Bedeutender Schritt im Leben von Michael Grimm aus Uder

Uder.  Im Dezember 2019 wurde Michael Grimm Mitglied der katholischen St.-Jakobus-Gemeinde in Uder. In diesem Jahr pilgert er zusammen mit seinem Taufpaten auf dem Jakobsweg.

Ein Höhepunkt für Michael Grimm aus Uder und ebenfalls ein Höhepunkt im Gemeindeleben der katholischen St. Jakobus-Gemeinde: Am zweiten Adventsonntag taufte Pfarrer Heribert Kiep den 37-Jährigen, der lange über seinen Entschluss nachgedacht hatte, in die katholische Kirche einzutreten.

Ein Höhepunkt für Michael Grimm aus Uder und ebenfalls ein Höhepunkt im Gemeindeleben der katholischen St. Jakobus-Gemeinde: Am zweiten Adventsonntag taufte Pfarrer Heribert Kiep den 37-Jährigen, der lange über seinen Entschluss nachgedacht hatte, in die katholische Kirche einzutreten.

Foto: Anne Wehr

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Freude im Advent. Die hat Michael Grimm aus Uder wohl noch nie so empfunden wie in den Dezembertagen 2019. Mit 37 Jahren ging er ganz bewusst einen Schritt, den er sich lange und gründlich überlegt hatte. Am zweiten Adventsonntag ließ er sich in seiner Heimatgemeinde beim Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Jakobus von Pfarrer Heribert Kiep taufen und empfing zum ersten Mal im Leben die Heilige Kommunion. Nun gehört er ganz offiziell zu seiner Kirchengemeinde, der er sich schon seit langer Zeit verbunden fühlte, begleitete er doch seine Frau Olivia und Jonas, den inzwischen zwölf Jahre alten Sohn, zu ihren sonntäglichen Gottesdienstbesuchen, freute sich über dessen Erstkommunion, betete mit den anderen im Gotteshaus versammelten Christen.

Bei der Taufpredigt für seinen Vater assistierte Jonas Pfarrer Kiep, betonte im Dialog mit dem Seelsorger in der für Jugendliche typischen Sprache: „Mein Vater wird heute ein richtiger Fan von Jesus und gehört ab jetzt richtig zu unserer Kirche. Ich finde das absolut klasse.“ Jonas war es auch, der Heribert Kiep in Erstaunen versetzte, als er dem im August 2016 neu nach Uder gekommenen Pfarrer mitteilte: „Papa muss noch getauft werden.“ Aber warum sollte jemand ungetauft sein, der seine Familie in die Kirche begleitete? „Er ist doch immer da“, lautete des Pfarrers erste Reaktion. Da kannte er die Geschichte seines nun neuen Gemeindemitgliedes noch nicht.

„Meine Oma war sehr gläubig“, erinnert sich Michael Grimm an seine Kindheit, spricht von seinen Eltern, die ihn sehr liebevoll erzogen haben. Zu einer Taufe war es allerdings nie gekommen. Im Jahr 2005 – da kannten er und seine Frau sich bereits – hatte er in einer Ausnahmesituation erstmals bewusst gespürt: „Außer den Menschen, die sich um mich sorgen, gibt es noch jemanden, der sich um mich kümmert, der aufpasst, dass alles gut geht.“ Damals war Michael Grimm schwer krank, lag im Krankenhaus. Im Bett hatte er begonnen zu beten. „Es hat funktioniert“, bestätigt er, sichtlich froh über den Verlauf, den sein Leben genommen hat. In so mancher Feierabendstunde hat der kaufmännische Angestellte und Prokurist mit Pfarrer Heribert Kiep zusammengesessen, zur Vorbereitung auf Taufe und Erstkommunion.

Für den Seelsorger war das ebenfalls keine alltägliche Aufgabe. Die Familie wurde mit einbezogen, als der Ehemann und Vater begann, seine selbstgewählte Entscheidung in die Tat umzusetzen. Er nennt einen weiteren Menschen, der ihm zur Seite stand und steht und ihn von Anfang an so wie die eigene Familie in seinem Vorhaben unterstützt hat. Es ist sein Taufpate und bester Freund Fabian Wehr aus Uder. „Wir kennen uns jetzt über zwanzig Jahre, waren bereits in der Jugend engste Vertraute“, erzählt Michael Grimm und berichtet von einem besonderen, einem wertvollen Geschenk, mit dem ihn sein Pate nach dem Taufgottesdienst überrascht hat. Das sei für ihn bedeutender als jedes materielle Präsent. Fabian Wehr hat Michael Grimm eingeladen, im Jahr 2020 mit ihm gemeinsam 100 Kilometer auf dem Jakobsweg zu pilgern.

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