Gute Arbeit ist beste Empfehlung

Windehausen (Landkreis Nordhausen). Am 2. März erhielten 245 Männer und 71 Frauen auf einer Meisterfeier in Erfurt ihren Meisterbrief. Darunter waren 12 aus dem Kreis Nordhausen. Diese wollen wir vorstellen.

Tobias Schulze setzte sich nochmal zwei Jahre auf die Schulbank und machte seinen Meister als Maler und Lackierer. Foto: Renate Rusche

Tobias Schulze setzte sich nochmal zwei Jahre auf die Schulbank und machte seinen Meister als Maler und Lackierer. Foto: Renate Rusche

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Heute: Tobias Schulze, Maler und Lackierer aus Windehausen. Geboren und aufgewachsen ist Tobias Schulze in Erfurt. Als sich seine Mutter vor elf Jahren entschied, wieder in ihren Heimatort Windehausen zu ziehen, zog der damals 21-Jährige mit.

Nach seiner Lehre als Maler und Lackierer in Wandersleben wurde er nur kurz übernommen. Im Winter war Schluss. Hier in Windehausen hielt er sich zunächst mit Minijobs wie Pizza ausfahren oder Sicherheitsdiensten über Wasser. Irgendwann im Frühjahr zwei Jahre später wollte ihn seine alte Firma in Wandersleben wiederhaben. Gut zwei Jahre war er fortan in ganz Deutschland auf Montage. Aber im Winter war er immer wieder arbeitslos. Das wollte der heute 32-jährige Tobias Schulze nicht länger mitmachen und ging zurück zu Mutter und Bruder nach Windehausen. Hier suchte er sich einen Job in einer Roßlaer Metallfirma, für die er Korrosionsschutzarbeiten erledigte. Sein Chef riet ihm, sich selbstständig zu machen. Er würde ihn mit Aufträgen versorgen.

Gesagt, getan. Doch auch hier stand er im Winter wieder ohne Arbeit da. Tobias entschied sich für einen Schnellkurs in Sachen Selbstständigkeit und schnupperte in Betriebs- und Steuerrecht rein, bevor er 2008 seinen eigenen Hausmeisterservice aufbaute. Schnell spezialisierte er sich als Raumausstatter und freundete sich mit der Qualifizierung zum Meister an. Dabei war seine Lebenspartnerin Antje aus Hornburg bei Eisleben der treibende Keil. Die studierte zu dieser Zeit an der Fachhochschule in Nordhausen und half ihm wo sie konnte. Im vergangenen Februar kam dann Tochter Charlott zur Welt. "Da war ich mitten in der Meisterprüfung", erinnert sich Tobias an den doppelten Stress.

Inzwischen hat der junge Mann bereits einen kleinen Kundenstamm und viele Referenzobjekte in Windehausen. Seine neue Visitenkarte ist gedruckt, der Telefoneintrag beantragt und ein neuer Transporter steht vor der Tür. Da Tobias innen wie außen vom Trockenbau über Wärmedämmung oder Bodenverlegung alles macht, hofft er, dass die Schwankungen in Sachen Auftragslage bald vorbei sind.

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