Jenaer Klinikteam aus Italien zurückgekehrt

Jena.  Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) begrüßte am Freitag vier Ärzte und Pfleger aus dem Universitätsklinikum Jena, die von einem zehntägigen Hilfseinsatz in Italien zurückgekehrt waren.

Die vier Ärzte und Pfleger aus dem Universitätsklinikum Jena waren bei einem zehntägigen Hilfseinsatz in Italien.

Die vier Ärzte und Pfleger aus dem Universitätsklinikum Jena waren bei einem zehntägigen Hilfseinsatz in Italien.

Foto: Sascha Fromm

„Gesund und munter“ konnte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Freitag vier Ärzte und Pfleger aus dem Universitätsklinikum Jena begrüßen. Sie waren am Sonntag von einem zehntägigen Hilfseinsatz in Italien zurückgekehrt. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Gemeinsam mit dem medizinischen Vorstand des Klinikums, Jens Maschmann, dankte er ihnen für ihre nicht ungefährliche solidarische Hilfe in dem durch das Corona-Virus schwer getroffenen Land. In dem süditalienischen Städtchen Bosco Trecase, wo eine alte Klinik zu einem reinen Corona-Zentrum ausgebaut wurde, arbeiteten Florian Prechter, Korel Shitek, Nelson Eliel Tezen Rivera und Valeria Gianfrancesca bei der Betreuung von 30 bis 40 Corona-Patienten mit.

„Das war auch für uns ein Chance, zu helfen und Erfahrungen zu sammeln“, sagt der Internist Forian Prechter. Man sei herzlich und dankbar aufgenommen worden. Natürlich habe man große Angst beim Personal gespürt. Denn in Italien seien bisher allein schon 125 Ärzte durch das Corona-Virus zu Tode gekommen.

Aber es sei ein vertrauensvolles Verhältnis zustande gekommen. Am Mittwoch werden die vier Helfer wieder ihren Dienst am Jenaer Uniklinikum aufnehmen. „Als einen sicheren Heimathafen für ein Schiff in schwerer See“ bezeichnete Regierungschef Ramelow das Jenaer Uniklinikum. Er verwies auch auf ein Dankschreiben, das er inzwischen von Politikern jener Region erhalten habe.

Er zeigte sich zufrieden, dass es in Jena gelungen sei, die Kapazitäten für eine wirksame Corona-Versorgung zu erhöhen und sie auch weiter vorzuhalten. Denn er wie auch Maschmann betonten, dass man noch lange mit dem Corona-Virus leben müsse.

Wenn Anfragen zur medizinischen Unterstützung kämen, sei man auch dazu weiterhin bereit, sagt Maschmann. Ramelow konnte auch davon berichten, dass die Landesregierung derzeit eine Bitte um Hilfe aus Großbritannien prüfe. Dort benötige man dringend Corona-Schutzausrüstungen.

Thüringen nimmt Corona-Patienten aus Frankreich auf - Jenaer Ärzte nach Italien unterwegs