Begegnung auf dem Hülfensberg

Geismar  130 Jugendliche aus dem Eichsfeld treffen sich zum „Come2gather“ bei Geismar. Verschiedene Workshops und Lagerfeuer werden angeboten.

130 Jugendliche aus dem Eichsfeld treffen sich auf dem Hülfensberg bei Geismar zum  „Come2gather“.

130 Jugendliche aus dem Eichsfeld treffen sich auf dem Hülfensberg bei Geismar zum  „Come2gather“.

Foto: Antonia Pfaff

Die Dämmerung macht sich langsam breit. Die Sonne ist noch am Himmel zu sehen, bevor sie sich mit einem wunderschönen Farbenspiel verabschiedet. Dieses Naturschauspiel rund um den Hülfensberg halten einige Jugendliche mit Selfies und Fotos fest. Denn sie haben sich auf dem Berg bei Geismar zum „Come2gather“ eingefunden. Das ist eine ökumenische Veranstaltung, bei der gebetet, getanzt und gesungen wird – auch der Kreativität sind an dem Abend keine Grenzen gesetzt. 130 junge Eichsfelder der neunten und zehnten Klassen finden sich gegen Abend auf dem Berg ein. „Wir hatten 120 Anmeldungen, und einige sind noch spontan dazugekommen“, sagt Marlena Diewald, die wie die Dekanatsjugendseelsorger aus Dingelstädt, Leinefelde und Heiligenstadt, die „Villa Lampe“ sowie die evangelische Jugend von Heiligenstadt zu den Organisatoren des Jugendfestivals gehört.

Lobgesang für jeden Geschmack

Der Abend beginnt mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Kennenlernspiel. Denn die Jugendlichen reisen aus dem gesamten Landkreis an und kennen sich bis dato größtenteils nicht. Dann folgen die verschiedenen Workshops – kreative Angebote, „Silence-Room“, „Es-cape-Room“, „Bibliodrama“, Anbetung. Jeder dieser Workshops hat einen christlichen Hintergrund. Am Lagerfeuer können sich die Jugendlichen über ihre Erfahrungen austauschen und in gemütlicher Runde Stockbrot zubereiten.

Paula erzählt, dass sie schon mehrfach von diesem Treffen gehört habe und sich auch dafür interessiere. Die Auszubildende sei im vergangenen Jahr verhindert gewesen, dieses Jahr passe es aber glücklicherweise. Sie ist mit einer Freundin da. Paula meint, dass man in den verschiedenen Workshops schnell Kontakte knüpft und gemeinsam agiert. In der Kapelle hingegen kann man dem Alltag und Stress entfliehen. Eine kleine Band spielt kirchliche Lieder, die zum Verweilen einladen und zum Nachdenken anregen. Die Kapelle hüllt sich dazu in unterschiedliche Farben. Ein Pfarrer steht für Fragen und Gespräche bereit. Einige Jugendliche lauschen den Klängen, tauschen sich ganz leise mit ihrem Nachbarn aus, und wieder andere sind in Gedanken versunken.

Überwiegend stimmungsvoll geht es im „Silence Room“ zu. Dort bekommen die jungen Erwachsenen Kopfhörer auf. Darauf sind drei Playlisten abgespeichert: Party, Lobpreis-Party und Lobpreis modern, aber ruhig. Während die einen mit ihrer Musik tanzen und Spaß machen, genießen die anderen den neu interpretierten Lobpreis und lauschen bewusst dem Gesang. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Pauline, Anastasia und Emely sind ganz begeistert. Die Workshops gefallen ihnen sehr gut, denn die Mischung sei ideal. Sie besuchen die Veranstaltung im Rahmen ihrer Firmvorbereitung. Denn der kirchliche Hintergrund des „Come2gather“ spielt für sie eine wichtige Rolle. Der „Escape-Room“ und das „Bibliodrama“ kommen bei den Heranwachsenden sehr gut an. Denn sie beschäftigen sich mit kirchlichen Themen und setzen sich mit der Bibel auseinander, allerdings in einem entsprechenden Rahmen. Für Begeisterung und ordentlich Zuspruch sorgen die kreativen Angebote. Paula ist vom Basteln der eigenen Lampen ganz begeistert.

Der Abend klingt mit der Segensandacht in der Kapelle auf dem Hülfensberg aus. Danach geht es für die Jugendlichen zurück in die Heimat.