Drei(n)schlag fällt wegen der Corona-Krise aus

Drei Gleichen.  Das Feuerwerksspektakel Drei(n)schlag rund um die Drei Gleichen mit Konzert gibt es erst 2023 wieder.

Der Blick auf alle Drei Gleichen von Wechmar wäre auch beim Feuerwerksspektakel bestens, doch der Drei(n)schlag 2020 fällt wegen der Corona-Pandemie aus.

Der Blick auf alle Drei Gleichen von Wechmar wäre auch beim Feuerwerksspektakel bestens, doch der Drei(n)schlag 2020 fällt wegen der Corona-Pandemie aus.

Foto: Claudia Klinger

Der Tourismusverband Thüringer Wald/Gothaer Land, der Förderverein Thüringer Burgenland Drei Gleichen, die Gemeinden Drei Gleichen und Amt Wachsenburg haben als Veranstalter den Drei(n)schlag abgesagt. Eigentlich sollte das Spektakel, das alle drei Jahre an einen sagenhaften gleichzeitigen Einschlag von drei Blitzen in alle drei Burgen im Jahr 1231 erinnert, vom 21. bis zum 23. August mit Konzerten und einer großen Pyrotechnik-Show stattfinden. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Doch nachdem am Mittwoch entschieden wurde, dass zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland alle Großveranstaltungen bis 31. August abgesagt werden müssen, wird es auch den Drei(n)schlag nicht geben.

Immerhin würden etwa 2000 Besucher zu den Konzerten erwartet, und die Zahl der Neugierigen, die das Feuerwerksspektakel rund um die Wachsenburg, die Mühlburg und die Burg Gleichen normalerweise von vielen verschiedenen Aussichtspunkten aus verfolgen, sei immer immens gewesen. „Abstandsregeln würden sich da wohl nicht einhalten lassen. Es ist eben eine Großveranstaltung“, sagt Bettina Aschenbrenner, die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Thüringer Wald/Gothaer Land.

„Wir hatten uns bereits auf dieses Szenario vorbereitet. In den vergangenen zwei Wochen haben wir, die Veranstalter, mit Künstlern, Kooperationspartnern und untereinander viel telefoniert. Uns wurde klar, dass es zur Absage keine Alternative gibt, was durch die Entscheidung in der Telefonschalte der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten bestätigt wurde.“ Ein Abblasen auf den letzten Pfiff sei bei solch einer großen Veranstaltung mit ihren zahlreichen logistischen Herausforderungen ohnehin nicht zu verantworten gewesen.

„Wir mussten auch abwägen, unnötige Kosten zu vermeiden“, sagt Bettina Aschenbrenner. „Obwohl wir natürlich schon viel Geld in die Werbung gesteckt haben.“ Seit zwei Jahren seien die Vorbereitungen gelaufen. Ein Verschieben aufs nächste Jahr sei aus organisatorischen Gründen nicht möglich gewesen. So werde es den nächsten Drei(n)schlag erst wieder 2023 geben, „wenn hoffentlich die Menschen gegen das Coronavirus geimpft sind“, sagt Bettina Aschenbrenner.

Auch Jens Leffler (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Drei Gleichen, bedauert die Absage. „Sie ist uns nicht leicht gefallen, stecken doch in der Vorbereitung schon viel Zeit, Geld und vor allem Herzblut.“ Aber solch eine Großveranstaltung sei in der jetzigen Situation nicht zu verantworten. „Die Gesundheit der Menschen geht vor.“

Selbstverständlich würden die bereits gezahlten Beträge für Drei(n)schlag-Tickets zurückerstattet, betont Bettina Aschenbrenner. Alle, die ihre Eintrittskarten in einer der Vorverkaufsstellen des Thüringer Ticketshops erworben haben, finden die Informationen dazu auf der Internetseite www.ticketshop-thueringen.de/absagen-verlegungen/. Wer Karten beim Tourismusverband Thüringer Wald/Gothaer Land oder beim Regionalen Förderverein Thüringer Burgenland Drei Gleichen in der Kulturscheune Mühlberg erworben hat, werde separat angeschrieben. „Wir werden das Geld für die Tickets ab 4. Mai 2020 überweisen“, sagt die Chefin des Tourismusverbands. „Wir würden uns aber auch sehr freuen, wenn Karteninhaber auf eine Rückerstattung verzichten und damit die Fortführung unseres Drei(n)schlag-Projektes unterstützen würden.“