Volkshochschule Weimar im Wandel der Zeit

Weimar  Die Institution richtet den Blick mit ihrer neuen Ausstellung in die Geschichte auf 100 Jahre Erwachsenenbildung in Weimar

Dorothea Stoeber-Grobe und Marlen Kubald, pädagogische Mitarbeiterinnen, mit  VHS-Leiter Ulrich Dillmann, stellen Programm und Ausstellung vor.

Dorothea Stoeber-Grobe und Marlen Kubald, pädagogische Mitarbeiterinnen, mit  VHS-Leiter Ulrich Dillmann, stellen Programm und Ausstellung vor.

Foto: Christiane Weber

„Ein spannendes Jahr liegt vor uns“ – das bekräftigte VHS-Leiter Ulrich Dillmann am Montag bei der Vorstellung des Semesterprogramms, das auch die Geschichte der Volkshochschulen in Thüringen und besonders in Weimar in den Blick nimmt. Noch vor dem Festakt „100 Jahre VHS in Thüringen“ am 27. Februar im Volksbad Jena wird zum traditionellen Informationsabend am 31. Januar die Ausstellung zu „100 Jahre Volkshochschule Weimar“ eröffnet.

„Die Geschichte der Erwachsenenbildung ist eng verknüpft mit der Weimarer Republik“, erklärt Ulrich Dillmann. Im Zuge der Demokratisierung sei auch die Erwachsenenbildung diskutiert und mit einem eigenen Paragrafen in die Verfassung aufgenommen worden. Das zeige, welche Bedeutung lebenslangem Lernen schon damals beigemessen wurde. Die Volkshochschule Weimar wurde im März 1919 gegründet und nahm ihren Unterrichtsbetrieb am 1. Oktober 1919 auf. Unterrichtet wurde in allen möglichen Schulräumen. Die erste Geschäftsstelle befand sich im heutigen Sparkassen-Gebäude am Graben. Die Ausstellung reflektiert in rund 60 Plakaten die Geschichte der VHS Weimar in vier Zeitabschnitten – von 1919 bis 1933, während der NS-Zeit und des zweiten Weltkrieges, in der DDR und nach der Wende. Entwickelt und konzipiert wurde die Dokumentation seit September in intensiver Recherchearbeit von VHS-Leiter Ulrich Dillmann und der pädagogischen Mitarbeiterin Dorothea Stoeber-Grobe. Inhaltlich fachkundig begleitet wurden sie von dem Historiker Ronny Noack von der Schiller-Universität Jena. Die Gestaltung übernahm Nastaran Sahraei Senegani im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Bauhaus-Uni Weimar. Die Ausstellung werde bis Jahresende zu sehen sein und von einer Publikation begleitet.

Seit einer Woche ist die neue Internetseite der VHS Weimar online, informiert Dorothea Stoeber-Grobe. Darauf finden sich alle Informationen zu den 315 Kursen, Veranstaltungen und Projekten des Frühjahrssemesters. Davon entfallen knapp ein Drittel auf den am stärksten frequentierten Fachbereich Sprachen. Mit 60 Kursen rangiert die berufliche Bildung an zweiter Stelle. Neben Bewährtem finden sich auch etliche neue Angebote zum Beispiel das Oster-Special zum Thema Schokolade, „Häkeln von Amigurumi bis Zipfelmütze“ wie auch der Kleingruppenkurs „Kreatives Denken und Intuition“.

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