Bibliotheken an Universitäten in Thüringen bündeln Kompetenz

Erfurt/Weimar  Die Hochschulen gründen einen Kooperationsverbund ihrer Bibliotheken mit landesweit vier lokalen Zentren.

So heikle Situationen wie hier für Isabella Weigand in der Universitätsbibliothek Jena kann es auch künftig geben. Doch gerade im Studium wird die Bücherwelt zunehmend digital. Foto: Janina Rottmann

So heikle Situationen wie hier für Isabella Weigand in der Universitätsbibliothek Jena kann es auch künftig geben. Doch gerade im Studium wird die Bücherwelt zunehmend digital. Foto: Janina Rottmann

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Auf breite Zustimmung stößt ein Kooperationsverbund der Hochschulbibliotheken, den das zuständige Wirtschaftsministerium initiiert hat. Danach bleiben die Einrichtungen erhalten und werden jeweils in lokalen Zentren in Jena, Weimar, Erfurt/Nordhausen und Ilmenau/Schmalkalden zusammengefasst, wie gestern eine Sprecherin Wolfgang Tiefensees (SPD) mitteilte.

Darüber hinaus wird ein Bibliotheksservicecenter mit „Service-Units“ (dt.: Dienstleistungseinheiten) in Jena und Ilmenau gegründet – in erster Linie, um die zunehmend komplizierten und kostspieligen Anforderungen in der digitalen Welt zu bewältigen. Ursprünglich war statt des nun zum 1. Januar installierten Koop-Verbundes über eine Zentralstruktur nachgedacht worden. Diese Idee setzte sich aber nicht durch.

„Kooperieren ist immer besser als zentralisieren“, kommentierte gestern Frank Simon-Ritz als Vorsitzender der Direktorenkonferenz Thüringer wissenschaftlicher Bibliotheken. Er würdigt, dass die gut funktionierenden Einheiten vor Ort ihre Spezifika behalten, aber beim Erwerb von Lizenzen für elektronische Zeitschriften oder beim Ausbau technischer Infrastrukturen durchs neue Servicecenter Hilfe bekommen. Auch seien neuartige Dienstleistungen für die Nutzer besser und effizienter zu etablieren. Als Beispiel nannte Simon-Ritz eine Bib-App für Smartphones, mit man seit kurzem jederzeit einfach in Bestandskatalogen recherchieren und sogar bestellen oder vormerken lassen kann.

Lediglich die künftige Funktion der Landesbibliothek sei durch den Kooperationsvertrag noch nicht hinreichend geklärt, monierte Simon-Ritz. Das betreffe zum Beispiel praktische Fragen bei der Digitalisierung und Restaurierung historischer Bestände. Auch Eberhard Kusber, Vorsitzender des Thüringer Bibliotheksverbands, lobte den neuen Verbund. Die fachliche und regionale Zusammenarbeit werde dadurch gestärkt.

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