Gebäudereiniger-Warnstreiks auch in Thüringen

Berlin  Die Gewerkschaft IG Bau hat zu 48-stündigen Warnstreiks aufgerufen. Auch in Erfurt legten am Mittwoch Beschäftigte die Arbeit nieder.

Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger wollen auf Missstände in ihrer Branche aufmerksam machen. Das Foto zeigt eine Protestaktion in Bremen.

Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger wollen auf Missstände in ihrer Branche aufmerksam machen. Das Foto zeigt eine Protestaktion in Bremen.

Foto: Carmen Jaspersen/dpa

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Im Tarifstreit in der Gebäudereiniger-Branche hat die Gewerkschaft IG Bau zu 48-stündigen Warnstreiks auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgerufen. Am Mittwoch legten Beschäftigte in Dresden und Erfurt die Arbeit nieder, wie eine Gewerkschaftssprecherin sagte. Am Donnerstag sollen sich auch Gebäudereiniger in Leipzig, Halle und Magdeburg anschließen. In Leipzig ist eine zentrale Kundgebung geplant, die Gewerkschaft erwartet mehrere Hundert Teilnehmer. Bundesweit arbeiten laut IG Bau 650 000 Menschen in der Branche.

Mitte September war die fünfte Verhandlungsrunde zwischen der IG Bau und dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Zentral für die Gewerkschaft ist die Forderung nach Weihnachtsgeld beziehungsweise dem sogenannten 13. Gehalt. Zudem sollen Fachkräfte besser eingruppiert und der Urlaubsanspruch an die Zugehörigkeit zur Branche geknüpft werden.

Die Arbeitgeberseite lehnt die Forderung nach Weihnachtsgeld ab, bietet Gespräche dazu aber im Rahmen der Lohntarifverhandlungen im kommenden Jahr an. Zudem bietet sie Zuschläge in der Industriereinigung, Urlaubsanspruch von 28 bis 30 Tagen - gekoppelt an die Länge der Branchenzugehörigkeit - sowie Mehrarbeitszuschläge für Beschäftigten, wenn diese länger als acht Stunden am Tag arbeiten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 30. September angesetzt.

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