Balipockets sorgen bei Konzert in Worbis für Gänsehaut

Worbis. Sie wollten ein gutes Konzert geben mit Musik für Jung und Alt. Das war den Künstlern beim Musikabend des Vereins „Balipockets“ am Freitag in Worbis mehr als gelungen.

Lars Hillmann (im Bild) und Jacob Braun begeisterten mit der Akustikversion des Titels „Hey ya“ der Gruppe „The Blanks“ und dem Stück „Old white Lincoln“ von „The Gaslight Anthem“.

Lars Hillmann (im Bild) und Jacob Braun begeisterten mit der Akustikversion des Titels „Hey ya“ der Gruppe „The Blanks“ und dem Stück „Old white Lincoln“ von „The Gaslight Anthem“.

Foto: Gregor Mühlhaus

Bevor das Benefizkonzert starten konnte, mussten noch Stühle in der Kirche „St. Peter und Paul“ aufgestellt werden – so groß war der Andrang. Nachdem die Moderatorin des Abends, Anna Hesse, die Gäste begrüßt hatte, machten Peter Lach und Ronald Pfeifer mit ihren Gitarren den Anfang mit dem spanischen Titel „Entre dos Aguas“ von Paco de Lucia.

Mit „Sevillana“ folgten weitere spanische Gitarrenklänge, bevor Robin Schmidt und Marius Keilholz im Altarraum Platz nahmen. Die beiden hatten sich bei der Jugendschola in Bischofferode kennengelernt und spielten die Stücke „Froh, dabei zu sein“ von Phillip Poisel und „Super Girl“ von „Reamonn“, für die sie großen Applaus erhielten.

Lars Hillmann und Jacob Braun machten mit der Akustikversion des Titels „Hey ya“ der Gruppe „The Blanks“ und dem Stück „Old white Lincoln“ von „The Gaslight Anthem“ weiter. Die beiden jungen Männer aus Worbis sind Teil der Gruppe „Staya Bux“, wie Anna Hesse sagte. Kristin Wiemuth und Laura Marschhausen, die die künstlerische Leitung des Abends hatte, präsentierten die Titel „You raise me up“ von „Secret Garden“ und „Everglow“ der Band „Coldplay“. Dabei trat Marschhausen als Sängerin auf, die von ihrer Musikerkollegin auf dem Klavier begleitet wurde. Noch vor der Pause sorgten schließlich Sarah Bley und Michael Riesmeyer für Gänsehautstimmung mit den Titeln „Ich geh‘ in Flammen auf“ von „Rosenstolz“ und „Time‘s Scar“, das vom japanischen Musiker Yasunori Mitsuda komponiert wurde. Anschließend kamen die Gäste in den Genuss eines Interviews mit dem Gründer und Vorsitzenden des Vereins „Balipockets“, Daniel Gottstein. Dieser zeigte sich überaus erfreut über die vielen Besucher und erzählte von seiner Arbeit. Während er vor einigen Jahren einen Schülerfreiwilligendienst auf der asiatischen Insel absolviert hatte, habe er von der Sturmflut erfahren, bei der viele Gebäude an den Küsten zerstört worden waren. „Auch eine Schule war in Mitleidenschaft gezogen worden“, so Gottstein. So hatte der junge Mann aus Worbis recht schnell viele Unterstützer im Eichsfeld gefunden und den Verein „Balipockets“ gegründet.

Allein in den letzten zwei Jahren habe man bereits mehr als 13 000 Euro gesammelt, um die Schule wieder herrichten zu können. Das Projekt sei für ihn eine Herzensangelegenheit, so Gottstein weiter.

Es müssten in der Schule sanitäre Anlagen, Fußböden und Wände erneuert werden. Solch ein Projekt sei ein riesiger Spagat. Natürlich müsse man bei den Behörden nachweisen, wo das Geld hingehe, sagte der Worbiser. „Wir würden die Handwerker gern selbst bezahlen, damit wir sicher sind, dass das Geld an die richtige Stelle kommt“. Es gehe jedoch auch um Schulgeld für viele Kinder und Jugendliche im fernöstlichen Land.

„Hier in Europa überlegt man, an welche Schule man geht. Auf Bali überlegt man, ob man sich eine Schule überhaupt leisten kann“, meinte Gottstein. Im zweiten Teil des Konzerts glänzten neben anderen Künstlern auch Marius Keilholz und Robin Schmidt noch einmal. Bei einem deutschsprachigen Medley und dem Titel „Wieder hier“ von Marius Müller Westernhagen zeigte Schmidt seine gesanglichen Qualitäten einmal mehr. Großen Beifall erhielt auch Sarah Bley, die auf der Violine Stücke aus dem Musical „Phantom der Oper“ und „Schindlers Liste“ spielte. Am Ende kamen alle Musiker noch einmal auf die Bühne, um mit den Konzertbesuchern den Klassiker von Michael Jackson „We are the World“ zu singen. „Das war ein fantastisches Konzert. Viele der Musiker kenne ich vom Worbiser Gymnasium ,Marie Curie‘. Die haben sich heute Abend richtig ins Zeug gelegt“, zeigte sich nicht nur Gisela Räuber aus Worbis zufrieden.

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