Ural-Kosaken-Chor in Dachwig

Dachwig  Es war die erste öffentliche Konzertveranstaltung im Saal des Dorfgemeinschaftshauses nach seiner Sanierung. Eine neue Benutzungssatzung soll das kulturelle Leben im Dorf fördern.

Der Saal des Dorfgemeinschaftshauses bot die passende Kulisse für den Auftritt des Ural-Kosaken-Chores

Der Saal des Dorfgemeinschaftshauses bot die passende Kulisse für den Auftritt des Ural-Kosaken-Chores

Foto: Peter Riecke

Mit dem stimmgewaltigen Auftritt des „Ural Kosaken Chores“ erfuhr am Dienstagabend der sanierte und restaurierte Saal des Dachwiger Dorfgemeinschaftshauses seine erste Nutzung durch ein öffentliches Konzert.

Das Konzert gliederte sich in zwei Teile. Zu Beginn bot der Chor Gesänge der orthodoxen Kirche, im zweiten Teil dann Lieder aus der russischen Heimat. Die Sitzplätze im Saal waren nahezu ausverkauft.

Zurzeit ist der Chor auf Europa-Tournee unter dem Motto „Erinnerungen an Ivan Rebroff“, mit dem er den Sänger anlässlich seines 10. Todestages ehrt. Dies erklärt das Gesangsensemble in der Konzert-Ankündigung. Der Ural-Kosaken-Chor blickt auf eine lange Geschichte zurück. Unter diesem Namen trat ab 1924 ein in Paris von emigrierten Kosaken gegründeter Chor auf. Der Chor wurde mehrfach neu zusammengestellt. Heute liegt die Leitung in den Händen des Ukrainers Volodymyr Kozlovskyy.

Das Dorfgemeinschaftshaus in der Dachwiger Langen Straße 42/Ecke Mönchspforte ist bereits seit Dezember 2018 (wir berichteten am 22. Dezember) eröffnet und wurde bisher vor allem für Vereinsveranstaltungen genutzt.

Der Dachwiger Gemeinderat hat am Montagabend eine Benutzungssatzung erlassen, die gewährleisten soll, dass mit dem Haus das kulturelle Leben im Dorf gefördert werde. So zahlen Vereine nur Miete, wenn sie bei ihren Veranstaltungen auch Eintritt erheben. Für Versammlungen und andere Treffen, auch für Versammlungen der Parteien des Ortes, bleibt die Nutzung unentgeltlich. Einheimische können die Räume auch für Familienfeiern zu normalen Preisen mieten, so Bürgermeister Volker Aschenbach (SPD). Die Vermietung erfolge über die Verwaltungsgemeinschaft „Fahner Höhe“.

Noch vier Büros sind zu vermieten

Aschenbach selbst und eine Servicekraft der Gemeinde übernehmen die Kontrolle. Der Saal des Dorfgemeinschaftshauses ist über 100 Jahre alt. Im Verlauf der Sanierung kam eine Gestaltung mit Stuckrosetten um ehemalige Rauchabzüge zum Vorschein, die restauriert wurde. Es stehen im Haus zwei Versammlungsräume mit Küche und Tresen zur Verfügung. Außerdem sind noch vier Büros mit etwa 20 Quadratmetern Grundfläche zur Vermietung frei. In kleineren Räumen können Vereine Materialien lagern. Auch die örtliche Bücherei, die einmal im Monat geöffnet ist, und das Büro des Bürgermeisters sind in dem Haus untergebracht.

Volker Aschenbach schwebt als künftiger Name „Bürgerhaus“ vor. Dafür bedürfe es eines Beschlusses des Gemeinderates, betont er.

Eine der nächsten Veranstaltungen im Haus ist die Kirmes, am 6. Juli für die Jugend und am 13. und 14. Juli für Erwachsene. Bisher fand die Kirmes im Zelt statt.

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