Weimar. Schulsozialarbeiter sind aus den Schulen nicht mehr wegzudenken. Doch noch zu oft sparen die Kommunen ausgerechnet bei ihnen.

Der Satz, den Julia Beier* zum Ende des Gesprächs sagt, ist drastisch, aber er bringt es auf den Punkt: „Wir sind die letzte Instanz, die ein Kind anruft, bevor es womöglich von der Brücke springt.“ Beier beschreibt damit kurz und knapp, welch wichtige Aufgabe Schulsozialarbeitern wie ihr zukommt. Sie sind oft erster Ansprechpartner und Vertrauensperson für Kinder und Jugendliche, die beispielsweise unter Mobbing oder Missbrauch leiden, suchtkranke oder gewalttätige Eltern haben oder vom Leistungsdruck überfordert sind – und die niemanden sonst wissen, an den sie sich in ihrer Not wenden könnten. Doch genauso bieten Schulsozialarbeiter Eltern und Lehrer Beratung und Hilfe an.