Neue Trends in Batterie- Produktion: Firmen aus ganz Deutschland in Nordhausen

Bei EAS Germany erörtern etwa 70 Maschinenbau-Unternehmen zwei Tage lang die Trends der Batterieproduktion.

Michael Deutmeyer, Geschäftsführer von EAS Germany, führte durchs Unternehmen. Foto: K. Müller

Michael Deutmeyer, Geschäftsführer von EAS Germany, führte durchs Unternehmen. Foto: K. Müller

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Nordhausen. Maschinen- und Anlagenbauer aus ganz Deutschland treffen sich seit Mittwoch für zwei Tage in Nordhausen. EAS Germany, der Energiezellenproduzent im IFA-Park, wurde von ihnen zur Tagungsstätte auserkoren. Nicht ohne Grund: Die rund 70 Unternehmen bauen Maschinen für die Zellen- und Batterieproduktion. Welche Entwicklungen in dieser Branche bevorstehen, welche Anforderungen damit auf den Maschinen- und Anlagenbau zukommen, war Thema.

Der Markt der E-Mobilität und damit der dafür nötigen Stromspeicher wachse weltweit um jährlich 30 Prozent, gibt EAS-Geschäftsführer Michael Deutmeyer zu bedenken. Nur müsse die Politik in Deutschland die nötigen Investitions­voraussetzungen schaffen: "Damit wir nach Computern, PC-Bildschirmen und Handys nicht auch noch diese Technologie verlieren."

Nur noch etwa eine Handvoll Unternehmen in Deutschland sei in der Zellproduktion tätig – und das vor dem Hintergrund von rund einer Milliarde Euro Investitionen in die Forschung im letzten Jahrzehnt. Dies sei ein "industriepolitisches Desaster", so Deutmeyer. EAS ist mit aktuell knapp 40 Beschäftigten und einem Umsatz von 2,5 Millionen Euro im Vorjahr der größte deutsche Anbieter.

Und man wächst: Dank unerwarteter Aufträge dürfte schon dieses Jahr der Umsatz die Vier-Millionen-Marke nehmen. Für 2018 peilt Deutmeyer sieben bis zehn Millionen Euro an. Dann wäre EAS "in gutem Fahrwasser". Noch muss der englische Investor zuschießen, werden keine Gewinne gemacht.

"Wir sehen am Horizont schon den Projektberg, der sich auftut", gab sich der EAS-Chef am Mittwoch optimistisch. EAS rüstet mit seinen Zellen und Batterien bereits Taxis, Raketen, U-Boote und demnächst Busse aus.

Ziel ist, die Produktion Stück für Stück zu automatisieren. Die nun bei EAS zur Tagung weilenden Mitgliedsunternehmen des Verbands der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) dürften das gern vernommen haben.