Eltern und Schüler pflanzen sich in Limlingerode einen eigenen Edelholz-Wald

Limlingerode (Nordhausen). Am Sportplatz Limlingerode fanden sich am Freitag über 100 Leute zusammen, um das Gemeinschaftsprojekt zu starten.

Am Freitagnachmittag trafen sich über 100 Kinder, Eltern und Forstvertreter am Sportplatz in Limlingerode, um Edelhölzer zu pflanzen. Foto: Renate Rusche

Foto: zgt

Im Gemeindewald von Hohenstein, gleich am Sportplatz von Limlingerode, mussten wegen Schädlingsbefall sehr viele Bäume gefällt werden, die große Lücken in dem Lärchen- und Fichtenbestand hinterließen.

Diese Lücken wieder zu schließen, haben sich die Kinder der Grundschule Klettenberg, der Schulförderverein, Eltern, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), die Gemeinde und das Forstamt Südharz-Bleicherode gemeinsam auf die Fahne geschrieben. Und stellten ein Schulwaldprojekt auf die Beine, das Freitag erstmals ganz konkret wurde.

Über 100 mit Spaten bewaffnete und mit wetterfester Kleidung versehene Männer, Frauen und Kinder trafen sich um 14 Uhr am Sportplatz in Limlingerode zu einer großen Pflanzaktion. Die Bürgermeisterin Katharina Stosiek hatte die Organisation im Vorfeld übernommen, die SDW spendierte die ersten über 100 edlen Hölzer – Bergahorn, Ulme und Kirsche – sowie den dazugehörigen Verbissschutz.

Die Forstleute übernahmen die fachliche Anleitung, die Mitglieder des Schulfördervereins hatten einen zünftigen Imbiss gezaubert, damit sich alle nach der Pflanzaktion stärken und gleich austauschen konnten. Und damit auch alle mit ihren Fahrzeugen Platz auf dem Sportplatzgelände fanden, hatten Mitglieder der Jugendfeuerwehr des Ortes die Regelung des Verkehrs übernommen.

Zum Auftakt des Ganzen traten die Jungen und Mädchen der 4. Klasse der Grundschule Klettenberg unter Anleitung von Horterzieherin Ina Menzel auf den Plan und erläuterten den Erwachsenen, was es mit dem gemeinsamen Projekt auf sich hat.

Die Grundidee des Schulwaldes für den Einzugsbereich der Grundschule "Thomas Müntzer" Klettenberg ist es, dass die Schüler unter fachlicher Anleitung einen Großteil der Betriebsarbeiten wie Pflanzung, Wildschutzmaßnahmen oder Wässern bei Trockenheit in den ersten Jahren selber durchführen. Pflanzen, pflegen, schützen, erkunden, erforschen, entdecken und untersuchen – all das ermöglicht der Schulwald. Und all das sollen die Jungen und Mädchen hier auch tun, sagte die Schulleiterin Carola Grützner-Radtke.

Die Fläche für den Schulwald liegt im Gemeindewald Hohenstein im Forstrevier Königsthal. Hier soll im angrenzenden Eichholz eine Edellaubholzpflanzung entstehen. Die Kontrolle des Anwuchses und das Hegen der jungen Bäumchen wird für die nächsten Jahre Aufgabe der Jungen und Mädchen der Grundschule Klettenberg sein.

Eine Aufgabe, die vor allem auch Spaß machen soll. Denn in der Natur gibt es an 365 Tagen im Jahr immer wider Spannendes und Interessantes zu entdecken und zu erleben, weckten.

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