Staatskapelle verliert GMD Karabits schon 2019

Weimar  Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung bis zum Jahr 2021 sind gescheitert.

Kirill Karabits

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Foto: Peter Michaelis

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Das DNT Weimar beendet den Vertrag mit seinem Generalmusikdirektor Kirill Karabits (41) bereits im Sommer 2019. Wie Intendant Hasko Weber der Staatskapelle am Wochenende mitteilte, sind die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung bis zum Jahr 2021 gescheitert. Das erfuhr unsere Zeitung aus Musikerkreisen.

Laut Weber bestünden unüberwindbare Terminprobleme, die sich zwischen dem DNT und Karabits’ britischer Agentur Asconas Holt nicht regulieren ließen. So soll der Mann aus Kiew 2020 in Weimar und Erfurt eine Opernausgrabung dirigieren. Er müsste aber die Probenzeit dafür geringfügig verkürzen, um einer Einladung nach Chicago zu folgen. Dort soll Karabits zur selben Zeit vier Konzerte mit Chicago Symphony, einem der US-amerikanischen Big-Five-Orchester, dirigieren.

Warum die DNT-Verwaltung dem aufstrebenden Star-Dirigenten bei dieser ehrenvollen Einladung nicht mehr entgegenkommt, ist unklar. Der Ukrainer ist beim Thüringer Musikpublikum äußerst beliebt. Im Frühjahr absolvierte die Staatskapelle unter seiner Leitung erfolgreich eine große USA-Tournee und ist wieder in die Staaten eingeladen worden. In seiner bisher zweijährigen Amtszeit hat Karabits einen besonderen Akzent auf die Weimarische Kulturgeschichte gesetzt und die Staatskapelle unter anderem mit der Wiederentdeckung von Werken Carl Philipp Emanuel Bachs, Richard Strauss’ und Franz Liszts profiliert.

Trotzdem soll nach TLZ-Informationen bereits heute das offizielle Vertragsende bekanntgegeben werden. Just am Abend spielt die Staatskapelle unter Karabits’ Leitung Saint-Saëns’ Oper „Samson et Dalila“.

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