Zukunft der Regelschule Pfiffelbach scheint gesichert

Pfiffelbach  Kreis Weimarer Land will rund drei Millionen Euro in die Schule stecken. Landgemeinde steht einstimmig hinter dem Projekt

Die Abbildung zeigt eine Visualisierung des geplanten Ersatzneubaus für das Polytechnikgebäude der Regelschule Pfiffelbach. Neu gebaut werden das in der Grafik grau dargestellte Verbindungsstück und grüne Zweigeschosser. Abbildung: Architekturbüro Köcher, Berlstedt

Die Abbildung zeigt eine Visualisierung des geplanten Ersatzneubaus für das Polytechnikgebäude der Regelschule Pfiffelbach. Neu gebaut werden das in der Grafik grau dargestellte Verbindungsstück und grüne Zweigeschosser. Abbildung: Architekturbüro Köcher, Berlstedt

Foto: Architekturbüro Köcher, Berlstedt

Einstimmig ist das Votum ausgefallen und im Ergebnis ein deutliches Signal zur Stärkung der Bildungseinrichtungen des ländlichen Raumes. Die Staatliche Regelschule Pfiffelbach soll einen Ersatzneubau bekommen für das Polytechnikgebäude, das nur mit hohem Kostenaufwand hätte saniert werden können.

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates der Ilmtal-Weinstraße am Montagabend haben alle der anwesenden 16 Mitglieder das Einvernehmen für den finalen Beschluss zum Bauantrag des Kreises Weimarer Land ausgesprochen.

Abriss und Baubeginn ab den Sommerferien 2019

Für rund drei Millionen Euro soll der zur Debatte stehende Gebäudeteil abgerissen werden und unter anderem ein Neubau entstehen. Der Zweigeschosser soll durch einen Verbindungsbau, der als Aufenthaltsraum für die Pausen dienen könnte, mit dem Hauptgebäude der Regelschule verbunden werden.

Ende 2017 war im Bauamt des Landratsamtes mit den Planungen dazu begonnen worden – durch die Umsetzung wird der weitere Schulbetrieb damit vermutlich über viele Jahre langfristig gesichert. Bürgermeister Thomas Gottweiss (CDU) weiß aus persönlicher Erfahrung als Schüler, wie dringend die Maßnahme notwendig ist. Auf der Gemeindesitzung berichtete er von seinem Werkunterricht, den er in der Polytechnik hatte. Die Wände seien schon da mangelhaft gewesen, es habe ständig Luftzug gegeben – wegen Wänden, die dünn wie Papier seien.

Mit dem Ersatzneubau, der im ersten Bauabschnitt errichtet werden soll, soll Anfang der Sommerferien 2019 begonnen werden. Gleichzeitig haben an der Schule schon die Planungen für die komplette Räumung des Polytechnikbaus begonnen.

Mit dem Vorhaben des Kreises sind auch zwei weitere Teilprojekte verbunden, wie Steffen Stroech, Mitarbeiter im Bauamt des Landratsamtes erklärt: „Innerhalb des Bestandes werden auch die Flächen neu sortiert. So wandert die Schulküche in einen weiteren neuen Anbau.“ Dies soll im zweiten Bauabschnitt realisiert werden, für den der Startschuss 2020 fallen soll. Im vorhandenen Verbindungsbau zwischen dem angeschlossenen Grund- und dem Regelschulteil müssen für die erste Bauzeit zunächst Ausweichmöglichkeiten geschaffen werden, damit der Unterricht gewährleistet ist. Bis 2021 werde sich die nutzbare Fläche in der Schule leicht vergrößern, berichtet der Bauamtsmitarbeiter.

Im Zuge der Investition bekommt die Bildungseinrichtung auch noch ein neues Gerätelager direkt neben das bisherige, das sich im alten Trafohäuschen befindet. Dort sollen Werkzeuge und Arbeitsgeräte für Hausmeister- und Gartenarbeiten abgestellt werden können. Außerdem sollen hier Spielsachen und das Sommermobiliar eingelagert werden.

Wenn alles klappt könnte ab dem Schuljahr 2020/21 der Werkunterricht dann schon in einem neuen Fachkabinett im Ersatzneubau stattfinden – und zwar ganz ohne Zugluft.