Jenaer Vierlinge dürfen vorerst bleiben

Jena  Die im Oktober vergangenen Jahres in Jena geborenen Vierlinge und ihre Eltern dürfen in Deutschland bleiben.

Am 24. April wurden in der evangelischen Kirche in Jena-Winzerla die Vierlinge einer albanischen Flüchtlingsfamilie getauft. Foto: Lutz Prager

Am 24. April wurden in der evangelischen Kirche in Jena-Winzerla die Vierlinge einer albanischen Flüchtlingsfamilie getauft. Foto: Lutz Prager

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Eine Flüchtlingsfamilie aus Albanien mit acht Monate alten Vierlingen darf vorerst in Thüringen bleiben. Sie sei als Härtefall anerkannt worden, teilte Migrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) am Dienstag in Erfurt mit.

„Nun kann die Familie nach ihrer Flucht und der Geburt ihrer Frühchen alle Herausforderungen auf einer sicheren Basis angehen.“ Die Familie bekomme zunächst einen befristeten Aufenthaltstitel für zwei Jahre. Eine Verlängerung sei möglich, wenn sie ihren Lebensunterhalt überwiegend selbst sichern könne.

Der Familie hatte zuvor die Abschiebung gedroht, weil Albanien zu den sicheren Herkunftsländern gehört. Deren Bürger bekommen in der Regel kein Asyl in Deutschland. Die Vierlinge - drei Mädchen und ein Junge - waren Mitte Oktober in der Universitätsklinik Jena in der 32. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Sie wogen nur zwischen 1200 und 1655 Gramm. Die Eltern waren nach eigenen Angaben im Juli 2015 wegen der schlechten medizinischen Versorgung in Albanien nach Deutschland geflüchtet. Sie fürchteten Komplikationen bei der schwierigen Vierlingsschwangerschaft.

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