Sicherheit der Fahrgäste steht an erster Stelle

Arnstadt  Zwei Junge Frauen wollen Busfahrerinnen werden und lernen bei Regionalbus Arnstadt. Das A und O ist der Technik-Check.

Justine Heß aus Altenfeld (hinten) und Kylie Seifert aus Frankenhain an ihrem künftigen Arbeitsplatz – dem Steuer eines Busses. Die beiden jungen Frauen haben ihre dreijährige Ausbildung zur Berufskraftfahrerin im Personenverkehr bei der Regionalbus Arnstadt GmbH begonnen.

Justine Heß aus Altenfeld (hinten) und Kylie Seifert aus Frankenhain an ihrem künftigen Arbeitsplatz – dem Steuer eines Busses. Die beiden jungen Frauen haben ihre dreijährige Ausbildung zur Berufskraftfahrerin im Personenverkehr bei der Regionalbus Arnstadt GmbH begonnen.

Foto: Robert Schmidt

Zwei neue Auszubildende – und beide sind junge Frauen. „Das wäre vor 15 Jahren bestimmt noch anders gewesen“, sagt Christoph Müller, Personalleiter beim Regionalbus Arnstadt (RBA). Denn dort lernen Justine Heß (17) und Kylie Seifert (16 ) seit ein paar Tagen den Beruf der Berufskraftfahrerin im Personenverkehr. Seifert ist dabei „erblich vorbelastet“ auch ihre Mutter ist Busfahrerin. „Es ist schon etwas leichter, mit jungen Frauen zu arbeiten“, sagt Ausbilder Marco-Jens Minar, Jungs würden schon öfters mal sagen: „Klar, geht schon, passt schon, schaffe ich schon“, junge Frauen sind da bedachter und – in positiver Art und Weise – auch vorsichtiger, wobei damit nicht ängstlich gemeint ist.

Wie bei den meisten Berufen dauert die Ausbildung drei Jahre. Warum tut eine junge Frau sich diesen Beruf an? „Ich wollte eigentlich immer Berufskraftfahrerin werden, aber der reine Güter- und Schwerlastverkehr war mit einfach viel zu langweilig“, sagt Heß, die beim Regionalbus Arnstadt auch schon drei Praktika absolvierte und genau weiß, worauf sie sich einlässt. Und Seifert ergänzt: „Es ist auch sicherlich der tägliche Umgang mit Menschen, der mich an diesem Beruf reizt.“ Wie alle anderen Auszubildenden machen die beiden jetzt erstmal ihren Pkw-Führerschein, dann folgt die Theorie und Praxis für die Klasse D – den Busführerschein. Und das ist dann schon ein bisschen etwas anderes, schließlich ist man – oder besser gesagt: Frau – dann mit den zwölf oder gar 18 Meter langen Fahrzeugen unterwegs.

Den Bus dürfen die beiden dann übrigens schon mit 18 Jahren und während ihrer Ausbildung fahren, die laut Müller so etwa drei bis vier Monate dauert und in Marlishausen absolviert wird. An aller erster Stelle steht natürlich immer die Sicherheit der eigenen Fahrgäste, des eigenen Fahrzeuges, aber auch die der anderen Verkehrsteilnehmer. Das gilt übrigens auch für die Technik. Wie alle 60 Busfahrer und Busfahrerinnen – im Ilm-Kreis sind das derzeit elf Frauen – muss auch den beiden Neuen der Technikcheck vor Antritt der Fahrt in Fleisch und Blut übergehen. Das ist ähnlich der Kontrolle bei Flugzeugen, da wird alles in Augenschein genommen, was dadurch überprüft werden kann.

Stimmen die Leistungen, dann haben beide gute Chancen, vom RBA übernommen zu werden. Wie die meisten, die bisher beim Regionalbus Arnstadt ihren Beruf gelernt haben.

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