"Polars und Gäste" in der Gothaer Stadthalle

"Polars und Gäste" hieß es am Samstagabend wieder in der Gothaer Stadthalle. Zu Gast waren diesmal Martin Gerschwitz, der schon zusammen mit Eric Burdon musizierte und auch bei Iron Butterfly gespielt hat, The Soulful Dynamics und die Leipziger Band Beatclub.

Andy Anderson von Soulful Dynamics brachte mit seinen Musikern auch afrikanisches Dschungelflair in die Stadthalle. Foto: Heiko Stasjulevics

Andy Anderson von Soulful Dynamics brachte mit seinen Musikern auch afrikanisches Dschungelflair in die Stadthalle. Foto: Heiko Stasjulevics

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Gotha. Die Attraktion war natürlich Soulful Dynamics, die Band, die Mitte der 60er-Jahre unter dem Namen Dynamic Club gegründet wurde. Ursprünglich stammt sie aus Liberia. 1969 gelangten die Musiker nach Hamburg und hatten mit dem Anfang 1970 erschienenen Titel "Mademoiselle Ninette" ihren größten Hit. Auch die Single-Titel "Saah-Saah-Kumba-Kumba" und "Coconuts from Congoville" landeten auf vorderen Plätzen der Charts vieler Rundfunk-Hitparaden. Ihr Konzept mit lustigen Popsongs vom schwarzen Kontinent ging voll auf und garantierte weitere Erfolge in deutschen Hitparaden.

Die Band tourt heute unter der Leitung von Andy Anderson in veränderter Besetzung bei diversen Oldieveranstaltungen durch Deutschland.

Und so brachten die exzellenten Musiker auch ein gewisses Dschungelflair in die Gothaer Stadthalle.

Auch Martin Gerschwitz bezauberte das Publikum, nicht nur mit dem Keyboard und den Songs von Eric Burdon oder Iron Butterfly. Der in Solingen geborene 59-Jährige sorgte als Teufelsgeiger für Aufsehen und riss die Leute mit, als er mit seiner Violine durch den Saal tobte. Gerschwitz, der 28 Jahre in den USA lebte, war schon mehrfach in Gotha unterwegs, auch gemeinsam mit den Polars. Inzwischen habe er an Thüringen einen Narren gefressen und komme gerne hierher, sagte er unserer Zeitung. Die Mentalität der Menschen spreche ihn sehr an, auch weil seine Vorfahren aus Sachsen stammen.