Klare Schrittfolge und Bürgerbeteiligung bei Apoldas Museum

Apolda.  Dem, was er im Sommer versprach, nämlich sich fürs Museum Apolda einzubringen, lässt CDU-Bundestagskandidat Mohring jetzt seinen Fahrplan folgen.

Mike Mohring (CDU) will in Sachen Zukunft des Apoldaer Glocken-Stadt-Museums der jüngsten Ankündigung Taten folgen lassen.

Mike Mohring (CDU) will in Sachen Zukunft des Apoldaer Glocken-Stadt-Museums der jüngsten Ankündigung Taten folgen lassen.

Foto: Sascha Fromm

Um dem Glocken-Stadt-Museum eine tragfähige Perspektive zu eröffnen, erläuterte der Landtagsabgeordnete und CDU-Bundestagskandidat Mike Mohring jetzt, wie er sich den Verfahrensablauf vorstellt. Bereits vor Monaten hatte er erklärt, dass man das Ganze frei von Beschränkungen „neu denken“ müsse.

An erster Stelle müsste aus seiner Sicht ein Ideen-Wettbewerb stehen, an dem drei renommierte Thüringer Gestaltungsbüros teilnehmen sollen. Diese wurde bereits vom Ersten Beigeordneten der Stadt, Volker Heerdegen (CDU), kontaktiert. Zusicherungen, dass sie sich beteiligen, gebe es.

Noch 2020 werden sie wohl beginnen, ihre Vorstellungen zu entwickeln, was in einem neuen Museum zu sehen sein sollte, was Zukunft hat und vor allem wie die Inhalte – etwa die Glockentradition – unter Beachtung moderner Medien zu präsentieren sind, erklärte Mohring.

Dass das zunächst ohne Schere im Kopf, also frei von den Gegebenheiten der Immobilie passieren solle, betont er. Nur so nämlich sei ein uneingeschränkter Blick der Externen auf die Apoldaer Situation überhaupt möglich. Dass die drei Büros jeweils Referenzen beim Neuen Museum Weimar, bei den Porzellanwelten auf der Leuchtenburg Kahla und beim Lindenaumuseum Altenburg haben, zeige, mit welch angesehenen Büros man es zu tun habe, ergänzte Heerdegen. Mittel für den Wettbewerb stehen im Haushalt 2020.

Die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs könnten im Frühjahr 2021 vorliegen. Anschließend sollen die Bürger das Wort haben, schlägt Mohring vor. Überhaupt schwebe ihm eine starke Einbindung der Apoldaer vor. Nur wenn die rechtzeitig mitgenommen würden und frühzeitig in den Prozess eingebunden seien, könne sich eine Identifizierung mit dem künftigen Museum herausbilden.

In einem dritten Schritt soll ein Stegreif-Wettbewerb verschiedener Architekturbüros beginnen, in dessen Rahmen ausgelotet wird, ob und wie der Altbau gemessen an den zu präsentierenden Inhalten genutzt werden kann, ob es einen ergänzenden Neubau braucht, wie eine Verbindung zwischen beiden aussehen könnte und so fort. Auch dabei sei alles offen. Lediglich der Inhalt müsste adäquat untergebracht sein. Zudem sei der Aspekt der künftigen laufenden Kosten zu beleuchten.

Auch die Ergebnisse des Stegreif-Wettbewerbs sollen mit der Bevölkerung diskutiert werden. Das könnte 2021/2022 passieren. Wenn klar sei, was Apolda will, könne parallel dazu beim Bund nach Fördermitteln Ausschau gehalten werden. Wen alles läuft, könnte es 2023 den Spatenstich geben.

Dass Apolda Großprojekte kann, hätten Landesgartenschau und Dreifeldhalle deutlich gemacht, so Mohring. Dafür aber brauche es einen „geordneten Prozess“, zu dem er beitragen wolle.

Apropos: Die Bürger sollen im aktuellen Amtsblatt im Rahmen einer Umfrage zunächst dazu gehört werden, was sie sich in ihrem in welcher Form wünschen. Die Befragung soll bis Anfang Dezember laufen.