimme hatte Katja Petri die Zuschauer der Eurovision-Casting-Show "Unser Star für Baku" überzeugt: Die 24-Jährige schaffte es bei der Sendung am 12. Januar in die nächste Wettbewerbsrunde.

Am Donnerstagabend wird es wieder ernst für Katja Petri, die eine enge Beziehung zu Thüringen hat: Geboren im mecklenburgischen Wolgast, wuchs sie viele Jahre in Bad Salzungen auf, machte dort auch ihr Abitur. Etwa zur selben Zeit lernte sie den Eisenacher Johannes Petri kennen - und ist seit fast fünf Jahren mit ihm verheiratet. "Vielleicht etwas ungewöhnlich für junge Frauen von heute", gibt sie zu. "Aber wenn es passt, warum dann warten?"

Und passen muss es: Nicht nur, dass beide mittlerweile gemeinsam in Berlin leben. Seit einigen Jahren machen sie unter dem Bandnamen "On A Sunday" zusammen Musik. Vornehmlich Coversongs, also Lieder anderer Künstler sind das, die Katja und ihr Mann Johannes dann auf eigene Weise interpretieren. Das Ergebnis stellen sie auf Youtube. Auch ihre Version von "Marry You" - eigentlich ein Song des Amerikaners Bruno Mars - ist dort zu sehen. Schon beim Vorab-Casting in Köln hatte Katja auf den Titel gesetzt. Das war im September gewesen, einige Monate gingen ins Land, bevor sie überhaupt etwas von den Machern der Sendung hörte. "Als die Produktionsfirma anrief, hatte ich schon garnicht mehr damit gerechnet", sagt sie. Dann aber ging alles ganz schnell und Katja Petri fand sich plötzlich auf einer TV-Bühne wieder: Vor ihr hunderte Menschen im Publikum und Millionen an den Bildschirmen.

"Schon ein komisches Gefühl", meint sie. "Aber sobald man zu singen beginnt, blendet man das alles irgendwie aus." Auch, dass ihr Auftritt argwöhnisch von einer starbesetzten Jury beobachtet wird. Besonders schlimm sei das aber nicht, stand doch Katja Petri mit "On A Sunday" schon des öfteren vor derlei Tribunalen.

Ohnehin empfindet sie den Umgang mit den VIPs als angenehm ungezwungen: "Ich war echt überrascht, wie locker die Atmosphäre hinter der Bühne ist." Da könne man einen Thomas D. schon mal auf einen Plausch abfangen. Auch Stefan Raab schaue den jungen Talenten gern bei der Generalprobe über die Schulter. Davon, dass er und Katja ein gemeinsames Hobby haben, weiß er allerdings nichts. "Vielleicht frage ich ihn irgendwann mal, ob er mit mir zusammen Ukulele spielt", scherzt sie.

Die Vorbereitungen für die heutige Sendung laufen seit Tagen: Natürlich hofft Katja Petri, die Zuschauer wieder von sich überzeugen zu können. Denn von ihnen hängt alles ab - auch ob sie es am Ende nach Baku schafft. Ins Rennen will sie wieder eine Coverversion werfen. "Welche, verrate ich nicht", sagt sie. "Aber ich werde wieder den Song eines Mannes singen. Und Gitarre spielen."

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