Anschmückfest am „neuen“ Ostereierbaum in Saalfeld: Bis Mittwoch sollen 10.000 Eier hängen

Saalfeld  Die Geschichte des Saalfelder Ostereierbaums wird fortgeschrieben. Doch zu dem angekündigten Rekordversuch kam es gestern nicht. Rekordrichter Rolf Allerdissen musste wegen Krankheit absagen.

Ostereierbaum im Schlosspark in Saalfeld Foto: Heike Enzian

Ostereierbaum im Schlosspark in Saalfeld Foto: Heike Enzian

Foto: zgt

Die SMS erreichte Gastronom Uwe Gerstenberg, den Initiator der Ostereierbaum-Aktion im Schlosspark, gestern Nachmittag: „Leider hat mich eine schwere Grippe erwischt. Ich bekomme trotz Medizin das hohe Fieber nicht runter und ich konnte auch keinen Ersatz besorgen“. Das schrieb Rolf Allerdissen, Rekordrichter beim Rekord-Institut für Deutschland in Hamburg. Gern hätte er am Sonntag den Saalfeldern die Urkunde für die „häufigste jährliche Osterbaum-Dekoration in einem Ort“ verliehen.

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wie es so schön heißt. „Dann muss er eben Ostern kommen“, so die Reaktion des Betreibers der Gaststätte „Das Loch“ in Saalfeld. Dann ist der Baum auch wirklich fertig geschmückt. Am Wochenende ist man dem Ergebnis einen großen Schritt näher gekommen. Zahlreiche Saalfelder und Gäste, darunter auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr und Ferienkinder, halfen eifrig mit. Am Ende sollen es wieder mehr als 10 000 bunte Ostereier sein, die den Baum zieren.

„Auch schön, aber anders schön“, so kommentierten Volker und Christa Kraft das Werk. Sie hatten jahrelang den Apfelbaum auf ihrem Gartengrundstück auf den Rödern geschmückt und ihn zu einem Wahrzeichen Saalfelds gemacht. Jetzt haben sie den Staffelstab weiter gegeben.

„Wir haben es 50 Jahre lang gemacht, jetzt sind mal andere dran“, so Volker Kraft. „Dafür können wir jetzt wieder beruhigt schlafen ohne die Angst um den Baum und die Eier, das ist auch schön“, ergänzt seine Frau Christa. „Wir haben ja lange überlegt, wie es weiter gehen soll. Aber jetzt sind wir froh, dass es so gekommen ist. Vor allem, weil die Attraktion nun in Saalfeld bleibt“, sagen sie.

Und ganz ohne Ostereier können Krafts natürlich nicht. So kamen sie am Wochenende auch nicht mit leeren Händen in den Schlosspark. Ostereier gehäkelt ohne Ei – das ist die neueste Kreation von Christa Kraft. Und ihrem Mann Volker war es vorbehalten, ein von ihr gestaltetes Saalfeld-Ei am Baum zu befestigen.

Dass der Ostereierbaum im Schlosspark nicht ganz an das Original rankommt, muss man zugeben. „Wir hätten schon acht Wochen vorher angefangen, hatten unser genaues System, damit zum Beispiel nicht Eier einer Farbe an einer Stelle konzentriert sind“, sagt Volker Kraft. Erfahrungen, die die „Neuen“ nun erst machen müssen. „Der Aufwand ist groß. Es ist das erste Mal für uns, wir werden daraus lernen“, meint Uwe Gerstenberg. Er bedankte sich gestern bei allen Saalfeldern, die diese Aktion unterstützen. „Es ist eine wunderbare Werbung für Saalfeld. Vielleicht zieht der Baum noch mehr Touristen an“, sagte er. Das mediale Interesse war jedenfalls schon groß.

Viel Trubel herrschte gestern nicht nur im Schlosspark. Auch auf dem Saalfelder Markt, wo zum Frühlingsfest mit verkaufsoffenem Sonntag eingeladen war, zog es zahlreiche Besucher.

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