Bundesgartenschau in Erfurt: Seilbahn soll Egapark und Petersberg verbinden

Auf seiner Sitzung hat der Aufsichtsrat der Bundesgartenschau in Erfurt grünes Licht für weitere Planungen einer Seilbahn zwischen Egapark und dem Petersberg gegeben.

Für die Bundesgartenschau soll der Petersberg in Erfurt per Seilbahn mit dem egapark verbunden werden. Montage: Lichtschwärmer

Für die Bundesgartenschau soll der Petersberg in Erfurt per Seilbahn mit dem egapark verbunden werden. Montage: Lichtschwärmer

Foto: zgt

Auf seiner Sitzung hat der Aufsichtsrat der Buga in Erfurt grünes Licht für weitere Planungen einer Seilbahn zwischen Egapark und dem Petersberg gegeben. Seit November habe man sich mit verschiedenen Modellen beschäftigt, wie eine Seilbahn die Attraktivität der Buga 2021 in Erfurt erhöhen könne, sagte BUGA-Chefin Kathrin Weiß.

Dabei spiele auch der Kostenfaktor eine tragende Rolle. Um die noch nicht zu bestimmenden Kosten zu minimieren, sei eine ungewöhnliche Idee geboren: „Wir können uns vorstellen, die Seilbahn mit den BUGA-Städten Heilbronn und Mannheim zu teilen“, so die Buga-Chefin.

Demnach soll die Seilbahn, die 2019 in Heilbronn zum Einsatz kommt, 2021 in Erfurt und 2023 dann in Mannheim aufgebaut werden.

Das Projekt wird auch vom Verein „Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021“ unterstützt. „Eines ist sicher: Eine Seilbahn erhöht die Attraktivität der Bundesgartenschau in der Landeshauptstadz enorm“, sagt der Vereinsvorsitzende Dieter Bauhaus.

Laut Buga-Aufsichtsrat gebe es erste Gespräche mit einem Ingenieurbüro, das bereits diverse Projekte auch für Gartenschauen geplant hat.

Zwei Trassen kämen für die Seilbahn in Frage. Eine startet auf dem Egapark unterhalb des Gartenbaumuseums und führte zur Bastion Kilian auf dem Petersberg. Die andere Variante hätte den gleichen Ausgangspunkt vom Egapark und würde westlich der Bastion Kilian neben dem Umspannwerk enden.

Die geplante Strecke für die Seilbahn:

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Laut Planung liege die maximale Trassenbreite bei ca. 16,5 Meter und die Gesamtlänge bei 1,1 Kilometer. Sechs Stützen sind geplant und die maximale Höhe liege bei 50 Metern über dem Boden. In etwas mehr als fünf Minuten könne man dann vom Egapark auf den Petersberg gelangen.

„Uns ist es wichtig, dass die Seilbahn nicht nur eine temporäre Attraktion für alle Buga-Besucher wird, sondern auch den Erfurtern für die Zeit der Bundesgartenschau völlig neue Eindrücke unserer schönen Stadt beschert“, so Kathrin Weiß. Gleichzeitig räumt sie ein, dass das Projekt auch Riskiken berge. „Die Erfurter müssen die Seilbahn wollen, die betroffenen Grundstückseigentümer müssen mit ins Boot geholt werden. Auch Denkmalpflege und Naturschutz haben ein wichtiges Wort mitzureden. Und es sollte sicher gestellt werden, dass die Kosten nicht die Einnahmen übersteigen“, beschreibt die Buga-Chefin.

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