Erinnerung an die Schlacht bei Langensalza 1866

Bad Langensalza  Welfenbund legt am Hannoveraner-Denkmal in der Kurstadt einen Kranz nieder und weiht in Kirchheilingen ein neues Kreuz ein

Kirchheilingens Bürgermeister Jan Behner (links) und Gerald Mehrtens vom Welfen-Vorstand am Kreuz.

Kirchheilingens Bürgermeister Jan Behner (links) und Gerald Mehrtens vom Welfen-Vorstand am Kreuz.

Foto: Sabine Spitzer

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Ein dreifaches Salut zum Gedenken: Am Mittwochvormittag haben Vertreter des Welfenbunds und der Stadt am Hannoveraner-Denkmal an die Schlacht bei Langensalza im Jahr 1866 erinnert.

„Die Ereignisse sind in der kollektiven Wahrnehmung bald vergessen“, sagte Matthias Reinnecke, Vorsitzender des Welfenbundes. Daher müsse die Tradition des Gedenkens fortgeführt werden.

„Die Schlacht bei Langensalza ist Teil unserer Geschichte“, machte Alexander Ernst, zweiter Beigeordnete der Stadt, deutlich. Er wies auch auf die Bedeutung des Gedenktages hin, der die Sicht auf die Vergangenheit und die Deutung der Gegenwart beeinflusse. „Aus der Erinnerung an das Leid des Krieges und aus dem Gedenken an die Opfer erwächst der Auftrag, sich für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und ein würdiges Leben einzusetzen“, sagte Ernst.

Vor 152 Jahren war auf den Feldern vor der Stadt eines der großen Gefechte des Deutschen Krieges ausgetragen worden. Gästeführerin Mary Fischer hatte 21 Achtklässler des Salza-Gymnasiums im Rahmen eines Wandertags zum Hannoveraner-Denkmal geführt, wo wird Geschichte lebendig wurde.

Reinecke erklärte den Schülern: „Es geht darum, dass es Kämpfe Deutsche gegen Deutsche nicht mehr geben darf.“ Es sei zwar damals nur ein kleines, aber epochales Gefecht gewesen. Die Truppen des Königreichs Hannover siegten zwar gegen die Preußen, mussten aber am 29. Juni 1866 kapitulieren. Hannover, bis dato ein eigenes Königreich, wurde annektiert und verschwand als unabhängiger Staat von der Landkarte.

Am Nachmittag erfolgte in Kirchheilingen eine feierliche Einweihung. Weil das Kreuz auf dem Grabmal des Hauptmannes Carl Laves nicht mehr repariert werden konnte, hatte der Welfenbund ein neues erstellen lassen. Am Denkmal auf dem hannoveranischen Gottesacker wurde zudem dem unbekannten Soldaten eine Inschrift gewidmet. Dessen Name fehlte bisher an der Stele, wo die 25 Hannoveraner beerdigt sind.

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