Investor für Schloss in Tüngeda wird immer noch gesucht

Tüngeda (Unstrut-Hainich-Kreis). In Tüngeda gibt es noch etliche Stellen, wo es Probleme gibt. Doch die Gehweg-Sanierung könnte jetzt beginnen.

Das Schloss hat keinen neuen Besitzer. Die Gemeinde kümmert sich intensiv. Foto: Christian Gehrke

Das Schloss hat keinen neuen Besitzer. Die Gemeinde kümmert sich intensiv. Foto: Christian Gehrke

Foto: zgt

Eigentlich können die Tüngedaer aufatmen. Zwei Nebenstraßen wurden nach der Sanierung der Hauptstraße repariert. Sie dienten als Umleitungen und waren stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Vertreter des Landratsamts, einer Baufirma und eines Planungsbüros waren am Mittwoch vor Ort, um sich die Straßen anzuschauen.

Die Gemeinde ist seit 2013 im Dorferneuerungsprogramm des Landes Thüringen. Bürgermeister Reinhardt Böhnhardt weiß, dass einige Bewohner ungeduldig werden, weil sie keine Fortschritte sehen. Doch am 31. August wurde der genaue Dorfentwicklungsplan verschickt.

Die Gehwege sind das ewige Sorgenkind der Gemeinde. "Am 31. Oktober werden wir einen Antrag auf die Sanierung der Bürgersteige stellen", sagt Böhnhardt.

Kontakt mit der Förderstelle besteht

Das Land müsse dann nur noch den Fördermittelbescheid genehmigen. Dann könnte die Gehweg-Sanierung beginnen - endlich. Im Frühjahr könnte es losgehen. Ein kleiner Eigenanteil der Bevölkerung wird nicht ausbleiben, erklärt Böhnhardt. Er sagt: "Die Bürgersteige können auf keinen Fall so bleiben." Sie stehen deswegen auf der Prioritätenliste ganz oben. An sie wird als erstes gedacht.

Doch es gibt nicht nur eine Baustelle in Tüngeda. Es sind gleich mehrere. "Das Vereinshaus Krone ist das letzte Mal in den 1960er-Jahren saniert worden. Wir versuchen alles, um es in die Dorferneuerung zu inte-grieren", so der Bürgermeister. Die Kosten für die Restaurierung schätzt er auf 250"000 Euro. Die Heizung und die Außenwand der "Krone" müssten zuerst gemacht werden.

Bleibt noch das Schloss in Tüngeda, das auf den ersten Blick einen schönen Eindruck macht. Doch das Dach muss dringend repariert werden. Die Fassade braucht neue Farbe. "Je länger wir warten, desto teurer wird es", meint Ortschef Böhnhardt. Auch deswegen, weil sich die Denkmalbehörde schon bei ihm gemeldet hat. Bürgermeister Böhnhardt sagt: "Wir brauchen dringend einen Investor." Er könnte sich vorstellen, dass aus dem Schloss ein Restaurant oder Hotel werden könnte. Denn eine Erhaltung könne kein Zweck sein.

Eine Bewohnerin hatte das Anwesen vertraglich übernommen. Sie wollte im Schloss eine Sprachschule gründen. Doch sie verwarf die Pläne.

Das Spritzenhaus und der Friedhof in Tüngeda stehen noch auf der Agenda. An die Punkte wird derzeit weniger gedacht. "Unser Ort steht im engen Kontakt mit dem Land Thüringen. Wir brauchen die Förderung für die Bürgersteige, das Vereinshaus und auch das Schloss", sagt Böhnhardt. Gerade Letzteres ist ihm wichtig.

Er versteht die Ungeduld im Ort. "Die Bewohner können jederzeit auf mich zukommen", sagt er. So gab es die Frage, warum die Nebenstraßen in Tüngeda nicht saniert und nur aufgeschüttet wurden "Das hätte jeden Bewohner Tausende Euro gekostet. Das wollte ich ihnen ersparen", sagt Böhnhardt.

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