Neue LED-Lampen für das große Dünkreuz über Heiligenstadt

Heiligenstadt (Eichsfeld). Normalerweise ragt es groß und schlank hoch über Heiligenstadt vom Dün. Doch seit einiger Zeit ist es unter einem großen Gerüst regelrecht versteckt - das Dünkreuz, beliebtes Ziel von Wanderern und Ausflüglern, braucht eine neue Beleuchtung.

Frisch eingerüstet wartet das Dünkreuz von Heiligenstadt auf seine neue Beleuchtung, die nun angebaut wird. Foto: Silvana Tismer

Frisch eingerüstet wartet das Dünkreuz von Heiligenstadt auf seine neue Beleuchtung, die nun angebaut wird. Foto: Silvana Tismer

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Bereits im Frühjahr war klar, dass dringend etwas passieren muss. Propst Hartmut Gremler setzte sich mit verschiedenen Handwerkern der Stadt zusammen, um Ideen zu finden und zu beraten. Die im Jahre 2003 erneuerte LED-Beleuchtung hatte bereits in den Weihnachtstagen 2013 ihren Dienst quittiert. Gunther Franke, Walter Meier, Friedhelm König und Gerhard Konradi wollten das samt Propst nicht auf sich beruhen lassen. Doch die Finanzierung gestaltete sich recht schwierig.

Etwa 14.000 Euro müssen aufgebracht werden, damit die Heiligenstädter wieder in der Nacht ihr gewohntes Leuchten vom Dün sehen können. Eine neue LED-Anlage ist schnell bestellt worden. "Es gab lange Lieferzeiten", erklärt Propst Gremler. Doch inzwischen ist die Anlage eingetroffen und kann nun eingebaut werden. Das 13 Meter hohe Kreuz hat bereits einen neuen Anstrich bekommen. Gleich mit erneuert werden soll auch der Elektroverteilerkasten, der mehrfach von Randalierern aufgebrochen und beschädigt wurde.

Gremler freut sich im Namen aller Beteiligten, dass sich aus der umliegenden Unternehmerschaft Sponsoren gefunden haben, die das Projekt finanziell unterstützen, auch ein Geldinstitut ist mit im Boot. Doch noch ist nicht die volle Summe zusammen. Ein bisschen fehle noch, bedauert der Bischöfliche Kommissarius, denn leider habe eine Zuwendung aus Lottomitteln nicht geklappt. "Das Geld hätten wir gut brauchen können", sagt er. Eine erste Kollekte gab es beim Raphaelsfamilienfest im Juni, um das Projekt "Dünkreuz" weiter anzuschieben.

Denn dass es beliebt ist, beweist nicht nur, dass die Wanderhütte und auch die Rastbänke oft besetzt sind, Naturfreunde den sagenhaften Ausblick auf Heiligenstadt gern genießen, sondern es Tradition ist, dass die Pfarrgemeinde St. Gerhard nach dem Fest Kreuzerhöhung, das am 14. September gefeiert wird, mit den Hauskranken und den Diamantenen Ehejubilaren zum Dünkreuz fährt, um dort einen gemeinsamen Nachmittag zu verbringen. Das war auch in diesem Jahr wieder der Fall. Begleitet von Pfarrer Heribert Kiep genossen sie jetzt bei bestem Wetter einen zauberhaften Nachmittag über der Stadt.

Errichtet wurde das erste Dünkreuz im Jahre 1948, also vor 66 Jahren, von Kriegsheimkehrern, als Dank, dass sie den Krieg und anschließende Gefangenschaft unversehrt überstanden hatten. Schon damals wurde immer in den Kar-Tagen vom Palmsonntag bis zum Weißen Sonntag das Kreuz mit viel Improvisation beleuchtet. "Mit Lkw-Batterien, die die Leute hochgeschleppt hatten, und Fahrradlampen", erinnert sich Propst Gremler. 1987 wurde das Kreuz erneuert und beleuchtet, ein weiteres Mal im Jahr 2003. Da wurde die jetzt kaputte LED-Beleuchtung installiert.

Mit der neuen, die in den kommenden Wochen verbaut werden soll, habe man sich für eine ganz neue langlebigere Version entschieden, die sogar noch mehr Strom spare, so der Propst. Wenn alles gut läuft, dann können die Arbeiten noch im Oktober abgeschlossen werden und das Dünkreuz traditionell zu Allerheiligen wieder in hellem Licht erstrahlen. Für das Projekt ist auch das Spendenkonto bei der Heiligenstädter Pax-Bank wieder aktiviert worden.

Wer das Projekt Dünkreuz unterstützen möchte, darf gern einen Betrag spenden. Kontoinhaber ist das Bischöfliche Kommissariat, Stichwort "Dünkreuz", bei der Pax-Bank: DE77370601935040132025, BIC: GENODED1PAX

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