Thüringen will wieder Lehrer verbeamten

Erfurt  Außerdem ist eine bessere Bezahlung an Regelschulen geplant.

Eine junge Lehrerin schreibt an eine Schultafel Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Eine junge Lehrerin schreibt an eine Schultafel Foto: Julian Stratenschulte / dpa

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Die Thüringer Landesregierung will noch in diesem Jahr die Wiedereinführung der Verbeamtung von Lehrern beschließen. Mit der Entscheidung wolle man die Abwanderung junger Lehrer stoppen. „Wir stehen in Konkurrenz zu den Nachbarländern“, begründete Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) am Montagabend in Erfurt in der MDR-Fernsehsendung „Fakt ist ... !“ das Vorhaben.

Auch bei der unterschiedlichen Bezahlung von Gymnasial- und Regelschullehrern im öffentlichen Dienst wolle sich die die rot-rot-grüne Koalition nach ihren Aussagen bewegen. „Wir wollen durchsetzen, Regelschullehrer besser zu bezahlen.“ Zugleich mahnte sie an, dass es bei der Neueinstellung von Lehrern nicht nur um die Frage der Verbeamtung gehe. In den kommenden Jahren müsse man überlegen, wie man das Verhältnis von Lehrern und Schülern im Freistaat optimal ausbalancieren könne.

Sorgen bereite ihr auch, dass in Ostdeutschland gegenwärtig 60 Prozent der Lehrer älter als 50 Jahre alt sind. In den vergangenen Jahren seien nur einige junge Lehrer nachgerückt. Doch dazwischen klaffe eine Lücke. Klaubert zufolge ist das Fehlen von Lehrern im ­mittleren Alter problematisch. „Das Bindeglied mittleren Alters können wir nicht herzaubern“, sagte sie.

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